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Grundsätze

Unsere Philosophie

12.000 Bauern und Bäuerinnen produzieren nach strengen Richtlinien frische und schmackhafte Produkte für uns. Eine tierfreundliche Viehhaltung ist dabei genauso wichtig, wie der umweltschonende, naturnahe Anbau bei Getreide, Katoffeln, Obst und Raps. Und diesen Unterschied können Sie nicht nur schmecken, sondern auch erleben:

In Zusammenarbeit mit der IP-SUISSE setzen wir uns neben dem Tierwohl für die landschaftliche und biologische Vielfalt (Biodiversität) ein. Die Bauern und Bäuerinnen schaffen zusätzlich Lebensräume für viele bedrohte Wildtiere und selten gewordene Pflanzen der Schweiz. So können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Schweiz so bleibt wie sie ist. Und vielleicht können wir sie sogar noch ein bisschen schöner und vielfältiger machen.

Besuchen Sie Ihre Migros und geniessen Sie Bestes vom Schweizer Bauernhof - immer frisch und schmackhaft, aus naturnaher und tierfreundlicher Landwirtschaft.

Unsere Richtlinien

Die Migros unterstützt die Vereinigung der integriert produzierenden Bäuerinnen und Bauern der Schweiz (IP-SUISSE) und die Schweizerische Vogelwarte Sempach bei ihren Bemühungen für eine naturnahe und tierfreundliche Schweizer Landwirtschaft. Die Richtlinien werden durch die IP-SUISSE herausgegeben. Unabhängige Organisationen kontrollieren und zertifizieren ihre Einhaltung.

Richtlinien für naturnahe Lebensräume

Die Bäuerinnen und Bauern schaffen Lebensräume für seltene Pflanzen und Wildtiere. Dazu wählen sie aus einem umfangreichen Massnahmenset einige Förderprojekte aus, die auf ihrem Hof realisierbar sind. Zum Beispiel:

  • Für Schmetterlinge und Amphibien, wie Zauneidechsen bieten Trockenmauern und Tümpel Lebensraum.
  • Wildkrautstreifen (sogenannte Buntbrachen) oder artenreiche Kleinflächen (Patchs) in Äckern sind für Feldlerchen wichtig. Sie können hier ungestört ihren Nachwuchs großziehen und auf Nahrungssuche gehen.
  • Seltene Pflanzen, wie der Wiesensalbei, gedeihen in ungedüngten Magerwiesen.
  • Grünspechte können in Höhlen von Hochstamm-Obstbäumen ihre Jungen aufziehen.
  • Wildtiere, wie Hasen und Rehe, finden in strukturreichen Altgrasflächen Rückzugsorte und ihre Jungtiere finden darin vor Räubern Schutz.

Richtlinien für Tierhaltung

Die Bäuerinnen und Bauern halten ihre Tiere - Schweine, Rinder, Lämmer, Geflügel - in besonders tierfreundlichen Stallsystemen (BTS) mit regelmässigem Auslauf ins Freie (das sogenannte RAUS). Eine Ausnahme bildet die Kälbermast: Kälber werden auf Stroh in Gruppenhaltung gehalten und artgerecht mit frischer Kuhmilch und Heu gefüttert. Sämtliche Tiere werden mit Futtermitteln ohne gentechnisch veränderte Organismen versorgt.

Richtlinien für Raps- und Getreideanbau

Raps und Getreide werden umweltschonend angebaut und zu hochwertigem Brot, Mehl und Rapsöl verarbeitet. Umweltschonend angebaut bedeutet hierbei minimale Düngung, kein Einsatz von Wachstumsregulatoren und Schädlingsbekämpfungsmitteln (Insektizide und Fungizide).

Richtlinien für Kartoffelanbau

Alle Kartoffelsorten werden umweltfreundlich angebaut und schonend geerntet. Umweltschonend angebaut bedeutet: minimale Düngung, kein Einsatz von chemischen Unkrautvertilgern und Schädlingsbekämpfungsmitteln - so werden nützliche Insekten geschont.

Richtlinien für Obstanbau

Äpfel und Birnen für Obstsäfte werden besonders tierfreundlich und naturnah kultiviert. So werden 60 Prozent des Mostobstes von Hochstammbäumen gewonnen. Hochstammbäume bieten Insekten und Vögeln wie dem Grünspecht Lebensraum in Form von Nistplätzen.

Kontrolle und Zertifizierung

Unabhängige und akkreditierte Inspektionsstellen kontrollieren die Einhaltung der Richtlinien auf den Bauernbetrieben. Der Schweizerische Tierschutz (STS) kontrolliert die Tiertransporte vom Bauernhof bis zum Schlachtbetrieb. Und schliesslich kontrolliert die akkreditierte Zertifizierungsstelle ProCert AG die Rückverfolgbarkeit und den Warenfluss über die gesamte Wertschöpfungskette − vom Bauernbetrieb über die Verarbeitung und den Handel bis in die Filialen.

Unser Beitrag

Wir behandeln die Produkte, die nach strengen Richtlinien von den IP-SUISSE-Bauern produziert werden, mit grösster Sorgfalt. Bei Mehlprodukten verhindert beispielsweise der getrennte Warenfluss Vermischungen mit anderen Mehlsorten. Auch die schonende Weiterverarbeitung ist uns sehr wichtig und der Einsatz von Geschmacksverstärkern oder gentechnisch veränderten Organismen ist untersagt. Bei Tiertransporten müssen strenge Auflagen eingehalten werden, die das Wohlergehen der Tiere sicherstellen.

Unsere Partner

IP-SUISSE

„TerraSuisse gibt der Natur wieder etwas zurück“ – Res Stalder, Präsident der IP-SUISSE

Der IP-SUISSE gehören über 20.000 Bauernbetriebe an, die umweltschonend, tierfreundlich und frei von Gentechnik oder gentechnisch veränderten Organismen produzieren. Die Qualität wird durch unabhängige Kontrollen gewährleistet. Die Migros und die IP-SUISSE arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen. Die Realisierung des Labels TerraSuisse hat diese Partnerschaft nachhaltig gefestigt.

Mehr zur IP-SUISSE

Schweizerische Vogelwarte Sempach

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach ist eine gemeinnützige Stiftung für Vogelkunde und Vogelschutz. Sie überwacht die einheimische Vogelwelt, erforscht die Lebensweise der wildlebenden Vögel und geht den Ursachen der Bedrohung der Vogelwelt auf den Grund. Als nationales Kompetenzzentrum für Vogelkunde und Vogelschutz ist sie auch Auskunfts- und Beratungsstelle für Öffentlichkeit, Medien und Behörden. Sie betreibt zudem eine Pflegestation für kranke, verletzte und verwaiste Vögel.

Mehr zur Vogelwarte Sempach

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