10.02.2012 | Aktualisiert am 02.07.2014

Weniger Verpackung

Wir versprechen Nuyen bis 2013 die Gesamtumweltbelastung der Verpackungen der 250 meistverkauften Produkte um 10% zu reduzieren.

In der Migros genügt es nicht, wenn eine Verpackung stabil, attraktiv und gut transportierbar ist. Sie muss darüber hinaus auch möglichst umweltfreundlich sein. Konkret will die Migros die Ökobilanzen ihrer meistverkauften Produkte innert zwei Jahren um zehn Prozent verbessern.

Porträt von Nuyen

Aktueller Stand des Versprechens

Icon Ziel verfehlt

Die Migros hat die Gesamtumweltbelastung der 250 meistverkauften Verpackungen in den letzten zwei Jahren um 7% reduziert. Das ursprünglich geschätzte Potenzial von 10% konnte aus zwei Gründen nicht ausgeschöpft werden: Einige ökologisch sinnvolle Optimierungen hätten sich negativ auf die Verpackungsqualität oder auf die Attraktivität der Verpackung für den Kunden ausgewirkt. Gleichzeitig war das Optimierungspotenzial bei mehreren Produkten bereits ausgeschöpft – was erfreulich ist.

Die Migros hat deshalb 2012 die Verpackung von weiteren, weniger umsatzstarken Produkten optimiert. Das Ergebnis darf sich sehen lassen: In den letzten zwei Jahren hat die Migros insgesamt 1360 t Verpackungsmaterial eingespart, 1300 t Recyclingmaterial eingesetzt und 3780 t Papier- und Kartonverpackungen auf FSC-Material umgestellt.

Selbstverständlich wird die Migros ihre Verpackungen laufend weiter optimieren. Sie will die Verpackungsmenge in den nächsten Jahren weiter verringern und die Papier- und Kartonverpackungen der Migros-eigenen Industrieunternehmen auf Recyclingbasis oder FSC-zertifiziertes Material umstellen.

31.12.2012


Ohne Verpackungen geht es nicht. Diese haben verschiedenste Funktionen, darunter der Schutz des Produktes, eine ansprechende Präsentation, ein einfacher Transport sowie die Vermittlung von Informationen. Darüber hinaus soll die Verpackung natürlich möglichst preiswert sein.

Papier und Karton in FSC-Qualität

Die Migros geht noch einen Schritt weiter: ihr Anspruch ist es, dass ihre Verpackungen auch möglichst umweltfreundlich sind. Für ihr konkretes Ziel, die Umweltbelastung der Verpackungen ihrer meistverkauften Produkte bis 2013 um zehn Prozent zu senken, setzt die Migros auf vielfältige Lösungen. Etwa den Einsatz von Papier und Karton aus nachhaltiger Waldwirtschaft oder den Verzicht auf Doppelverpackungen. Bei Pet- und Kartonverpackungen erhöht sie den Anteil an Rezyklat.

Kleine Änderung, grosse Einsparung

Eine grosse Herausforderung ist die Entwicklung von immer noch dünneren und trotzdem stabilen Hüllen. Dank guter Recherche können heute beispielsweise dünnere Folien für die Sichtfenster der Brotbeutel benutzt werden. Den Kunden fällt die Veränderung der Verpackung nicht auf, denn die Folie sieht von blossem Auge betrachtet gleich aus. Doch das Migros-Tochterunternehmen Jowa benötigt pro Jahr 120 Millionen Brotbeutel. Dank der Verwendung der dünneren Folie lassen sich jährlich 18 Tonnen des Kunststoffs Polypropylen einsparen.

Kein Aufwand wird gescheut

Die Abmagerungskur der Verpackungen ist oft mit enormem Aufwand verbunden. Bevor etwa die neu entwickelten, dünneren Brotbeutel in die Läden gelangten, wurden sie diversen Belastungsproben ausgesetzt um sicherzustellen, dass sie genauso reissfest sind wie ihre Vorgänger. Auch die Frischpizzen sind bereits in einer dünneren Folienhülle im Handel, dafür musste extra eine neue Verpackungsmaschine angeschafft werden. Doch jede abgespeckte Verpackung bringt einen geringeren Rohstoff- und Energieverbrauch und entlastet so die Umwelt.