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Migros-Käsebetrieb Mifroma

Nur noch grüne Energie

Mifroma in Ursy FR ist das erste Unternehmen der M-Industrie-, der vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Wärmerückgewinnung und Biogas machen es möglich.

Text Laurent Nicolet
Fotos Christophe Chammartin
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Mifroma setzt auf Wasserkraft, Biogas und ein System zur Rückgewinnung von Wärme aus bestehenden Anlagen.

«Das ist ein Ereignis, das gebührend zu feiern ist», verkündet Samuel Nanchen, Sprecher der Gruppe Elsa-Mifroma, stolz: Das Unternehmen in Ursy im Kanton Freiburg ist das erste der M-Industrie, das zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Dies ist möglich dank Wasserkraft, Biogas und einem System zur Rückgewinnung von Wärme aus bestehenden Anlagen.

Dies kommt nicht aus heiterem Himmel, sondern ist, wie Samuel Nanchen erklärt, Teil einer Strategie der M-Industrie für die nachhaltige Entwicklung: «Bis 2040 wollen wir 100 Prozent erreichen und zwar in drei Bereichen: 100 Prozent Recycling, 100 Prozent erneuerbare Energie, 100 Prozent nachhaltige Rohstoffe.»

Drei Fragen an Jean-Pierre Ramseier

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Jean-Pierre Ramseier, wie hat das Unternehmen Mifroma den Umstieg auf erneuerbare Energie geschafft?

An diesem Projekt arbeiten wir seit 2017. Ursprünglich produzierte unsere Fabrik die Wärme mithilfe von Ölbrennern, welche Heiz- und Warmwasser lieferten. Es ging darum, die wichtige Kühlanlage zu erneuern, mit der wir die Lager- und Verpackungsräume für Käse kühlen. Dabei haben wir ein Wärmerückgewinnungs­konzept integriert.

Wie funktioniert das?

Die Kühlmaschinen produzieren auch sehr viel Wärme, die wir zurückgewinnen. Dasselbe gilt für die Druckluftkompressoren. In dieser Wärmerückgewinnungsschleife haben wir Wärmepumpen installiert. Dank der Wärmepumpe können wir die bei der Kälteerzeugung freiwerdende Wärme auf einem höheren Temperaturniveau nutzen. So können wir etwa 95 Prozent unseres Wärmebedarfs decken. Die fehlenden 5 Prozent sind auf die tiefen Temperaturen im Winter zurückzuführen.

Wie erreichen Sie also die 100 Prozent erneuerbare Energie?

Wir haben die Ölbrenner vollständig aus dem Verkehr gezogen und ein Wärmeerzeugungssystem auf Basis von Biogas installiert.  Diese Biogas-Versorgung ermöglicht es uns, den Kreis zu schliessen.

600 Sorten, 1000 Eigenschaften

Der vor Ort veredelte Gruyère macht den grössten Teil des produzierten Käses aus. Hier in Ursy wird der Käse – hauptsächlich Gruyère – veredelt, geschnitten, portioniert, verpackt und versendet: «Es sind handwerklich hergestellte Käse, die wir bei Käsern aus der Region einkaufen», erläutert Samuel Nanchen.

Wir möchten auch auf ein Produkt aufmerksam machen, das wir mit 100 Prozent erneuerbarer Energie herstellen. Wenn wir ein Produkt so kennzeichnen, kann die Kundschaft mit dem Kauf etwas Konkretes für die Nachhaltigkeit tun. Das Käsefondue aus Bündner Bergkäse ist ein Beispiel für solche Produkte: Der Käse stammt aus der Käserei in Disentis und wird in der Mifroma in Ursy vorbereitet und verpackt.

Engagement für erneuerbare Energie

Was Mifroma sonst noch tut

  • Mifroma begnügt sich aber nicht damit, Biogas zu nutzen: Sie produziert es ebenfalls aus Käseabfällen.
  • Der Fuhrpark der Fabrik in Ursy wird laufend erneuert, wobei die neuen Fahrzeuge elektrisch angetrieben sind. Ladestationen befinden sich auf dem Gelände und das Ziel ist, zu 100 Prozent mit Elektrofahrzeugen unterwegs zu sein.
  • Mit der Umsetzung eines Energiekonzeptes spart der Betrieb in Ursy jährlich 218 350 Liter Heizöl ein. Dies entspricht einer CO2-Reduktion von 578 Tonnen pro Jahr.
  • Auch die Käserei Disentis (GR), eine Filiale der Mifroma, die Bündner Käse herstellt, produziert zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie. Dies dank einer Heizung durch Fernwärme und Strom aus Wasserkraft. «Sehr wenige Käsereien in der Schweiz produzieren Käse ausschliesslich mit erneuerbarer Energie», ergänzt Daniel Schilliger, Chief Sustainability Officer bei M-Industrie. Das Käsefondue aus Bündner Bergkäse ist ein Beispiel für solche Produkte.

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