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Migros - Ein M besser

Tipps für einen gelungenen Schulstart

Parat für den grossen Tag?

Was erwartet mich im Kindergarten? Wie wird der erste Schultag? Und wie läuft es in der Oberstufe? Sechs Mädchen und Buben, die den Übertritt bereits hinter sich haben, geben den Neulingen Tipps für einen gelungenen Start.

Text Monica Müller und Lisa Stutz
Fotos Daniel Winkler
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Ryan (6), bald Erstklässler, aus Wohlen AG

Jeden Tag habe ich ein bisschen besser verstanden, wie es im Kindergarten läuft. Es ist normal, vor dem allerersten Chindsgitag nervös zu sein – das war ich auch. Die neuen Kindergartenkinder können sich auf neue Freunde, auf ihre Chindsgitäschli und die Kindergärtnerin freuen.

Meine Tipps:

  • Im Kindergarten musst du gut zuhören und aufstrecken, wenn du etwas sagen möchtest.
  • Du darfst niemanden schupfen und hauen. Du darfst auch keinen Baum hauen mit einem Stecken.
  • Es ist gut, wenn du die Wochenaufgaben am ersten oder zweiten Tag schon machst.
  • Du muss der Kindergärtnerin Grüezi sagen. Am besten sagst du: «Grüezi, wie gehts?»
  • Du solltest anständig sein und nicht reinreden.
  • Es wäre gut, wenn du schon alleine aufs WC gehen kannst.
  • Du kannst jetzt schon üben, die Regenhose alleine auszuziehen. Das muss man nämlich im Chindsgi können.
Ryan (6)

Ryan (6)

Lea (6), bald Erstklässlerin, aus Wohlen AG

Ich kann mich an den ersten Tag im Chindsgi erinnern. Es war schön und gut. Wenn man spielt, merkt man gar nicht, wie die Zeit vorbeigeht. Als ich nach Hause kam, freute ich mich, am nächsten Tag wieder in den Chindsgi zu gehen.

Meine Tipps:

  • Im Kindergarten fühlst du dich nicht so alleine, wenn du Freunde hast.
  • Du findest Freunde, indem du den Mut zusammennimmst, zu lieben Kindern gehst und sagst: «Wie heisst du? Wollen wir Freundinnen sein?» Und nach ein paar Minuten ist man dicke Freunde.
  • Du musst deine Eltern nicht vermissen. Im Chindsgi ist viel los, man kann viel spielen, zum Beispiel im Häxeegge. Und du gehst ja auch wieder nach Hause.
  • Wenn du etwas nicht weisst, kannst du einfach die Kindergärtnerin fragen.
  • Vor den Kindern im grossen Chindsgi musst du keine Angst haben. Als ich im kleinen Chindsgi war, habe ich eine Freundin aus dem grossen Chindsgi gefunden. Da habe ich gemerkt: Aha, die Grossen können ganz nett sein.
Lea (6)

Lea (6)

James (7), bald Zweitklässler, aus Regensdorf ZH

Ich war nur ein bisschen aufgeregt an meinem ersten Schultag. Am ersten Tag darfst du sogar noch spielen. Die Lehrerinnen sind nur böse, wenn du richtigen Seich machst. Wenn du dich gut benimmst, machen sie dir nichts. Ich finde, die Schule macht richtig Spass!

Meine Tipps:

  • Du brauchst einen Thek, der grösser ist als das Chindsgitäschli, damit Schwimmzeug, Bibliotheksbuch, Znüni und Wasserflasche Platz haben. Eine Seitentasche ist gut für Dinge, die du auf dem Schulweg findest.
  • Du brauchst keine Angst zu haben, denn du wirst Freunde finden. Sei einfach nett zu den anderen. Du musst dein Essen und deine Spielsachen nicht teilen, aber es kommt gut an, wenn du es machst.
  • Du musst immer aufstrecken, wenn du etwas sagen möchtest, und darfst nicht einfach dreinreden.
  • Wenn die anderen etwas sagen, musst du zuhören.
  • Es gibt nicht so viele Ufzgi in der ersten Klasse. Und: Manchmal machen sie sogar Spass.
James (links) und Lea

James (links) und Lea

Lea (7), bald Zweitklässlerin, aus Regensdorf ZH

Als ich in die erste Klasse kam, war ich nicht nervös. Gut habe ich mich gefühlt und gedacht: Endlich bin auch ich gross! Die Schule habe ich mir sehr cool vorgestellt – und das ist sie auch. Es gibt keinen Grund, Angst zu haben. Die Lehrer sind sehr nett, und man darf auch Fehler machen. Es ist gar nicht so streng in der Schule. Du wirst dich daran gewöhnen und bald vergessen, dass du eben noch ein Chindsgikind warst.

Meine Tipps:

  • Gut aufpassen. Und das geht so: zur Lehrerin schauen und ihr zuhören.
  • Keinen Blödsinn machen. Also nicht auf den Stuhl stehen, denn der dreht sich, und du könntest umfallen und dir wehtun. Wenn du solche Sachen in der Schule anstellst, machst du das vielleicht auch noch als Erwachsener, und dann denken alle, du seist megakomisch.
  • Sei nett zu allen. Dann hast du viele Freunde, und alle haben dich gern. Gelingt dir etwas nicht, kannst du ganz viele um Hilfe bitten.
  • Die Ufzgi nicht in letzter Sekunde erledigen, sonst bekommst du Panik.

Emanuele (13) bald 2.-Sek-Schüler aus Regensdorf ZH

In der Oberstufe hat es von allem mehr: mehr Schüler, mehr Zimmer. Du hast kein Klassenzimmer mehr, sondern wechselst den Raum für jede Lektion. Nach einer Woche hast du dich daran gewöhnt. Alles wird gut erklärt.

Meine Tipps:

  • Du musst nicht cool sein. Manche 3.-Sek-Schüler fühlen sich cool und gross und stellen Jüngere bloss. An denen würde ich einfach vorbeilaufen.
  • Die allermeisten sind nett. Ich hatte Glück und bin wieder mit einigen Kollegen von der Primarschule zusammen in einer Lerngruppe.
  • Es gibt viel mehr Ufzgi – anfangs war das ein Schock für mich. Du musst lernen, deine Zeit gut einzuteilen. Wir haben im Stundenplan immer wieder Zeit für selbständiges Arbeiten. Wenn du dann Gas gibst und nicht plauderst, hast du mehr Freizeit.
  • Wenn du gut aufpasst, lernst du schon viel in der Schule und musst nicht so viel für Tests arbeiten.
  • Verstehst du etwas nicht, solltest du nachfragen. Ich hatte da anfangs Hemmungen.
  • Sei nett und respektvoll zu deinen Lehrerinnen und Lehrern, dann hast du es gut mit ihnen.
  • Mach keinen Seich in der ersten Woche: Der erste Eindruck ist der wichtigste! Später liegt ein bisschen Puff machen schon auch mal drin.
Emanuele (links) und Alessia

Emanuele (links) und Alessia

Alessia, (13), bald 2.-Sek-Schülerin aus Regensdorf ZH

Am Ende der 6. Primarschule war ich traurig, dass sich unsere Klasse auflöste. Aber ich habe mich auch aufs Neue gefreut – und war aufgeregt. Mir gefällt, dass wir unseren Lehrerinnen und Lehrern in der Sek viel mehr auf Augenhöhe begegnen und es zusammen viel lustiger haben. Ich fühlte mich vom ersten Tag an wohl in der Sek.

Meine Tipps:

  • Es ist ganz normal, dass du nervös bist vor diesem Wechsel. Aber du kannst dich auch auf die neuen Kontakte freuen. Du wirst tolle neue Freundschaften aufbauen.
  • Manche denken, sie seien cool. Aber du musst nicht cool sein. Du darfst auch ganz normal sein und dich im Hintergrund wohlfühlen. Viele Ältere sind auch sehr nett zu den Jüngeren.
  • Verstelle dich nicht. Sei so, wie du bist. So findest du die besten Freunde!
  • Du musst lernen, über die ganze Woche gut zu planen und dir zu überlegen, wann du welche Ufzig erledigst. Dabei darfst du auch entscheiden, was du am wichtigsten findest, und dafür mehr Zeit aufwenden.
  • Organisiere deinen Spind nach Fächern, sodass du immer alles griffbereit hast.

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