FAQ
Sie haben eine neugierige oder kritische Frage zum Thema Verpackung? Vielleicht ist sie hier bereits beantwortet.
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Wieso sind die Bio-Frischprodukte alle nur in abgepackter Form erhältlich?
Sämtliche Bio-Früchte und -Gemüse werden in der Migros in abgepackter Form verkauft. Einerseits hat der Kunde dadurch Gewissheit, dass die mit „Bio“ beschriftete Ware auch wirklich bio ist, andererseits kann somit eine lückenlose Rückverfolgbarkeit garantiert werden. Des Weiteren besteht so keine Gefahr von Kontamination durch verschiedenste Faktoren. Die Verpackung führt durch den zusätzlichen Schutz der Frischprodukte zu einer längeren Haltbarkeit. Eine unverpackte Gurke ist zum Beispiel nach drei Tagen nicht mehr verkaufbar. 1.5 Gramm Verpackung hingegen halten sie für 14 Tage frisch. Wenn durch die Verpackung weniger vom Produkt verdirbt, ist der Umwelt damit mehr gedient.
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Wieso dürfen nur Flaschen und nicht auch andere Plastikprodukte aus PET in die PET-Sammlung gegeben werden?
Die PET-Sammelstellen sind ausschliesslich für Getränkeflaschen gedacht. Öl - und Essigflaschen, wie auch Schalen (z.B. Salate, Fleisch) und Blister aus PET verunreinigen die Sammlung und dürfen deshalb nicht in die PET-Flaschensammlung gegeben werden. Grund dafür ist eine unterschiedliche Materialqualität bei Flaschen und Blistern resp. Schalen. Würden diese dem Flaschenrecycling zugegeben, könnten das Material nicht mehr für die Herstellung neuer Flaschen verwendet werden – es liessen sich lediglich minderwertige Produkte daraus herstellen.
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Warum setzt die Migros bei ihren Verpackungen nicht überall Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ein?
Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. Mais oder Zuckerrohr, schneiden in Ökobilanzen – entgegen der verbreiteten Meinung – nicht besser ab als erdölbasierte. Die Gründe für das schlechte Abschneiden von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen liegen im Anbau (intensive Landwirtschaft, Monokulturen), sowie der dickeren Hülle und somit einem höheren Materialverbrauch. Problematisch ist auch, dass biologisch abbaubare Materialien zum Teil die Nahrungsmittelproduktion konkurrenzieren. So werden Biokunststoffe z.B. aus Mais-, Kartoffel- oder Sojastärke gewonnen, welche für viele Menschen eine wichtige Nahrungsgrundlage sind.
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Wieso verzichtet die Migros nicht auf Kunststoff und setzt an deren Stelle Glas ein (kann immer wieder ins Recycling gegeben werden)?
Kunststoffe werden (ausser Biokunststoffe) aus Erdöl hergestellt. Glas besteht v.a. aus Sand und Kalk, benötigt aber für die Herstellung viel Energie, welche ihrerseits Erdöl benötigt. Glas ist schwer und für dessen Transport wird mehr Treibstoff verbraucht als für leichte Kunststoffverpackungen. Generell ist bei kleinvolumigen Verpackungen Glas die ökologischere Variante, bei grossvolumigen Behältern ist es genau umgekehrt.
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Sind PET-Flaschen die umweltfreundlichste Verpackung für Getränke?
Aus ökologischer Sicht sind die Getränkekartons (z.B. Tetrapack) als Getränkeverpackung den anderen Materialien vorzuziehen, obwohl sie bis jetzt noch über den Kehricht entsorgt und anschliessend verbrannt werden. Der Getränkekarton hat eine etwa halb so grosse Umwelt- und CO2-Belastung wie die PET-Flasche. Dies ist auf das geringe Gewicht und den hohen Kartonanteil (nachwachsender Rohstoff) zurückzuführen.
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Wieso setzt die Migros Kunststoff- statt Kartonverpackungen ein?
Grundsätzlich ist Karton nicht per se ökologischer als Plastik. Es kommt hier insbesondere auf das Gewicht und den Materialverbrauch der Verpackung an. Ein Beispiel sind die durchsichtigen Plastiksäcke, die beim Offenverkauf zum Abpacken von Früchte und Gemüse verwendet werden. Diese belasten die Umwelt viel weniger als materialintensive Papiertüten.
Eine systematische und flächendeckende Umstellung der Verpackungen auf Karton ist nicht sinnvoll.
Generation M

