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Ausbildung

Einmal Migros – immer Migros

Die Migros-Gruppe bildet 3700 Lernende aus. Viele davon bleiben auch nach der Lehre im Unternehmen tätig. Wir haben fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen.

Text Pierre Wuthrich, Benita Vogel
Fotos Lucas Ziegler
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Jérôme Mercet (28), Chefkassier Migros Genf

Anfang August hat für über 1300 junge Menschen  bei der Migros der Berufsalltag begonnen. Sie absolvieren eine Ausbildung zum Detailhandelsfachmann, zur Logistikerin, zum Lebensmitteltechnologe, zur Anlageführerin oder zum Recyclisten. Die 42 Unternehmen der Migros-Gruppe bieten Ausbildungsplätze in über 50 Berufen. «Die Berufsbildung ist für uns zentral und von hoher Bedeutung», sagt Stefan Gamper, Head Young Talents bei der Migros. «Wir benötigen in vielen Bereichen Fachkräfte. Gerade im Detailhandel, der IT, aber auch in den technischen Berufen sind wir daher auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen.»  

Insgesamt absolvieren 3700 Lernende ihre Ausbildung bei der Migros-Gruppe. Einige bleiben der Gruppe lange erhalten. Wir haben fünf gefragt, wieso.

Paul Würms, Bina, 61, Produktionsplaner Bina

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Paul Würms  arbeitet sein Leben lang für die Migros-Tochter Bina.

Paul Würms kam wegen seiner Mutter zur Migros-Gruppe. Sie sah ein Inserat der Bina in einer Zeitung: Lernende gesucht. Der Ostschweizer ging zum Schnuppern nach Bischoffszell und hatte eine Woche später den Lehr-Vertrag im Sack. Konserven- und Tiefkühlfacharbeiter hiess die Ausbildung damals noch, inzwischen lautet die Bezeichnung Lebensmitteltechnologie. Kurz nach der Lehre ging er in die Rekrutenschule. «Die 1,5 Jahre Militär war die einzige Pause von der Bina.» Zurück im ehemaligen Lehrbetrieb absolvierte er die Weiterbildung zum eidgenössischen Lebensmittelfachmanns und arbeitete immer wieder in neuen Bereichen. Heute ist er Produktionsplaner und koordiniert die Herstellung von Getränken, Suppen, Saucen und Pommes-Chips. «Die Bina hat laufend investiert in neue Produkte, das ist sehr spannend.» Auch die kollegiale Kultur im Unternehmen und die Sozialleistungen seien positiv zu erwähnen. «So kam ich nicht gross auf die Idee, einen Job in einer anderen Firma zu suchen.» Der Abschied naht trotzdem bald. Ende Jahr lässt sich Paul Würms frühzeitig pensionieren.

(Seit 45 Jahren bei der Bina, Bischoffszell)

Tipp: «Es wird einem nichts in den Schoss gelegt, deshalb darf man nie stehen bleiben und muss sich stets weiterbilden.»

Mickaël Rapin (30), Leiter Kommissionierung Elsa-Mifroma

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Mickaël Rapin leitet die Kommissionierung des Migros Milchverarbeiters ELSA.

Mickaël Rapin ist nicht der Typ, der sich entmutigen lässt. Als ein Lehrer am Ende der obligatorischen Schulzeit zu ihm sagte, er hätte zu mehr getaugt als einer Lehre, lässt sich der junge Freiburger nicht beirren. «Im Gegenteil, das hat mich motiviert. Ich wollte zeigen, dass es auch möglich ist, die Karriereleiter zu erklimmen, wenn man an der Front beginnt.»

Arbeiten bei der Migros?

Die Migros-Gruppe ist die grösste private Arbeitgeberin der Schweiz. Als solche bietet sie eine aussergewöhnliche Vielfalt an Aufgaben in ganz unterschiedlichen Branchen und Funktionen an. Auf unserem Jobportal warten viele spannende Stellen auf dich.

Nach der Lehre als Logistiker bei ELSA in Estavayer (FR) perfektionierte Mickaël Rapin ein Jahr lang sein Deutsch im Verteilzentrum der Migros Ostschweiz in Gossau (SG) und absolvierte anschliessend den eidgenössischen Master in Logistik. «Vier Jahre lang habe ich neben meiner täglichen Arbeit mittwochabends und samstags gelernt. Meine Tage waren sehr intensiv, aber ich hatte nur ein Ziel vor Augen: mehr Verantwortung bei ELSA zu übernehmen und mir selbst zu beweisen, dass ich dazu in der Lage bin.» Heute ist Mickaël Rapin Leiter der Kommissionierung und beaufsichtigt ein Team von 70 Mitarbeitenden, die für die Auftragsvorbereitung und die Lagerung zuständig sind. Er ist auch die rechte Hand des Leiters Logistik und Vertrieb. «Ich bin stolz auf meine Karriere. Dass ich erfolgreich war, habe ich auch der Unternehmenskultur zu verdanken, die hier herrscht. Es besteht eine grosse Bereitschaft, Know-how weiterzugeben, und ich hatte die Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen. Das war immer mein Antrieb.»

(Seit 14 Jahren bei  ELSA-Mifroma)

Tipp: «Wenn du es willst, kannst du es schaffen! Man muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich bewusst sein, dass man eine Ausbildung für sich selbst macht.»

Irena Obradovic 30, Filialleiterin Denner

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Irena Obradovic in der  Denner-Filiale Wydnau Rhyland, die sie leitet.

Irena Obradovic arbeitet schon ihr halbes Leben für Denner. Vor 14 Jahren hat sie bei der Migros-Tochter die Lehre als Detailhandelsfachfrau begonnen, heute leitete die 30-Jährige eine Filiale. «Ich schaute mich auf der Denner-Website nach einer Lehrstelle um, da tauchte eine Stelle in Wattwil auf», erinnert sie sich. Sie habe immer Freude gehabt an den Lebensmitteln und am Kundenkontakt. Sie musste zwar jeden Tag zwei Stunden zum Lehrbetrieb pendeln. «Dass ich die 3-jährige Ausbildung mit eidgenössischen Fachzeugnis machen konnte, hatte aber Vorrang.» Sie sei dankbar für all die Chancen, die sie erhalten habe. Nach der Ausbildung  wurde sie Assistentin der Filialleiterin, kurze Zeit später Stellvertreterin und mit 24 Jahren war sie schon selbst Filialleiterin. In ihrem Laden in St. Gallen ist sie Chefin von 10 Mitarbeitendem und einer Lernenden. «Denner fördert die Jungen, die Firma sieht das Potenzial und schenkt Vertrauen. Das finde ich super.» Das Ende der Fahnenstange ist trotz dem schnellen Aufstieg noch nicht erreicht. Inzwischen schult sie auch Mitarbeitende bei neuen Ladenkonzepte. «Jedes Mal wenn ich dachte, ich könnte mich weiterentwickeln, kam Denner mit einem Angebot auf mich zu.»

(Seit 14 Jahren bei Denner)

Karriere-Tipp: «Jeder hat seine Karriere selbst in der Hand. Wenn man sich bemüht und Interesse zeigt, öffnen sich Türen.»

Jérôme Mercet (28), Chefkassier Migros Genf

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Jérôme Mercet leitet den Kundendienst und ist für die Kassen in einer Filiale der Migros Genf zuständig. 

Bevor Jérôme Mercet mit 22 eine Ausbildung zum Detailhandelsfachmann bei der Migros machte, arbeitete er in einer Treuhandfirma, absolvierte ein Praktikum als Kleinkinderzieher in einer Kita und erwarb ein Diplom als Flugbegleiter. «Ich habe kürzlich auch ein Job-Angebot von Swiss erhalten, habe aber abgelehnt. Man kann zwar in die ganze Welt reisen, aber als ich die Arbeitsbedingungen verglich, wurde mir schnell klar, dass es keinen besseren Ort als die Migros gibt.» Der Genfer bereut seine Entscheidung nicht. «Wenn man dem Vorgesetzten zeigt, dass man motiviert ist und sich weiterentwickeln will, stehen einem viele Karrieremöglichkeiten offen.»

Nach seiner Ausbildung erhielt Jérôme Mercet ein Angebot für eine Festanstellung als Verkäufer im Lebensmittelsektor und bat dann um eine Ausbildung zum Verwaltungsleiter. Die Migros sagt Ja dazu. «Ich bin für den Kundendienst und die Kassenabwicklung des Ladens zuständig und leite ein Team von zehn Kassiererinnen. Am Anfang war es nicht leicht, Anweisungen zu geben, weil meine Mitarbeitenden meist älter waren und ich Autorität zeigen musste. Ich habe aber schnell gemerkt, dass man immer den richtigen Ton findet, wenn man zuerst zuhört.»

(Seit 6 Jahren bei Migros Genf) 

Tipp: «Man muss sein Bestes geben. Im Gegenzug bietet die Migros viele Möglichkeiten, sich zu entwickeln.»

Marco Fluri (24), Leiter Wareneingang Verteilbetrieb in Neuendorf

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Marco Fluri überwacht, welche Waren beim Verteilbetrieb der Migros in Neuendorf reinkommen. 

Als Logistiker sorgt Marco Fluri (24) im Hintergrund dafür, dass die Migros-Filialen regelmässig mit Produkten versorgt werden. Der 24-Jährige ist Leiter Wareneingang bei der Migros Verteilbetrieb AG in Neuendorf (SO) – die Drehscheibe für Textilien, Tiefkühlprodukte, Waschmittel, Kosmetik, WC-Papier und für viele andere Produkte im Nichtlebensmittelbereich. «Schon beim Schnuppern war ich begeistert, wie abwechslungsreich die Logistik ist.» Sie biete auch vielfältige Möglichkeiten, sich nach der Lehre weiterzubilden. Fluri wechselte nach der Lehre in den Bereich Wareneingang, zuerst war er Kontrolleur, danach Allrounder. Nach der Weiterbildung zum Logistikfachmann mit eidgenössischem Fachausweis, die er letzten Sommer abschloss, wurde er im Herbst befördert. «Die Migros hat mich in allen Bereichen immer unterstützt. Ich wurde gefordert und gefördert.» Auch die Sozialleistungen seien sehr gut. Was die Zukunft bringe, wisse er noch nicht konkret. «Ich fühle mich bei der Migros sehr wohl und bin überglücklich, Teil meines Teams zu sein.» Weil gerade auch ein grosses Projekt im Verteilbetrieb lanciert wurde, habe er neue Aufgaben übernehmen können. «Dabei kann ich mich auch ganz persönlich weiterentwickeln – es ist eine Schule fürs Leben.»

(Seit 9 Jahren bei der Migros Verteilbetriebe AG in Neuendorf)

Karriere-Tipp: «Immer Vollgas geben. Aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn mal etwas nicht gelingt. Auch  Champions sind an Niederlagen gewachsen!»

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