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Mein erstes Notebook

Kinder benötigen in der Schule immer früher einen eigenen Computer. Es ist deshalb nicht falsch, dem Nachwuchs auch zu Hause ein eigenes Gerät zur Verfügung zu stellen. Worauf bei Kauf und Nutzung zu achten ist.

Text Reto Vogt
Die Begeisterung über den ersten ­eigenen Rechner ist gross. Doch worauf sollten die Eltern bei Nutzung und Kauf achten?

Die Begeisterung über den ersten ­eigenen Rechner ist gross. Doch worauf sollten die Eltern bei Nutzung und Kauf achten? (Bild: Getty Images)

Ab welchem Alter ist ein Gerät sinnvoll?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Wichtiger als der Zeitpunkt des Kaufs ist der Umgang mit dem neuen Gerät – also die gemeinsame Vereinbarung von Bildschirmzeit und die Begleitung der Kinder bei der Nutzung. Pro Juventute empfiehlt bei Sechs- bis Neunjährigen maximal eine Stunde täglich. Ab zehn Jahren rechne man für jedes Lebensjahr eine Stunde pro Woche – also 11 bei einem 11-jährigen Kind zum Beispiel.

Welche Notebook-Typen gibt es?

Kindern in der Unter- und Mittelstufe fällt der Einstieg in die Computerwelt mit einem Tablet und externer Tastatur leichter als mit einem klassischen Notebook. Dieses ist meistens erst ab der Oberstufe nötig – ausser Kinder entwickeln schon vorher besondere Interessen, zum Beispiel am Programmieren. Heutzutage spielt es keine Rolle, ob sich Eltern beim Tablet zwischen iOS oder Android bzw. beim Notebook zwischen Apple oder Windows entscheiden. Wichtig ist, dass es dem Kind gefällt und gut transportierbar ist.

Welche Anforderungen muss das Gerät erfüllen?

Alle aktuellen Tablets und Notebooks genügen problemlos, um die für Schule und Freizeit notwendigen Arbeiten zu erledigen. Die Preise beginnen im Tablet-Segment bei 200 Franken; Notebooks sind ab rund 400 Franken erhältlich. Sollen die Geräte auch zum Spielen, Fotografieren oder Videoschnitt eingesetzt werden, muss etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Was ist beim Kauf eines Occasionsgerätes zu beachten?

Der Kauf von Occasiongeräten auf Plattformen wie zum Beispiel Tutti oder Ricardo ist aufwändig und risikobehaftet. Wenn diese vom Vorbesitzer nicht ordnungsgemäss zurückgesetzt worden sind, muss dies selbst erledigt werden. Zudem fehlt in den meisten Fällen die Garantie im Schadensfall. Beides lässt sich vermeiden, wenn das Occasiongerät bei einem offiziellen Händler gekauft wird. Diese frischen die Geräte auf, prüfen sie und verkaufen sie mit einer Garantie weiter. Mögliche Anlaufstellen sind beispielsweise digitec.ch/secondhand oder revendo.ch.

Genügt ein altes Gerät der Eltern?

Wenn das Notebook oder Tablet nicht gerade 10-jährig ist, reicht auch ein älteres Gerät aus. Insbesondere wenn es darum geht, erste Erfahrungen zu machen.

Welche Programme müssen installiert sein?

Meistens werden die Programme von den Lehrpersonen vorgegeben, insbesondere wenn es um Lernsoftware oder spezifische Aufgaben geht. Bei Office-Programmen wie Word oder Excel gibt es verschiedene Anbieter: Der bekannteste ist Microsoft. Dieser bietet «Microsoft 365 Family» für 110 Franken pro Jahr an, wobei die Programme auf sechs Geräten installiert werden dürfen. Eine kostenlose Alternative dazu ist Libre Office, das gratis zum Download zur Verfügung steht. Dritter im Bunde ist Google, der seine Programme ebenfalls kostenlos anbietet – allerdings nicht als Download, sondern nur zur Nutzung im Browser.

Wie viel Kontrolle ist notwendig?

Wenn Eltern ihr Kind auf den ersten Schritten mit dem neuen Gerät eng begleiten, ihm die Chancen und Risiken der Nutzung (insbesondere bei Internetverbindung) aufzeigen, Interesse beweisen und bei Fragen stets für das Kind da sind, ist wenig Kontrolle nötig. Ab einem bestimmten Alter ist es auch wichtig, das Kind seine Erfahrungen alleine machen zu lassen – stets unter Einhaltung der vereinbarten Bildschirmzeit.

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