Anforderungen an die Lieferanten

Internationale Standards sorgen in der globalisierten Wirtschaft dafür, dass die Hersteller spezifische Qualitätsrichtlinien und soziale und ökologische Mindestanforderungen einhalten. Die Migros ist bei der Entwicklung und Weiterentwicklung solcher Standards federführend.

Bauer mit Apfelsaftflasche in der Hand

Rund 40´000 verschiedene Artikel bietet die Migros an – viele davon aus dem nahen und fernen Ausland. Wie kann das Unternehmen sicherstellen, dass diese Produkte unter korrekten Bedingungen entstehen? Dafür sorgen Standards, die international regeln, welchen Ansprüchen die Produkte genügen müssen. Einige Beispiele:

Gute Agrarpraxis

Die Migros verlangt von ihren Zulieferern von Früchten, Gemüse, Blumen und Pflanzen den sogenannten „GlobalGAP“- bzw. den „SwissGAP“-Standard. GAP steht für „Gute Agrarpraxis“. GlobalGAP ist ein weltweiter Standard für gute Agrarpraxis und Lebensmittelsicherheit. SwissGAP eine adaptierte Version für unser Land. Inzwischen lässt sich der Standard auch für Zuchtfisch anwenden. In Ergänzung zu GlobalGAP verpflichtet der Standard GlobalGAP-GRASP (GlobalGAP Risk Assessment on Social Practices) landwirtschaftliche Betriebe, auch angemessene Arbeitsbedingungen einzuhalten. GRASP findet Anwendung in Regionen, in denen die Arbeitsbedingungen oft ungenügend sind.

Sichere Lebensmittel

Von Lieferanten, die verarbeitete Lebensmittel liefern, verlangt die Migros eine Zertifizierung für Lebensmittelsicherheit. Diese erfolgt nach einem Standard, der von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannt wird. Die meisten in- und ausländischen Lieferanten von verarbeiteten Lebensmitteln sowie die eigenen Industriebetriebe der Migros sind nach einem von GFSI anerkannten Standard zertifiziert. Der Umsetzungsgrad liegt seit mehreren Jahren bei etwa 95 Prozent.

Menschenwürdige Arbeitsbedingungen

Um sicherzustellen, dass ihre Waren unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden, hat die Migros bereits 1997 einen Verhaltenskodex für Geschäftspartner erarbeitet. Diese sind verpflichtet, soziale Mindestanforderungen einzuhalten. Die Regeln wurden später in den internationalen BSCI-Standard (Business Social Compliance Initiative) aufgenommen. Die Einhaltung der Kriterien wird regelmässig durch unabhängige Kontrollstellen überprüft.

  • Sozial und ethisch produzieren

    Die Migros ist Mitbegründerin der Business Social Compliance Initiative (BSCI), die sich für gerechte Arbeitsbedingungen weltweit einsetzt. Sie verpflichtet ihre Lieferanten, bei der Produktion soziale und ethische Standards einzuhalten.
    Kinderspielzeug, das von Kinderhand gefertigt wurde? Nicht bei der Migros!
    Soziale und ethische Kriterien spielen bei der Herstellung von Waren eine immer grössere Rolle. Bereits 1997 hat die Migros einen entsprechenden Verhaltenskodex für ihre Lieferanten erarbeitet. Berücksichtigt werden nur noch jene Lieferanten, die sich an den Kodex halten. Damit verkleinert sich für die Migros die Auswahl an Lieferanten, dafür können ihre Kunden mit gutem Gewissen einkaufen.

  • Die BSCI und ihr Verhaltenskodex

    2003 hat die Migros die Business Social Compliance Initiative (BSCI) mitbegründet. In diesem Rahmen setzt sie sich zusammen mit über 700 weiteren Handelsunternehmen für gerechte Arbeitsbedingungen weltweit ein. Die acht Grundsätze des Verhaltenskodex’ der BSCI lauten in Kurzform:

    • keine Zwangsarbeit
    • keine Kinderarbeit
    • faire Arbeitsverträge
    • fairer Lohn
    • menschenwürdige Arbeitszeiten
    • gesunde und sichere Arbeitsplätze
    • keine Diskriminierung
    • Organisation der Arbeitnehmerschaft

    BSCI Verhaltenskodex (PDF, 144 KB)

  • Die Einhaltung des Kodex’ wird kontrolliert

    Bereits haben über 90 Prozent der Lieferanten der Migros diesen Verhaltenskodex unterzeichnet. Ob sie ihn auch wirklich einhalten, wird durch unabhängige Unternehmen kontrolliert. Entspricht ein Lieferant nicht in allen Punkten den Vorgaben, bekommt er eine Frist, innert deren er die Mängel beheben muss. Läuft die Frist ab, ohne dass sich die Situation verbessert hat, wird bei diesem Betrieb nichts mehr bestellt.

  • Sensibilisierung vor Ort

    Da die Abnehmer allein im Produktionsland nur begrenzten Einfluss nehmen können, engagiert sich die BSCI stark für die Sensibilisierung vor Ort. So bietet sie kontinuierlich Schulungen für Produzenten an. Ausserdem organisiert die BSCI runde Tische in Asien, Afrika und Südamerika an denen Lieferanten, Behörden, NGOs und Arbeitervertreter teilnehmen.

  • Eco-Standard für Textilien

    Um im Textilsektor für ordentliche Umweltbedingungen zu sorgen, verwendet die Migros den Eco-Standard. Dieser verbietet den Einsatz von gesundheits- und umweltschädlichen Substanzen in der Produktion. Bei jedem Herstellungsschritt werden die eingesetzten Chemikalien auf ihre Unbedenklichkeit geprüft. Derzeit entsprechen rund 70 Prozent aller Bekleidungsstücke und Heimtextilien in der Migros den Eco-Richtlinien.

  • GSCP: Licht im Standard-Dschungel

    Heute gibt es weltweit über 1000 verschiedene Sozial-Standards. Es wird sowohl für die Händler als auch für die Hersteller immer schwieriger, sich in diesem Dschungel zu orientieren. Um die diversen Standards und Einzelinitiativen zu harmonisieren, hat sich die Migros 2006 mit anderen grossen Detailhändlern zusammengeschlossen zum „Global Social Compliance Programme“ (GSCP). Ein vom GSCP neu geschaffenes Referenzsystem erhöht die Transparenz im Beschaffungsmarkt.

Was wir heute tun.

Nuyen

Wir versprechen Nuyen, bis 2013 die Gesamt-umweltbelastung der Verpackungen der 250 meist-verkauften Produkte um 10% zu reduzieren.

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