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Die Geschichte des Präservativs

Geschichte des Präservativs

Die Geschichte des Präservativs

Bereits vor 2000 Jahren wurden Präservative als Verhütungsmittel verwendet…

Historisch gesehen wurden die Präservative meistens aus tierischen Membranen wie zum Beispiel Därmen oder Schafsblasen hergestellt.

Wie alles begann...

Im 16. Jahrhundert wurde zum Schutz vor Syphilis, damals eine weitverbreitete Krankheit, ein Stück Leinenstoff um die Peniseichel gebunden. 1564 erfand der italienische Arzt Gabriel Fallopios als Schutz gegen die Krankheit eine Leinenhaube, die in eine Kräuter- und Salzlösung getaucht wurde. Später fand man heraus, dass diese besondere Entdeckung ebenfalls gegen ungewollte Schwangerschaften schützte.

Der Durchbruch

Der eigentliche Durchbruch des Präservativs erfolgte aber erst im 18. Jahrhundert: Der englische König Charles II, bekannt für seine zahlreichen Affären, beauftragte einen Arzt damit, ein Verhütungsmittel zu entwickeln, das sexuell übertragbare Krankheiten sowie zu viele Vaterschaften vermeiden sollte. Man sagt, dass der Name dieses Arztes "Condom" gewesen sei. Die wahrscheinlichste Erklärung ist allerdings, dass der Name vom Lateinischen "condus" (Behälter) stammt.

Heute 0,05 mm dünn

1844 entwickelte Goodyear eine Methode, um Latex zu vulkanisieren und 1870 begann die Herstellung und Distribution von Latex-Präservativen in einem grösseren Rahmen. Die Präservative wurden seinerzeit allerdings nicht auf ihre Qualität kontrolliert und waren nicht sehr benutzerfreundlich.

Natürlich kein Vergleich zur heutigen Zeit: Heute ist das dünnste Cosano Präservativ gerade mal 0,05 mm dick.

Im Jahr 1920, als bereits ein blühender Präservativhandel bestand, entwickelte ein deutsches Unternehmen die industrielle Produktion. Allerdings kosteten damals 3 Präservative 72 Pfennige, was sie bei den Löhnen der damaligen Arbeiter für den Grossteil der Bevölkerung unerschwinglich machte.

Unter dem Einfluss der wirksamen Behandlungsmöglichkeiten für die meisten Geschlechtskrankheiten sowie der neuen empfängnisverhütenden Pillen kam das Präservativ in den Sechzigerjahren ausser Gebrauch.

Ein bewährter Schutz

Erneutes Interesse an Präservativen kam mit der Entdeckung der Nebenwirkungen der Pille auf. Diese Probleme, die zum Teil auf eine zu hohe Dosierung zurückzuführen waren, sind heute unter Kontrolle. Das Präservativ bleibt aber bis heute der einzige wirksame Schutz vor einer HIV-Ansteckung und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

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