Die Migros hat in den vergangenen Jahren ihre Verpackungen systematisch unter die Lupe genommen und wo möglich reduziert oder mit umweltschonenderen Materialien ersetzt. In den nächsten Jahren wird die Migros die Verpackungsmenge weiter verringern und alle Papier- und Kartonverpackungen der Migros-eigenen Industrieunternehmen auf Recyclingbasis oder FSC-zertifiziertes Material umstellen.
Ein Produkt zu verpacken ist eine kleine Wissenschaft. Denn jede Verpackung muss unterschiedlichsten Ansprüchen genügen. Die Migros ist erst dann mit einer Verpackung zufrieden, wenn diese über ihren gesamten Lebensweg ein optimales Verhältnis folgender Faktoren aufweist:
- Schutz des Produktes (Haltbarkeit und Hygiene)
- Ansprechende und informative Präsentation
- Einfach transportierbar
- Umweltfreundlich und wenn möglich rezyklierbar
- Geringe Kosten
Umweltbelastung aus Verpackungen deutlich vermindert
Die Migros hat in den vergangenen Jahren ihre Verpackungen systematisch unter die Lupe genommen und wo möglich reduziert oder mit umweltschonenderen Materialien ersetzt. Zu diesem Zweck hat sie zahlreiche Ökobilanzen berechnet und an vielen Stellen Verbesserungen erwirkt. So konnte beispielsweise allein durch Einführung des Shorty-Verschlusses bei PET-Flaschen 180 Tonnen Material eingespart werden. Unter dem Strich ist es der Migros zwischen 2010 und 2013 gelungen, die Umweltbelastung der Verpackungen bei den 250 meistverkauften Produkten um 6,8 Prozent zu vermindern. Auch beim restlichen Sortiment erzielte die Detailhändlerin Fortschritte. Insgesamt konnte die Migros zwischen 2010 und 2013 1360 Tonnen Material einsparen sowie rund 1300 Tonnen Rezyklat und 3700 Tonnen FSC-Karton eingesetzen.
Verpackungen mit FSC-Siegel oder aus Recyclat
Die von der Migros berechneten Ökobilanzen berücksichtigen den ganzen Lebensweg der Verpackungen, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Dabei werden die Auswirkungen auf die Umwelt untersucht, zum Beispiel die Klimabelastung durch CO2 oder die Versauerung von Böden. Optimierte Verpackungen sind für die Kundin oder den Kunden nicht immer offensichtlich – etwa wenn Recyclingmaterial eingesetzt wird oder FSC-Karton aus nachhaltiger Forstwirtschaft. In den nächsten Jahren wird die Migros die Verpackungsmenge weiter verringern und alle Papier- und Kartonverpackungen der Migros-eigenen Industrieunternehmen auf Recyclingbasis oder FSC-zertifiziertes Material umstellen.
Höchste Ansprüche
Für eine maximale Effizienz entwickelt die Migros Verpackung und Produkt zusammen. Dabei bezieht sie den gesamten Lebensweg des Produktes sowie der Verpackung in ihre Betrachtung mit ein. Im Einzelnen berücksichtigt die Migros dabei die folgende Maximen:
Vermeiden:
- Überverpackungen eliminieren
Vermindern:
- Gewicht vermindern
- Rezyklat einsetzen
- Ökologische Materialien verwenden
- Alternative Verpackungstypen entwickeln
Verwerten:
- Rezyklierbare Materialien gebrauchen
- Trennbare Materialien verwenden
Swiss Star Award für Creme-Tiegel
Besonders gut umgesetzt hat diese Verpackungsgrundsätze jüngst die Mibelle Cosmetic AG: Für ihren neuen Nachfülltiegel ist der Migros Tochterbetrieb mit dem «Swiss Star Award» im Bereich Nachhaltigkeit sowie einem World Star im Bereich Health & Beauty ausgezeichnet worden. Der Creme-Tiegel der Linie «I am» verbraucht 78% weniger Ressourcen als eine konventionelle Verpackung.
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Umverpackungen weglassen
Die Verpackung der Flûtes ist 26 Prozent leichter als früher. Dies, seit sie ohne den grossen Plastikdeckel produziert wird. Eine dünne Folie sorgt dafür, dass der Inhalt trotzdem geschützt bleibt.
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Dünnere Hüllen
Die Konfitüre-Gläser der Marken Favorit und Leger werden mit dünneren Wänden hergestellt. Das verringert das Gewicht, ohne dass die Gläser dadurch zerbrechlicher werden. 118 Tonnen Glas werden jährlich durch die neuen Gläser eingespart. Die Gewichtsreduzierung wirkt sich auch beim Transport positiv aus.
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Einsatz von Recyclingmaterial
Die Flaschen für die Eistees der Marke ICE TEA bestehen zu 30 Prozent aus rezykliertem PET. Dadurch können jährlich 100'000 Kilo Neu-PET eingespart werden. Bei den Mineralwasserflaschen der Marke Aproz wird bereits heute 35 Prozent Rezyklat eingesetzt. Ziel der Migros ist es, die Verwendung von Recycling-PET laufend zu erhöhen und auf andere Produkte in PET-Flaschen auszuweiten.
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FSC-Karton
Die Getränkekartons aller M-Classic Fruchtsäfte bestehen aus zertifiziertem FSC-Karton. Durch diese Umstellung konnten 8 Prozent der Umweltbelastung der Verpackung eingespart werden. Gleichzeitig wird damit eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragbare Waldwirtschaft unterstützt.
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Beutel statt Schale
Ursprünglich waren der Subito Langkornreis, Basmatireis und Mediterraner Reis in Kunststoffschalen gefüllt und in einen Karton eingepackt. Durch die Umstellung auf Beutel kann die Umweltbelastung um 64 Prozent reduziert werden. Zusätzlich wird das Gewicht der Verpackung massiv gesenkt, was bei Transporten von Vorteil ist.
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Beutel statt Flasche
Die Verpackung des M-Budget Weichspülers wurde von einer Flasche zu einem wiederverschliessbaren Beutel umgestellt. Jährlich werden dadurch fast sieben Tonnen Kunststoff gespart. Die Umweltbelastung des neuen Beutels ist 58 Prozent tiefer.
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Neues Material
Die neuen Zahnpastatuben von Candida und Lilibiggs enthalten kein Alu mehr. Ihre Umweltbilanz hat sich dadurch um zehn Prozent verbessert.
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Beutel statt Kartonschachtel
Die Verpackung des Bio Quinoa wurde von einer Kartonschachtel auf einen leichten Kunststoffbeutel umgestellt. Resultat: eine 65 Prozent kleinere Umweltbelastung. So ist nicht nur das Produkt, sondern auch die Verpackung umweltfreundlich.
Generation M










