Fabrice Gaillard in Charrat
In den 1950ern wars sonnenklar: Spargeln kamen einfach aus Charrat. Zurecht, denn die Gemeinde produzierte mehr als sechs Tonnen Spargeln im Tag! Gegen 1970 starb die Spargelkultur aber wegen der Krankheit Filariose aus. Darauf züchtete die Gemeinde Saillon neue Spargelsorten und wurde so zur neuen Hauptstadt der schlanken Stangen.
Migros Wallis kauft ihre weissen Spargeln bei Fabrice Gaillard aus Charrat.
Zuerst werden Wurzelstöcke in die Erde gesetzt, so, dass die Triebe horizontal wachsen können. Über die Pflanzungen werden dann Erddämme aufgeschüttet. Spargeln sind eigentlich die Triebe eines Wurzelstocks. Sie wachsen unterirdisch und horizontal Richtung Erdoberfläche. Sobald die Spargelköpfe aus dem Boden ragen, wird geerntet.
Die Rohnearme, die früher durch die Region Charrat flossen, haben schlammig-sandige Erde hinterlassen, ein idealer Boden für Spargeln. In diesem leichten Boden können sie sich mühelos einen Weg in die Höhe bahnen und bis zu fünfzehn Zentimeter pro Tag wachsen. Das schnelle Wachstum bedeutet mehr Frische und perfekten Geschmack.