Navigation

Migros - Ein M besser

Corona

So verwenden Sie die Maske korrekt

Die Beschaffung von Hygienemasken stellt auch die Migros vor grosse Herausforderungen. Elf Antworten zu Qualität und Anbietern, Transport, den Preisen und Mehrweg-Stoffmasken.

Text Benita Vogel
maskenbeschaffung.jpg

1. Gibt es die Hygienemasken aktuell in allen Migros-Filialen zu kaufen?

Ja, seit Mitte Mai verkaufen nun alle Filialen Schutzmasken. Die Migros erhielt zuvor schon 3,4 Millionen Masken vom Bund geliefert. Diese kamen nach Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in den Verkauf. Da die Menge noch stark begrenzt war, konnten zu Beginn nur die 100 grössten Filialen damit bestückt werden. Mittlerweile hat die Migros mehrere Millionen Masken selbst beschafft und dehnte den Verkauf auf alle Läden aus.

2. Die Migros verkaufte vor Jahren bereits einmal Masken, weshalb fiel die Beschaffung diesmal schwer?

Die Migros nahm nach Ausbruch des H1N1-Virus und während der Schweinegrippe-Pandemie vor elf Jahren Hygienemasken ins Sortiment auf. Weil die Nachfrage aber gering war, verschwanden sie einige Jahre später wieder aus den Regalen. Die etablierten Lieferanten erhielten bei Ausbruch der Coronakrise rasch Regierungsaufträge aus aller Welt und durften nur noch Kunden aus dem Gesundheitswesen, primär Spitäler oder Heime, beliefern. Detailhändler wie die Migros hatten schon Anfang Februar keine Chance mehr, solche Ware zu bekommen.

3. Woher stammen die Masken, die die Migros aktuell ­verkauft?

Die Masken werden in China hergestellt und über Schweizer und europäische Zwischenhändler bezogen. Die Beschaffung ist herausfordernd, weil die unterschiedlichsten Firmen mit Kontakten in China Masken anbieten. Es gibt viele unseriöse Händler, die ein lukratives Geschäft wittern. Im Markt mit Hygienemasken herrscht eine Art Goldgräberstimmung. Viele der Anbieter haben kaum das Know-how, da Masken nicht ihr Kernbusiness sind. 

4. Wie ging die Migros bei der Wahl von Lieferanten vor, um nicht Fälschern aufzusitzen?

Die Migros hat die Händler genau überprüft, beispielsweise ihre persönlichen Netzwerke, mit Recherchen im Internet. Gleichzeitig hat das interne Qualitätsmanagement der Migros Zertifikate und Verpackungen der offerierten Masken analysiert. Das war nötig, weil sehr viele Zertifikate gefälscht waren. Betroffene Anbieter wurden rasch ausgeschlossen. Die Migros arbeitet mit seriösen Händlern zusammen. Sie hat Masken vom Typ I, II und TYO IIR im Angebot – alle mit gültigen Zertifikaten und sehr guten Testresultaten in Sachen Effizienz beim Filtern von Bakterien.

5. Ein Unsicherheitsfaktor bei der Beschaffung ist der Transport von China in die Schweiz. Wie hat die Migros dies gelöst?

Aus Nachhaltigkeitsgründen versucht die Migros, wann immer möglich auf Flugtransporte zu verzichten. Weil die Ware zu Beginn aber schnell in die Schweiz kommen musste, blieb nur der Flugtransport. Das ist heute nicht mehr so. Momentan wird die ganze Ware per Schiff transportiert.

6. Vor der Coronakrise kostete eine Packung mit 50 Stück noch Fr. 4.90, heute Fr. 9.90. Zwischenzeitlich waren sie noch viel teurer. Wieso dieses Rauf und Runter bei den Preisen?

Aufgrund der global immensen Nachfrage nach Hygienemasken haben sich die Einkaufspreise während der Krise fast verzehnfacht. Preistreibend waren auch die sehr teuren Flugtransporte. Inzwischen sind die Preise aber wieder gesunken. Nicht nur, weil der Schifftransport massiv günstiger ist. Ebenso hat sich die Lage auf dem Weltmarkt etwas entspannt. In China gibt es in der Zwischenzeit zahlreiche neue und zertifizierte Maskenhersteller, so dass es weniger oder gar keine Beschaffungsengpässe mehr gibt. 

7. Wie gross ist die Nachfrage nach Hygienemasken?

Die Nachfrage ist anhaltend gross, da ja im öffentlichen Verkehr, in öffentlichen Gebäuden, im Flugzeug und in vielen Schulen und Universitäten Maskenpflicht herrscht. Der Lagerbestand der Migros ist derzeit ausreichend, er wird stetig überprüft. Sehr beliebt sind auch die waschbaren Textilmasken.

 

8. Gibt es Alternativen zu den Masken aus China?

Die Abhängigkeit von China und deren negative Auswirkungen wurden in der Coronakrise deutlich vor Augen geführt. Es sind Bestrebungen im Gang, Schutzmaterial in der Schweiz und in Europa herzustellen. Die Migros begrüsst dies. Zudem brachte die Migros im Juni textile Mehrwegmasken in den Verkauf. Diese sind aus speziellem, dreilagigem Stoff produziert und entsprechen den Anforderungen der Covid-19 Science Task Force. Eine der Masken-Linien ist bestickt und stammt von der bekannten Schweizer Stickereifirma Forster Rohner in St. Gallen. Sämtliche dieser sogenannten Community-Masken werden 
in Europa hergestellt.

9. Was ist bei der Handhabung von Hygienemasken besonders zu beachten?

Es ist wichtig, dass man die Masken mit sauberen Händen richtig aufsetzt (siehe Galerie). Einwegmasken sollen nach dem Gebrauch – oder wenn sie durchfeuchtet sind – entsorgt und nicht wiederverwendet werden.

10. Maske korrekt verwenden – so geht es:

11. Brille und Maske - das hilft gegen beschlagende Gläser

Wer eine Brille trägt, kennt das Problem: Bei jedem Atemzug unter der Maske beschlagen die Gläser. Dies lässt sich bei den typischen Einwegmasken mit einem einfachen Trick stark reduzieren: Den oberen Rand der Maske einmal nach innen umfalten und den Metallbügel eng an die Nase drücken – das fängt einen Grossteil des warmen Atems ab. Wer ergänzend noch einen Antibeschlags-Spray für die Gläser verwendet, kann sich auch über Stunden an klaren Brillengläsern erfreuen.

Schon gelesen?