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Migros - Ein M besser

Das Ende von 2G

Goodbye, Natel!

Anfang 2021 wird in der Schweiz das 2G-Netz abgeschaltet. M-Budget Mobile hat eine Aktion gestartet, um solche alten Handys zu ersetzen. Wir zeigen, wie die Mobilfunknetze im Laufe der Zeit die Kommunikation verändert haben.

Text Ralf Kaminski
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Das erste Handy der Schweiz: Dieser Natel-A-Koffer war ab Ende der 1970er-Jahre im Einsatz und kostete rund 11 000 Franken. (Bild: Wikipedia)

Die Anfänge

Bereits 1939 wird in der Schweiz eine drahtlose Telefontechnik zur Erschliessung von Berghütten eingesetzt. 1952 entsteht im Grossraum Zürich die erste vollautomatische Autotelefonanlage. Bis 1977 werden entlang der Autobahn 62 Zentralen eingerichtet, um die mobile Kommunikation im Auto sicherzustellen. Gespräche sind allerdings nur in einem Umkreis von 25 Kilometern möglich. So entsteht die Abkürzung Natel (Nationales Autotelefon), die in der Schweiz noch lange als Bezeichnung für Handys verwendet wird.

Ab 1978: Natel A

Das neue Netz soll es Autofahrern ermöglichen, innerhalb der ganzen Schweiz nationale und internationale Telefongespräche zu führen, ist jedoch auf 10 000 Teilnehmende beschränkt. Ein Gespräch darf zudem nicht länger als drei Minuten dauern. Bei den verwendeten Geräten handelt es sich entweder um eine im Auto fest installierte Station, die über die Autobatterie betrieben wird, oder um einen rund zwölf Kilo schweren Koffer, der auch Gespräche ausserhalb des Autos ermöglicht. Ein Natel-A-Koffer kostet rund 11 000 Franken, dazu kommen monatliche Anschlussgebühren von 90 bis 180 Franken. Das Interesse ist dennoch gross und das Netz oft überlastet.

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Ein Mann telefoniert im Oktober 1989 mit seinem Natel-C in Zürich. (Bild: Keystone)

Ab 1983 Natel B, 1987-1999 Natel C

Diese Erweiterungen werden nötig, weil das Netz zu oft überlastet ist. 1992 gibt es bereits rund 200 000 Nutzer.

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Ab 1999 gibt es drei Mobilfunkanbieter in der Schweiz. (Bild: Keystone)

1993-2020: Natel D/GSM (2G)

Die Mobiltelefonie wird digital. Neben dem Telefonieren kann man nun auch SMS verschicken. Zudem bringen Anbieter wie Nokia und Motorola eine Fülle kompakter, erschwinglicher Geräte auf den Markt, was die Handys ab 1998 endgültig massentauglich macht. Ab 1999 hat die Kundschaft drei Abo-Anbieter zur Auswahl: Swisscom, Diax und Orange. Ebenfalls 1999 gibt es erste Handys mit integrierten Fotokameras sowie Internetzugang.
Datenrate: 0,01–0,2 MBit/Sekunde

Mit Rabatt

Handywechsel bei M-Budget Mobile

Wenn das 2G-Netz Anfang 2021 nach und nach ­abgeschaltet wird, können Handys mit älterem Herstellungsdatum nicht mehr für grundlegende Funktionen wie Telefonieren, SMS, MMS und Internet genutzt werden. Die Einschränkung hat nichts mit dem Abo zu tun, sondern mit den limitierten technischen Möglichkeiten dieser Handymodelle. Heute sind noch Zehntausende davon im Einsatz. 

Für M-Budget-Mobile-Kunden mit solchen Handys soll der Wechsel auf ein neues Gerät möglichst einfach sein. Sie wurden schon im Sommer
per Brief oder SMS informiert, dass sie sich bei Melectronics ein neues Handy ihrer Wahl (3G/4G) mit einem Rabatt von 20 Franken (Prepaid­Kunden) oder 50 Franken (Postpaid-Kunden) ­kaufen können. Wer dieses Angebot nutzen will, sollte dies möglichst noch vor Jahresende tun – und bei Melectronics den Originalbrief oder die SMS vorzeigen.

Weitere Infos gibt es hier

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Apple-Chef Steve Jobs präsentiert 2007 das IPhone, das erste Smartphone der Welt. (Bild Keystone)

Seit: 2004 UMTS (3G)

Das neue Netz ermöglicht eine deutlich höhere Datenübertragung, was die Nutzung des Internets auf dem Handy erleichtert. 2007 bringt Apple mit dem iPhone das erste Smartphone auf den Markt, wobei erst die zweite Generation 2008 3G nutzen kann.
Datenrate: 0,4–150 MBit/Sekunde

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2009 kommt WhatsApp auf den Markt. (Bild Keystone)

Seit 2009: LTE (4G)

Die Smartphones mit ihren vielen Anwendungsmöglichkeiten setzen sich mehr und mehr durch – das neue Netz verschnellert die Datenübertragung erneut. Instant-Messenger-Apps wie WhatsApp ermöglichen ab 2009 den unkomplizierten, nahezu kostenlosen globalen Austausch von Handyfotos und anderen Dateien, später auch Videotelefonie.
Datenrate: 500–700 MBit/Sekunde

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Es gibt Widerstände gegen 5G, weil die Strahlung von Handy-Antennen einigen Angst macht. (Bild Keystone)

Seit 2019: 5G

5G soll die Netzkapazität weiter erhöhen, die Datenübertragung nochmals verschnellern und nahezu in Echtzeit ermöglichen. Das soll etwa das autonome Fahren von Autos ermöglichen. Die Swisscom sagt, ihr 5G-Netz decke 90 Prozent der Schweiz ab. 5G-fähige Handys sind allerdings noch rar, die neue Technologie ist zudem wegen Strahlungsängsten umstritten.
Datenrate: bis zu 10 GBit/Sekunde

Die passenden 2-G-Nachfolger bei Melectronics

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