Die Migros setzt bei Warentransporten auf den umweltschonenden Bahntransport und baut diesen wo immer möglich aus. Mit einem Frachtaufkommen von jährlich über einer Million Tonnen ist die Migros grösste Kundin von SBB Cargo im Schweizer Schienengüterverkehr.
Schon seit Jahrzehnten lenkt die Migros ihre Warenströme wo möglich auf die Schiene, speziell auf langen Strecken. Sowohl die grossen nationalen als auch die regionalen Verteilzentren und die grossen Industriebetriebe verfügen über eigene Bahnanschlüsse. Mehr als 400 Bahnwagen sind täglich für die Migros unterwegs. Pro Jahr wird im Auftrag der Migros eine Gesamtfracht von über einer Million Tonnen bewegt – damit ist das Unternehmen grösste Kundin von SBB Cargo. Die Bahntransporte haben inzwischen ein Niveau erreicht, das kaum mehr Steigerungen zulässt. Daher versucht die Migros vermehrt, Transporte per kombinierten Verkehr abzuwickeln. So fährt seit 2012 regelmässig ein Güterzug mit Tiefkühlprodukten direkt vom Kühllager Neuendorf (SO) zum Bahnhof Gossau (SG). Dort angekommen werden die Container auf LKWs umgeladen, welche die Filialen der Ostschweiz beliefern.
Transporte per LKW
Die Migros-Genossenschaften und Scana verfügen über einen eigenen Fuhrpark von rund 540 Fahrzeugen, die jährlich etwa 30 Millionen Kilometer für die Belieferung der Supermärkte zurücklegen. Die Flotte wird laufend erneuert auf umweltfreundlichere Fahrzeuge, die strenge Abgasnormen erfüllen. Ausserdem setzt die Migros auf optimale Fahrzeugauslastung und Routenwahl, vermeidet Leerfahrten und schult ihre Chauffeure in energiesparendem Fahren. Da ein bedeutender Anteil der Waren von externen Fuhrunternehmen transportiert wird, setzt sich die Migros seit längerem auch bei den Logistikpartnern für ökologische Lösungen ein, etwa mit gemeinsamen Informationsveranstaltungen. Seit 2012 arbeitet die Detailhändlerin nur noch mit Transporteuren zusammen, die Fahrzeuge einsetzen, welche die Euro-5-Norm oder höher erfüllen.
Kaum Flugtransporte
Lufttransporte machten mit 0,03 Promille nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Transportvolumens aus. Ins Gewicht fallen sie lediglich bei den Blumen, wo ihr Anteil rund 30% beträgt. Trotz ihrer insgesamt geringen Bedeutung arbeitet die Detailhändlerin verstärkt daran, Lufttransporte weiter zu reduzieren. Seit 2011 sind Flugtransporte im Bereich Near/Non-Food nur noch erlaubt, falls Verzögerungen in der Produktion durch einen schnelleren Transport aufgeholt werden müssen. Auch im Food-Segment sucht die Migros Alternativen zu den Flugtransporten. So importiert sie weisse Spargeln mit dem Kühlschiff. Erdbeeren beschafft sie nur noch in Europa, und auch grüne Spargeln kauft sie vermehrt auf unserem Kontinent ein.
Generation M

