Entsorgung ohne Haken

Wenn immer möglich, vermeidet die Migros Abfälle - auch bei ihren 10 Millionen Kleiderbügeln.

Image Entsorgung ohne Haken

Haben Sie sich schon überlegt, wie viele Kleiderbügel jährlich in den Migros-Filialen verwendet werden? Und was mit ihnen nachher geschieht? Was auf den ersten Blick banal klingen mag, ist in Tat und Wahrheit das Resultat einer gewaltigen logistischen Leistung - und Teil eines Versprechens im Rahmen der Nachhaltigkeitskampagne Generation M. So verspricht die Migros, «100 Prozent unserer Kleiderbügel zu rezyklieren.» Kann die Migros dies auch einhalten? «Keine Frage, das können wir», bestätigt Jörg Ackermann, Leiter Betrieb Textil-Logistik des Migros-Verteilbetriebs Neuendorf AG (MVN) in Volketswil ZH.

10 Millionen Kleiderbügel pro Jahr

Bis vor einigen Jahren landeten die 10 Millionen Kunststoff-Kleiderbügel, die jährlich anfallen, im Müll. Denn in der Schweiz gibt es derzeit kein flächendeckendes Recyclingsystem für diesen Artikel. 2005 suchte man nach Alternativen - und wurde bei der Firma Ersfeld Again in Aschaffenburg Deutschland fündig. «Das Unternehmen ist in diesem Bereich führend und für uns die ideale Partnerin», erklärt Ackermann.

Die Kartons voller Kleiderbügel werden in Volketswil abgeholt. In Deutschland erfolgt dann die aufwändige Sortierung und Qualitätsprüfung: Sitzt der Kleiderhaken nicht mehr fest oder sind die Bügel beschädigt, werden diese aussortiert. Die wiederverwertbaren Kleiderbügel gehen zurück und können bis zu viermal wieder verwendet werden - ihr Anteil liegt momentan bei knapp 70 Prozent. Die defekten Bügel werden zu Granulat verarbeitet, aus dem dann wieder neue Kleiderbügel hergestellt werden.

Christoph Petermann

zurück

Unterhaltung und Social-Media

Lesestoff, Kochrezepte und Wissenswertes

Medieninformationen und Fakten zur Migros

Stellen, Kontakt und Newsletter