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Medien

Sandra Cortesi über das Potenzial des Digitalen

Sandra Cortesi erforscht in Harvard, wie sich Jugendliche online bewegen – nicht aus einer Erwachsenenperspektive, sondern gemeinsam mit den Jungen.

Text Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger
Fotos Michael Sieber
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«Oft generiert das Nichtverstehen oder die Angst der Eltern vor Zeitverschwendung eine Abwehrhaltung – und das erschwert es, die realen Risiken zu erkennen», sagt Sandra Cortesi

Sandra Cortesi, der Zugang zur digitalen Welt gilt heute fast als Grundbedürfnis, wie Nahrung und ein Dach über dem Kopf.

Wer ein Handy mit Zugang zur digitalen Welt hat und über die nötigen Kompetenzen verfügt, das Internet zu nutzen, kann sich vermutlich ein Leben ohne kaum mehr vorstellen. Auch ich hätte Mühe, ohne Handy und Onlinezugang. Gleichzeitig kommt es auch darauf an, wo man aufwächst.

Weshalb?

In einem kaum digitalisierten Dorf in Südamerika spielt Internet vermutlich eine geringere Rolle. Jedoch kann es auch dort für einen Jugendlichen von grosser Bedeutung sein. Was ist etwa, wenn Sie sich als Transgender identifizieren oder schwul oder lesbisch sind und an einem Ort aufwachsen, wo das tabuisiert ist? Dort hätte der digitale Zugang einen enormen Nutzen, weil dadurch ein Austausch mit anderen möglich wird.

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Dieser Artikel stammt aus dem Migros-Magazin vom 12. Februar 2018 (Nr. 7).

Worin unterscheidet sich die Mediennutzung von Jugendlichen und Erwachsenen am stärksten?

Jugendliche nutzen viel mehr Onlineplattformen und tun das meistens deutlich diversifizierter. Der Umgang mit der digitalen Welt hat bei vielen Jugendlichen auch einen höheren Einfluss auf ihre Identität, weil sie darüber ihre Freundschaften bilden, sich kreativ ausdrücken oder gar eigene Marken um sich herum aufbauen. Erwachsene bewegen sich vielleicht auf ein, zwei Social-Media-Kanälen wie Facebook oder LinkedIn, dazu kommen noch die SBB-, eine Wetter- und eine Zeitungs-App, und das wars.

Ein Teenager wacht auf und hat schon mal 150 Whatsapp-Nachrichten. Wie bewältigt er diese Flut?

Das ist sicher für manche anspruchsvoll. Es hängt jedoch auch von den Plattformen ab, wie aufwendig das ist. In den Gruppenchats von Whatsapp fallen 150 Nachrichten nicht so ins Gewicht, weil man längst nicht auf alles reagieren muss. Vieles hat zudem eine geringere Tiefe als eine lange E-Mail und ist schnell beantwortet, oftmals parallel während des Essens oder Busfahrens.

Aber können sie sich dabei überhaupt noch auf das konzentrieren, was sonst so um sie herum passiert?

Erwachsene haben ein anderes Verständnis davon, was «um einen herum» bedeutet. Sie verstehen darunter vor allem die Offlinewelt und finden, man müsste dort präsent sein. Zum Beispiel stört es sie, wenn die Jugendlichen am Esstisch das Handy benutzen, weil das gegen ursprüngliche soziale Normen verstösst. Auch den Jugendlichen ist wichtig, was um sie herum passiert, nur trennen sie nicht zwischen On- und Offline. Sie sind vielleicht am Esstisch weniger präsent, dafür umso mehr in der digitalen Welt. Ihre Aufmerksamkeit wechselt öfters hin und her. Aber es gibt durchaus Momente, in denen Jugendliche offline sein wollen – auch sie haben ab und zu den Wunsch nach mehr Privatsphäre.

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Expertin für Jugend und Medien

Sandra Cortesi (35) ist Director of Youth and Media am Berkman Klein Center der Harvard Universität. Sie ist in Venezuela geboren, in Kolumbien aufgewachsen und mit elf Jahren in die Schweiz gekommen. Heute lebt und arbeitet sie in Cambridge (USA), ist aber wegen ihrer Tätigkeit oft unterwegs: Ein Drittel ihrer Zeit verbringt sie in der Schweiz und ein Drittel auf der ganzen Welt.

Weitere Infos: http://youthandmedia.org

Das scheint aber nicht so.

Und doch ist es so. Ihr Konzept ist einfach ein anderes: Bei Erwachsenen geht es um Privatsphäre gegenüber dem Job, der Regierung oder Firmen. Bei Jugendlichen ist es eher Privatsphäre gegenüber Freunden und Eltern. Sie haben viele Strategien, mit wem sie was austauschen und auf welcher Plattform oder was sie auf einem Bild zeigen, damit sie nicht in Schwierigkeiten geraten. Allerdings gibt es durchaus blinde Flecken. Jugendlichen ist oft weniger bewusst, was alles im Hintergrund passiert, etwa, wie Firmen Daten sammeln und nutzen. Dort muss noch viel mehr Aufklärung betrieben werden.

Und ändern sie ihr Verhalten, wenn sie davon erfahren?

Nicht unbedingt.

Also ist es ihnen egal?

Ich glaube, es ist niemandem egal. Aber die strikte Konsequenz wäre, sich aus der digitalen Welt zurückzuziehen – und das wäre wohl den meisten ein zu hoher Preis und passt auch nicht wirklich ins Jahr 2018. Es fehlt uns momentan an Optionen und Lösungsansätzen. Man kann schon Adblocker nutzen oder einen VPN, aber das ist keine vollständige Lösung. Die gäbe es nur durch kompletten Rückzug: bye-bye Instagram!

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Sandra Cortesi muss für die Jugendlichen immer ein offenes Ohr haben.

Sie erforschen die Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit ihnen. Warum?

Mein heutiger Chef, Urs Gasser, hat 2008 zusammen mit John Palfrey das Buch «Generation Internet» publiziert. Es ist zwar noch heute sehr erfolgreich, aber aus der Erwachsenenperspektive geschrieben. Deshalb fragten wir uns, ob man das nicht auch anders angehen könnte. Aus der Erwachsenenperspektive beurteilt man das Verhalten Jugendlicher nicht immer korrekt. Jugendliche direkt in die Forschung einzubinden, eröffnet uns eine ganz andere wichtige Sichtweise – und macht ehrlich gesagt auch mehr Spass.

Und wie kamen Sie nach Harvard?

Ich studierte in Basel Psychologie, arbeitete aber bereits für Urs Gasser, der damals noch an der Universität St. Gallen lehrte und forschte. Er fand es cool, dass ich besser verstehen wollte, wie man Jugendliche in den Forschungsalltag einbauen kann. Nach dem Studienabschluss folgte ich Gasser nach Harvard und habe dort mit ihm das «Youth and Media»-Projekt entwickelt. Wir integrieren die Jugendlichen in die Ideenfindung, Durchführung, Datenanalyse, den Schreib- und Visualisierungsprozess und in die Weiterentwicklung der Forschung. So ist die Chance grösser, dass unsere Forschung Sinn ergibt.

Das klingt wohl einfacher, als es war?

Am Anfang war es sehr hart. Englisch konnte ich nicht wahnsinnig gut, und auch die extrem langen Arbeitstage waren direkt nach der Uni eine grosse Umstellung. Aber es war und ist sehr erfreulich, wie positiv man meinen Ideen gegenüber eingestellt ist. Niemand fragt sich, ob es wichtig ist, Jugendliche besser zu verstehen. In Harvard ist man sehr offen für Neues und auch risikofreudiger als in der Schweiz. Eigentlich wollte ich nur acht Monate bleiben, inzwischen sind es acht Jahre.

Was sind Ihre Forschungsschwerpunkte?

Die werden zu einem grossen Teil von den Jugendlichen selbst bestimmt. Wir untersuchen zum Beispiel, wie Jugendliche zu Privatsphäre stehen, was der Einfluss von künstlicher Intelligenz auf ihr Leben ist und wie sie mit Cybermobbing umgehen. Bei Letzterem haben wir festgestellt, dass extreme Strafmassnahmen nicht immer richtig sind: Ein Kind, das in der Schule oder im Internet ein anderes plagt, kann womöglich zu Hause gemobbt werden und dort das Opfer sein. Es würde so quasi doppelt gestraft. Unser wichtigstes Projekt behandelt die Informationsqualität: Wir erforschen, wie Jugendliche mit Information umgehen, wie sie sie finden, bewerten und was sie damit machen.

Die klassischen Medien leiden unter Publikumsschwund und Überalterung. Gibt es eine Möglichkeit, die Jugendlichen zu erreichen, oder ist das hoffnungslos?

Es ist nicht hoffnungslos. Und in Zeiten von Desinformation und Missinformation haben eine «New York Times» oder eine «NZZ» auch wieder einen höheren Stellenwert. Aber man muss sich fragen, welche Inhalte man Jugendlichen bietet und wie man sie präsentiert. Wenn immer möglich sollte man sie in den Arbeitsprozess integrieren. Sobald sie merken, dass die Inhalte für sie relevant sind, hat man eine hohe Chance bei ihnen.

Bezahlzeitungen hoffen, dass auch Jugendliche später mal ein Abo kaufen.

Dann ist es vermutlich bereits zu spät. Man muss schon jetzt bei den 12-Jährigen ansetzen, wenn man eine Chance haben will. Es gilt herauszufinden, was für Kinder und Jugendliche der Mehrwert einer Bezahlzeitung gegenüber einer Gratiszeitung ist. Finden sie darin Themen für sich, die es sonst nirgends gibt? Wurden diese Themen mit Jugendlichen konzipiert? Nimmt man ihre Meinung gleich ernst wie die der Erwachsenen? Es gibt Medien-Apps, die etwas kosten und von Jugendlichen genutzt werden; die Bereitschaft zu zahlen, ist durchaus vorhanden, auch wenn es zu Beginn sicher oft die Eltern sind, die das finanzieren. Das Problem ist aber, dass die Inhalte auf vielen Plattformen ähnlich sind. Und wenn sie hier kosten und dort nicht, ist die Konsequenz klar.

Kann man Jugendliche überhaupt noch mit seriösen Informationen abholen?

Absolut, man muss ihnen einfach verschiedene Einstiegsinhalte bieten. Wenn Beyoncé in der Superbowl-Pause ein Konzert gibt und dabei ein politisches Statement macht, ist das nicht nur Politik oder nur Enter­tainment. Und so könnte man Jugendliche zum Beispiel abholen.

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«Heutige Jugendliche sind einfach anders informiert», sagt Sandra Cortesi.

Also kann man nicht sagen, Junge sind schlechter informiert, weil sie keine Zeitung mehr lesen?

Sie sind vielleicht sogar besser informiert als wir früher. Sie sind oft die Ersten in der Familie, die wissen, wenn auf der Welt etwas Wichtiges passiert ist. Sie bekommen online sehr schnell mit, was global läuft. Vielleicht ist ihr Wissen noch nicht ganz so vertieft, aber ich habe mit 15 auch nicht jeden Tag die «NZZ» meiner Eltern gelesen. Jugendliche sind einfach anders informiert. Ein Erwachsener über 35 hätte Mühe, zehn Hashtags aufzuzählen, die im vergangenen Jahr relevant waren, ein Jugendlicher eher nicht – selbst wenn es dabei um politische Themen ging.

Werden die heutigen Jugendlichen anders erwachsen, weil sie quasi rund um die Uhr online sind?

In der Schweiz, wo 100 Prozent der Haushalte Smartphonezugang haben, trennen sie nicht mehr zwischen Online und Offline, beides ist miteinander verschmolzen, das Digitale quasi eine Erweiterung der realen Lebenswelt. Natürlich muss von klein auf eine graduelle Annäherung an digitale Themen passieren. Wenn ein zweijähriges Kind dauernd am Tablet spielt, finde ich das nicht ideal. Erwachsene können Jugendliche unterstützen, indem sie ihnen grundsätzliche Werte beibringen, die gelten auch in der digitalen Welt.

Ist es also der falsche Ansatz, Kinder mit Regulierungen möglichst stark schützen zu wollen?

Man muss respektieren, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen wollen. Aber oft generiert das Nichtverstehen oder die Angst vor Zeitverschwendung eine Abwehrhaltung – und das erschwert es, die realen Risiken zu erkennen. Eltern fürchten sich vor Fremden, die dem Kind etwas antun. Was leider durchaus der Fall sein kann. Aber die Zahlen zeigen, dass es in viel geringerem Umfang passiert, als man das intuitiv denken würde.

Also plädieren Sie für weniger Angst?

Ja. Die Ängste der Eltern können oft nicht bestätigt werden. Und: Risiko bedeutet nicht Schaden. Weil die Medien auch oft nur das Schlechte zeigen, können sich viele nicht vorstellen, welche positiven Möglichkeiten durch die digitale Welt entstehen. Es wäre schön, man würde am Esstisch nicht nur fragen, wie die Schule war, sondern auch, was online so alles passiert ist. Auch sonst gibt es noch einigen Spielraum für Erwachsene, sich der digitalen Welt anzunähern und sich die Dinge erklären zu lassen. Zum Beispiel, wie man mit Apps die Kreativität erhöhen kann oder die eigene Identität gefördert wird.

Haben Sie eigentlich noch Tageszeitungen abonniert, die Sie auf Papier lesen? Bezahlen Sie dafür?

Ich habe mehrere Abos, aber alle digital, etwa die «New York Times» und die «NZZ». Zudem lese ich diverse Tageszeitungen online, amerikanische, schweizerische und auch lateinamerikanische, weil ich mal dort gelebt habe.

Aber nichts auf Papier?

Nein. Ausser ich bin in der Schweiz, «20 Minuten» zum Beispiel. Bücher hingegen bevorzuge ich gedruckt.

Welche Social-Media-Plattformen nutzen Sie?

Privat am liebsten Instagram, für die Arbeit Twitter. Dann Facebook, Youtube und Snapchat, wobei ich das nicht immer so ganz verstehe. Diese Plattformen nutze ich nicht nur wegen meiner Arbeit, sondern weil es mich auch privat interessiert. Und ich habe viele Game-Apps, Gamen ist meine Passion.

Was spielen Sie denn so?

Alles mögliche. Ich habe eine Nintendo Wii, aber auch «Clash of Clans» oder «Clash Royal», vieles spiele ich einfach zum Zeitvertrieb.

Aber keine Ego-Shooter mit Zombies oder anderen Monstern?

Das habe ich auch schon gespielt, aber diese Phase habe ich im Moment nicht.

Finden Sie die Plattformen cool, mit denen sich Jugendliche beschäftigen, oder denken Sie, mein Gott, was ist denn das jetzt schon wieder?

Es ist selten so, dass ich eine neue Onlineplattform nicht cool finde. Es kommt aber natürlich schon drauf an, wofür man sie nutzt. Games sind oft hauptsächlich ein Zeitvertreib. Deshalb habe ich an solche Apps darüber hinaus auch keine grösseren Ansprüche. Aber es entstehen durch sie oft neue Kommunikationskanäle – viele haben eine eigene Chatbox, in der man sich natürlich anders mit Jugendlichen unterhält als per E-Mail.

Sie sind in Venezuela geboren, in Kolumbien aufgewachsen, waren lange Zeit in der Schweiz und jetzt in den USA. Das klingt nach einem sehr multikulturellen Leben. Ticken Sie anders als eine 35-Jährige, die immer in der Schweiz war?

Meistens finde ich meinen internationalen Hintergrund sehr positiv. Ich spreche viele Sprachen, reise um die ganze Welt und fühle mich an vielen Orten zu Hause. Ich kann verschiedene Kulturen besser verstehen, das hilft mir auch im Job. Zum Beispiel wenn ich mit Unicef ein Projekt in Südamerika durchführe, dann ist mir die Welt dort nicht total fremd. Aber es ist natürlich ein extremes Leben, ich bin ständig unterwegs.

Sie sind erst 35 und bereits in Harvard. Lässt sich das überhaupt noch steigern?

Schwierig. Es bräuchte auch viel, dass ich meine Arbeit in Harvard aufgeben würde. Es ist einfach ein cooles Umfeld und ein Privileg, dort forschen zu dürfen. Auf der akademischen Ebene arbeite ich zurzeit parallel an der Uni Basel an meinem Doktortitel. Nichtakademisch gibt es theoretisch viele Möglichkeiten: Ich könnte in die Politik gehen, in der Privatwirtschaft verstärkt tätig sein oder für eine internationale Organisation arbeiten.

Vielleicht auch wieder in der Schweiz?

Manchmal könnte ich mir auch vorstellen, wieder vermehrt in der Schweiz zu arbeiten. Allerdings sind wir beim Thema Gleichstellung in den USA viel weiter. Gerade im Technologieumfeld sind die Schweizer Anlässe, an denen ich teilnehme, sehr männerlastig und weiss. Was ich auch kritisch kommentiere und gern helfe zu verändern. (lacht)

Merkt man im Forschungsalltag eine Veränderung mit der neuen US-Regierung?

Ja, auf verschiedenen Stufen. Die Jugendlichen werden stark durch das momentane Klima geprägt. Wir arbeiten mit Afroamerikanern, Latinos oder Transjugendlichen. Für sie ist der Alltag im Moment schwieriger als auch schon.

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Ist selbst ein Digital-Junkie: Sandra Cortesi kann nicht ohne ihr Handy leben.

Aber finanziell hat der Regierungswechsel noch keine Auswirkungen, oder?

Unser Finanzierungsmodell funktioniert anders. Das Berkman Klein Center wird überwiegend von Stiftungen finanziert. Aber wenn wir die grössere Forschungslandschaft anschauen, hat die neue US-Regierung sicher grossen Einfluss. In vielen Bereichen werden öffentliche Mittel für die Forschung leider drastisch gekürzt und gleichzeitig die Steuerlast von privaten Unis erhöht.

Sie haben einen Partner mit zwei Kindern. Sehen die Sie oft angesichts Ihrer langen Arbeitstage?

Bis jetzt hat sich noch niemand beklagt. Aber es geht mir auch eher um Qualität als Quantität. Und ich geniesse es sehr, so viel reisen zu können, denn so sehe ich meine Familie in Südamerika und in der Schweiz.

Und die beiden Teenager sind oft Ihre Versuchskaninchen?

Mit ihren 300 Whatsapp-Nachrichten am Tag sind sie typisch für ihr Alter und super Anschauungsobjekte. (lacht) Der eine war gerade auf Snapchat dauerpräsent – ein Streak von 780 Tagen. Als der zusammenbrach, herrschte Weltuntergangsstimmung.

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