Freddy Mottiez, Collonges
Der Verantwortlicher des Garden-Centre Mottiez Fleurs in Collonges hat wirksame Waffen im Kampf gegen Insekten, die seine Pflanzen schädigen: Er beruft sich jetzt auf die guten Dienste anderer Insekte. Mit seiner integrierten biologischen Produktion hat sich Freddy Mottiez im Frühling 2010 in ein gärtnerisches Abenteuer gestürzt, das es in der Romandie noch nie gab.
Zu den Guten gehören zum Beispiel die erwähnten Eier der weissen Fliege, welche man an die Pflanzen anbringt. Diese Eier sind bereits von der Schlupfwespe parasitiert, welche sich dann von den unerwünschten Tierchen ernährt. Dann gibt es auch Läuse, auch sie werden von den Wespen vertilgt. Oder Milben, die sich über andere Milben hermachen.
Das Gleichgewicht muss dauernd angepasst werden. Man kommt nicht darum herum, eine kleine Anzahl von Schädlingen zu tolerieren, damit die Nützlinge nicht verhungern. Deshalb setzt man in den Treibhäusern auch Vermittler-Pflanzen ein, mit Läusen befallene Gräser. Diese Läuse fallen nicht über die anderen Bewohner des Garden-Centre her und dienen den Nützlingen in Zeiten der Nahrungsknappheit als willkommene Zwischenmahlzeit.
Es ist bewundernswert, wie diese raffinierte Vorgehensweise praktisch ohne Chemie auskommt. Nur selten muss auf milde chemische Produkte zurückgegriffen werden, nämlich wenn die Nützlinge Schwächen zeigen.