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Corona

So verwenden Sie die Maske korrekt

Die Beschaffung von Hygienemasken stellt auch die Migros vor grosse Herausforderungen. 15 Antworten zu Qualität und Anbietern, Transport, den Preisen, FFP2- und Mehrweg-Stoffmasken.

Text Benita Vogel
maskenbeschaffung

1. Seit einigen Wochen sind FFP2 Masken ein Thema in den Medien. Verkauft die Migros solche Masken?

Ja, FPP2-Masken sind derzeit in allen mittelgrossen und grossen Migros-Filialen der Deutschschweiz erhältlich. Ab Mitte Februar 2021 sollen auch in der Westschweiz und im Tessin FFP2-Masken in den Verkauf kommen. Ebenso findet man FFP2-Masken in allen Filialen von Do it + Garden. 

2. Woher stammen die FFP2-Masken?

Die Maske, die aktuell erhältlich ist, ist eine Maske, die komplett in Deutschland hergestellt und zertifiziert wird. Später werden auch FPP2-Masken aus China ins Sortiment kommen. Diese sind die qualitativ ebenfalls sehr gut und kann etwas günstiger angeboten werden.

3. Wieso diese zweigleisige Strategie?

Die Kunden sollen wählen können, einerseits die Herkunft der Maske und auch die Verpackungsgrösse. Wir werden verschiedene Verpackungsgrössen anbieten (5er, 10er und 20er).

4. Werden die FFP2-Masken längerfristig im Sortiment bleiben?

Dies hängt von der Entwicklung der Pandemie ab.

5.Was ist der Unterschied zwischen Hygienemasken und der FFP2-Maske?

Hygienemasken dienen vor allem dem Schutz der Umgebung vor Viren und Keime anderer. Diese könnte der Träger ansonsten durch Atmen, Husten oder Niesen verteilen. Somit schützen Hygienemasken in erster Linie die Personen im Umfeld des Trägers und nicht den Träger selbst. Atemschutzmasken hingegen dienen dem Schutz des Trägers selbst. FFP-Masken sind partikelfiltrierende Halbmasken in unterschiedlicher Bauart, die in drei sogenannte FP-Schutzklassen eingeteilt sind. Das steht für "filtering face piece" also sinngemäss: "Gesichtsfilterstück". Solche Masken enthalten ein spezielles Filtervlies, das durch Ausnutzung elektrostatischer Kräfte Viren bindet.

6. Wie sieht es bei anderen Hygienemasken aus, kann man die immer noch in allen Migros-Filialen kaufen?

Ja, seit Mitte Mai 2020 verkaufen alle Filialen Schutzmasken. Die Migros bietet Masken des Typs IIR an.  Auch textile Mehrwegmasken mit speziellem, dreilagigem Stoff entsprechend den Anforderungen der Covid-19 Science Task Force sind in Verkauf.

7. Woher stammen die Hygiene-Masken, die die Migros verkauft?

Die Masken werden in China hergestellt und über Schweizer und europäische Zwischenhändler bezogen. Die Beschaffung ist herausfordernd, weil die unterschiedlichsten Firmen mit Kontakten in China Masken anbieten. Es gibt viele unseriöse Händler, die ein lukratives Geschäft wittern. Im Markt mit Hygienemasken herrscht eine Art Goldgräberstimmung. Viele der Anbieter haben kaum das Know-how, da Masken nicht ihr Kernbusiness sind. 

8. Wie ging die Migros bei der Wahl von Lieferanten vor, um nicht Fälschern aufzusitzen?

Die Migros hat die Händler genau überprüft, beispielsweise ihre persönlichen Netzwerke, mit Recherchen im Internet. Gleichzeitig hat das interne Qualitätsmanagement der Migros Zertifikate und Verpackungen der offerierten Masken analysiert. Das war nötig, weil sehr viele Zertifikate gefälscht waren. Betroffene Anbieter wurden rasch ausgeschlossen. Die Migros arbeitet mit seriösen Händlern zusammen. Sie hat Masken vom Typ IIR im Angebot – alle mit gültigen Zertifikaten und sehr guten Testresultaten in Sachen Effizienz beim Filtern von Bakterien.

9. Ein Unsicherheitsfaktor bei der Beschaffung ist der Transport von China in die Schweiz. Wie hat die Migros dies gelöst?

Aus Nachhaltigkeitsgründen versucht die Migros, wann immer möglich auf Flugtransporte zu verzichten. Weil die Ware zu Beginn aber zeitweise schnell in die Schweiz kommen muss, bleibt in Ausnahmefällen nur der Flugtransport. 

10. Vor der Coronakrise kostete eine Packung mit 50 Stück Fr. 34.90, heute Fr. 9.90. Zwischenzeitlich waren sie noch viel teurer. Wieso dieses Rauf und Runter bei den Preisen?

Aufgrund der global immensen Nachfrage nach Hygienemasken haben sich die Einkaufspreise während der Krise fast verzehnfacht. Preistreibend waren auch die sehr teuren Flugtransporte. Inzwischen sind die Preise aber wieder gesunken. Nicht nur, weil der Schifftransport massiv günstiger ist. Ebenso hat sich die Lage auf dem Weltmarkt etwas entspannt. In China gibt es in der Zwischenzeit zahlreiche neue und zertifizierte Maskenhersteller, so dass es weniger oder gar keine Beschaffungsengpässe mehr gibt. 

11. Wie gross ist die Nachfrage nach Hygienemasken?

Die Nachfrage ist anhaltend gross, da ja im öffentlichen Verkehr, in öffentlichen Gebäuden, im Flugzeug und in vielen Schulen und Universitäten Maskenpflicht herrscht. Der Lagerbestand der Migros ist derzeit ausreichend, er wird stetig überprüft. Sehr beliebt sind auch die waschbaren Textilmasken.

12 Gibt es Alternativen zu den Masken aus China?

Die Abhängigkeit von China und deren negative Auswirkungen wurden in der Coronakrise deutlich vor Augen geführt. Es sind Bestrebungen im Gang, Schutzmaterial in der Schweiz und in Europa herzustellen. Die Migros begrüsst dies. Zudem brachte die Migros im Juni 2020 textile Mehrwegmasken in den Verkauf. Diese sind aus speziellem, dreilagigem Stoff produziert und entsprechen den Anforderungen der Covid-19 Science Task Force. Eine der Masken-Linien ist bestickt und stammt von der bekannten Schweizer Stickereifirma Forster Rohner in St. Gallen. Sämtliche dieser sogenannten Community-Masken werden in Europa hergestellt.

13. Was ist bei der Handhabung von Hygienemasken besonders zu beachten?

Es ist wichtig, dass man die Masken mit sauberen Händen richtig aufsetzt (siehe Galerie). Einwegmasken sollen nach dem Gebrauch – oder wenn sie durchfeuchtet sind – entsorgt und nicht wiederverwendet werden.

14. Maske korrekt verwenden – so geht es:

15. Brille und Maske - das hilft gegen beschlagende Gläser

Wer eine Brille trägt, kennt das Problem: Bei jedem Atemzug unter der Maske beschlagen die Gläser. Dies lässt sich bei den typischen Einwegmasken mit einem einfachen Trick stark reduzieren: Den oberen Rand der Maske einmal nach innen umfalten und den Metallbügel eng an die Nase drücken – das fängt einen Grossteil des warmen Atems ab. Wer ergänzend noch einen Antibeschlags-Spray für die Gläser verwendet, kann sich auch über Stunden an klaren Brillengläsern erfreuen.

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