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Walter Stürm und andere Ausbrecher

Warum uns Ausbrecherkönige faszinieren

Diese Woche startet ein Film über den Schweizer Ausbrecherkönig Walter Stürm. Wir berichten von anderen spektakulären Ausbrüchen und präsentieren Fakten zu Gefängnissen in der Schweiz. 

Text Ralf Kaminski, Monica Müller
Das Ziel jedes Ausbrechers: Die Freiheit auf der anderen Seite. (Getty Images)

Das Ziel jedes Ausbrechers: Die Freiheit auf der anderen Seite. (Getty Images)

Stürms Ausbrecherkarriere

Ganze acht Mal büxte Walter Stürm (1942-1999) aus Gefängnissen aus oder kehrte nach Hafturlauben nicht zurück. Letztmals 1995. Insgesamt befand er sich acht Jahre auf der Flucht. Mal sägte er Gitter oder Fensterriegel durch, mal bastelte er sich Leitern oder seilte sich ab, gelegentlich hatte er wohl Hilfe von aussen.

Besondere Bekanntheit erreichte er durch seinen Ausbruch aus der Strafanstalt Regensdorf ZH kurz vor Ostern 1981. Damals hinterliess er in seiner Zelle einen Zettel mit der Nachricht: «Bin beim Ostereier suchen, Stürm». Und in Freiheit veränderte er jeweils sein Aussehen mit allen möglichen Verkleidungen.

Walter Stürm 1993 im Untersuchungsgefängnis in Brig VS. (Bild: Keystone)

Walter Stürm 1993 im Untersuchungsgefängnis in Brig VS. (Bild: Keystone)

Der Ostschweizer Industriellensohn wurde erstmals mit 20 Jahren straffällig, wegen des Verkaufs gestohlener Autos. Später kamen Einbrüche, bandenmässigen Raub, Diebstähle und ein Banküberfall hinzu. Er sass nicht nur in Schweizer Strafanstalten, sondern auch in Italien, Frankreich und auf der kanarischen Insel Gomera ein.

Stürm lehnte sich regelmässig mit Beschwerden gegen seine Haftbedingungen auf – der Kanton Jura musste wegen ihm 1991 gar eine neue Gefängnisverordnung erlassen. Von linken Kreisen wurde er deshalb zu einer Symbolfigur hochstilisiert– es kam sogar zu Demonstrationen gegen seine Isolationshaft. Diese setzte ihm auch besonders zu. 1999 nahm er sich, erneut in Isolationshaft, im Kantonalgefängnis Frauenfeld TG mit einem Abfallsack das Leben.

Dank intensiver Überwachung werden Gefängnisausbrüche immer schwieriger – gelingen dennoch auch heute noch ab und zu. (Bild: AP)

Dank intensiver Überwachung werden Gefängnisausbrüche immer schwieriger – gelingen dennoch auch heute noch ab und zu. (Bild: AP)

Schweizer Gefängnisse in Zahlen

92 Gefängnisse gibt es insgesamt in der Schweiz, sie verfügen über 7397 Haftplätze.

Das kleinste Gefängnis befindet sich in Appenzell AI mit 5 Haftplätzen, die beiden grössten Gefängnisse sind Champ-Dollon GE mit 398 Plätzen und die Justizvollzugsanstalt Pöschwies ZH mit 397 Plätzen.

Es gibt unterschiedliche Gefängnisarten in der Schweiz, darunter neben geschlossenen Anstalten auch offene sowie Massnahmezentren.

6316 Personen waren am 31. Januar 2021 inhaftiert, was einer Belegungsrate von 85.4 Prozent entspricht. Darunter waren 357 Frauen (5,7%)

Ein Häftling in der Schweiz kostet pro Tag im Schnitt 390 Franken.

4504 Stellenprozente sind für das landesweite Gefängnispersonal derzeit eingeplant , 2794 für die Sicherheit, 465 für die Administration, 748 für Sozialarbeit und Bildung, 197 für den Gesundheitsbereich. 449 entfallen auf externe Mitarbeitende. 

2020 brachen 12 Insassen aus Schweizer Gefängnissen aus. 2 kehrten freiwillig innerhalb einer Woche zurück, 8 wurden innerhalb einer Woche wieder verhaftet, einer bis Ende Jahr. Einer war Ende Jahr noch auf der Flucht. 2019 brachen 19 aus, 2 kehrten freiwillig innerhalb einer Woche zurück, 10 wurden innerhalb einer Woche wieder verhaftet, einer bis Ende Jahr. Einer war Ende Jahr noch auf der Flucht. Der Aufenthalt der verbleibenden 5 wird in der Statistik als unbekannt erfasst. 

Quelle: BFS – Statistik des Freiheitsentzugs (FHE)

Aufseherin befreit Häftling aus Liebe

Geradezu filmreif ist die Geschichte von Angela Magdici und Hassan Kiko. Sie war Wärterin im Gefängnis Limmattal in Dietikon ZH, wo der gebürtige Syrer wegen Vergewaltigung einsass. Zwischen den beiden entwickelte sich eine Liebesbeziehung und schliesslich, in einer Februarnacht 2016, verhalf Magdici Kiko zur Flucht. Dies gelang, weil der einzig andere Diensthabende ordnungsgemäss schlief.

Das Paar flüchtete nach Italien, wurde jedoch fünf Wochen später in der Lombardei geschnappt. 2017 haben sie geheiratet, doch während sie in Freiheit lebt, sitzt er immer noch im Gefängnis. SRF hat dieses Jahr einen DOK-Film über die beiden ausgestrahlt.

Hassan und Angela Kiko im SRF-DOK- Film «Die Aufseherin und der Häftling».  (Bild: SRF)

Hassan und Angela Kiko im SRF-DOK- Film «Die Aufseherin und der Häftling».  (Bild: SRF)

«Alle waren völlig durch den Wind»

Roland Zurkirchen war 2016 Direktor des Gefängnis Limmattal ZH, als Angela Magdici Hassan Kiko zur Flucht verhalf. Für ihn war ihre Flucht ein Schock, aber auch ein bisschen Berufsrisiko.

Wie war der Ausbruch für Sie persönlich?
Wenn so etwas passiert, erschrickt man und macht sich Gedanken, was man vielleicht übersehen hat. Aber letztlich sind die beiden die Leidtragenden – wir hingegen haben viel aus dem Fall gelernt. Für das Gefängnis Limmattal war ihr Ausbruch ein Schock, und er beschäftigt uns nach wie vor. In unseren Kursen zu Nähe und Distanz analysieren wir jeweils dieses Beispiel.

Hatten Sie nach dieser filmreifen Flucht schlaflose Nächte?
So etwas ist Teil des Berufsrisikos und ich war froh, dass es auf der Flucht nicht zu weiteren gröberen Straftaten kam. Sehr zu schaffen machte mir, den Vorfall intern mit den Mitarbeitenden zu verarbeiten. Alle waren völlig durch den Wind, haben sich Gedanken gemacht und sich gefragt: Habe ich etwas übersehen? Solche Gedanken muss man kanalisieren, sonst tun sie einem nicht gut.

Roland Zurkirchen (55) ist Direktor der Untersuchungsgefängnisse des Kanton Zürich.

Roland Zurkirchen (55) ist Direktor der Untersuchungsgefängnisse des Kanton Zürich.

Laut Statistik ist es gar nicht so selten, dass jemand in der Schweiz ausbricht.
Die meisten denken bei Gefängnisausbruch an zusammengeknüpfte Leintücher und eine Flucht aus dem Fenster, aber das sind Bilder aus Filmen. In der Realität bedeuten Ausbrüche meist, dass jemand vom Urlaub nicht zurückgekommen ist. Denn sperrt man jemanden ein, muss man ihn nach und nach in die Freiheit zurückführen. Deshalb ist der erste Drittel einer Haftstrafe in der Regel sehr geschlossen. Beim zweiten gibt es bereits Lockerungsschritte, etwa begleiteten Ausgang. Der dritte erfolgt meistens auf Bewährung. Ausbrüche im ersten Drittel sind sehr selten.

Inwiefern ist es heute erwünscht, dass Aufseher und Aufseherinnen einen persönlichen Umgang mit den Gefangenen pflegen? 
Früher standen Aufseher in der Ecke und beaufsichtigten die Insassen. Heute verlangen wir von unseren Mitarbeitenden, dass sie eine professionelle Nähe eingehen. Damit ist nicht gemeint, dass sie mit ihrer inneren Persönlichkeit und Gefühle auf die Gefangenen zugehen, aber dass sie sie als Menschen wahrnehmen, mit ihnen sprechen, sie betreuen. Bei den Inhaftierten kommt das sehr gut an.

Wie empfinden es die Angestellten?
Es ist eine Herausforderung, die wir eng begleiten mit Weiterbildungen und Supervision. Faktisch ist es eine Erweiterung des Jobs: Ihr Berufsbild wandelt sich vom Sicherheits- hin zum Betreuungsbereich.

Was verspricht man sich davon?
99 Prozent der Inhaftierten werden wieder in die Gesellschaft integriert. Da sollen sie die Zeit vor dem Urteil nicht einfach abhocken. Wir richten die Untersuchungshaft konsequent auf ihre Wiedereingliederung aus. Sonst fällt jemand in alte Muster zurück, und die Rückfallquote ist sehr viel höher. Diese Arbeit müssen wir im Justizvollzug machen, aber wir gehen dabei auch ein gewisses Risiko ein.

Hassan Kiko sitzt noch immer im Gefängnis, in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg AG. (Bild: SRF)

Hassan Kiko sitzt noch immer im Gefängnis, in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg AG. (Bild: SRF)

Im Fall von Angela Magdici und Hassan Kiko ist die Nähe zu weit gegangen. Wie lässt sich das vermeiden?
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen wissen, an wen sie sich in einem solchen Fall wenden können. Es ist menschlich, Gefühle zu entwickeln. Die Frage ist, wie wir als Organisation damit umgehen. Der Fall zeigt unseren Mitarbeitenden, wie es nicht laufen sollte. Aber auch bei der Aufarbeitung des Falls mussten wir immer wieder sagen: Die verschiedenen Türen für andere Wege wären immer offen gewesen.

Was hätte Angela Magdici tun müssen?
Sie hätte ihre Gefühle ihrem Vorgesetzten melden müssen. Dann hätte man ihn wahrscheinlich versetzt. Und dadurch hätte sie Hassan Kiko offiziell besuchen können. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben, diese Situation zu lösen. Sie hatte nicht nur Pflichten als Betreuerin, sondern auch Rechte als Privatperson.

Warum sind uns Verbrecher plötzlich sympathisch, wenn sie erfolgreich ausbrechen?

Peter Schneider (64), Psychoanalytiker und Kolumnist 

«Die Raffinesse und Cleverness ihres Ausbruchs oder gar ihrer Ausbruchsserie macht sie zu einer Art Gentleman-Verbrecher – selbst wenn sie zuvor bei ihren Taten mit einer gewissen Brutalität vorgingen, wie das auch bei Walter Stürm dokumentiert ist. Aber durch ihre Ausbrüche erhalten sie einen eigentümlichen Charme und wirken wie ein den leicht trotteligen Strafverfolgern überlegener Robin Hood oder gar ein Graf von Monte Christo. Dieser sass ja zu Unrecht verurteilt im Gefängnis und rächte sich später dafür.

Es spielen da also Ausbrechermythen hinein – und vielleicht auch eine gewisse Bewunderung für Leute, die nun nicht mehr arbeiten müssen, sondern irgendwo in der Karibik mit dem erbeuteten Geld ihr Leben geniessen können. Im Fall von Stürm kam noch eine polizeikritische Idealisierung hinzu, die viel mit der politischen Stimmung der 1980er-Jahre zu tun hatte.

Es hängt jedoch schon von der Art der Tat ab, ob dieser Effekt spielt. Der Ausbruch eines Mörders oder Kinderschänders dürfte kaum so wahrgenommen werden. Das passiert nur bei Eigentumsdelikten. Und idealerweise war nicht eine arme alte Frau das Opfer, sondern eine reiche Bank.»

Trailer zum Film «Stürm – Bis wir tot sind oder frei»

Weitere spektakuläre Gefängnisausbrüche

Frank Lee Morris, John Anglin und Clarence Anglin gelang 1962 mit der Flucht von der Gefängnisinsel Alcatraz in der Bucht von San Francisco wohl der berühmteste Gefängnisausbruch der Geschichte. Die drei Männer hatten gemeinsam mit einem vierten zwei Jahre lang einen Tunnel gegraben und bauten zusätzlich ein Floss. Am Tag der Flucht legten sie Puppen in ihre Betten, so dass die Flucht erst am nächsten Morgen bemerkt wurde. Bis heute ist unklar, ob sie überlebt haben oder während der Überfahrt ertrunken sind, denn Teile des Flosses wurden später in der Bucht gefunden.

Der Helikopter, mit denen drei IRA-Mitgliedern 1973 die Flucht gelang. (Bild: Getty Images)

Der Helikopter, mit denen drei IRA-Mitgliedern 1973 die Flucht gelang. (Bild: Getty Images)

Eine der spektakulärsten Fluchten gelang drei IRA-Mitgliedern im Oktober 1973 aus dem Mountjoy-Gefängnis in Dublin. Zwei andere IRA-Mitglieder entführten einen Helikopter samt Pilot und zwangen diesen, direkt im Gefängnishof zu landen. Aufseher schöpften zunächst keinen Verdacht, weil man eine Delegation des Verteidigungsministers erwartete. Während andere Gefangene im Hof eine Rauferei anzettelten, stiegen die drei IRA-Mitglieder unbehelligt in den Helikopter und flogen davon. Der Pilot wurde unversehrt freigelassen. Alle drei wurden jedoch später erneut festgenommen. 

Den «Texas Seven» gelang 2000 die Flucht – aber nicht für lange. (Bild: Getty Images)

Den «Texas Seven» gelang 2000 die Flucht – aber nicht für lange. (Bild: Getty Images)

Legendär ist auch der Ausbruch der «Texas Seven». Sie flohen im Dezember 2000 aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Texas. Zuerst gelang es ihnen, in der Gefängniswerkstatt, elf Wärter zu überwältigen und einzusperren. Dann drangen sie als Elektriker verkleidet in ein Wachhaus ein und überwältigten auch dort das Personal. Von dort aus öffneten sie das Gefängnistor und flohen mit einem Lieferwagen und vielen gestohlenen Waffen. Alle konnten später jedoch wieder verhaftet werden – die meisten sind inzwischen hingerichtet worden.

Ein veritabler Ausbrecherkönig wie Walter Stürm war der Japaner Yoshi Shiratori (1907-1979). Viermal in drei Jahren brach er aus dem Gefängnis aus und tat dies jeweils mit kreativen Mitteln. Einmal nutzte er Miso-Suppen, um seine Handschellen und ein Inspektionsloch in der Türe zu verrosten, ein anderes Mal verwendete er ein Stück Blech, um die Holzdielen seiner Zelle durchzusägen, mit einer Schüssel schaufelte er sich einen Tunnel. Er starb 1979 an einem Herzinfarkt, in Freiheit.

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Ein Stofflaken hängt am 19. Mai 2014 über einem Drahtzaun an der Justizvollzugsanstalt Moabit in Berlin. Am frühen Morgen waren von dort zwei Gefangene geflohen. (Bild: Paul Zinken/dpa)

Ein Ausbruchsklassiker gelang zwei Häftlingen des Berliner Gefängnisses Moabit im Mai 2014. Erst zersägten sie die Gitterstäbe in ihren Zellen, dann seilten sie sich mit Hilfe von Bettlaken und Handtüchern ab und überwanden schliesslich auch noch eine hohe Mauer und einen Stacheldrahtzaun. Doch zwei Monate später wurden sie wieder gefasst.

Besonders kreativ war der Betrüger Neil Moore, der 2014 in einem Gefängnis südwestlich von London seine eigene Freilassung anordnete. Mit einem in die Zelle geschmuggelten Smartphone erstellte er eine Website, die der offiziellen der Justizbehörden ähnelte – und schickte von dieser Domain aus eine Mail ans Gefängnis. Dieses liess ihn daraufhin tatsächlich frei. Allerdings stellte er sich drei Tage später freiwillig der Polizei.

Eher schon eine rabiate Befreiung als ein Ausbruch fand 2013 in der Haftanstalt in Orbe VD statt. Zwei Komplizen eines Mitglieds der Juwelenräuberbande «Pink Panther» durchbrachen mit Autos ein Tor der Gefängnismauer und ermöglichten dem Häftling und einem Kollegen mit Hilfe von Leitern die Flucht über den Sicherheitszaun, während sie das Sicherheitspersonal mit Maschinengewehren in Schach hielten. Anschliessend flüchteten sie gemeinsam in einem der Autos, während sie das andere anzündeten. Gut einen Monat später jedoch wurden sie erneut gefasst.

Lucky Luke ist es einmal mehr gelungen, die ausgebrochenen Daltons wieder zu erwischen. (Bild: Keystone)

Lucky Luke ist es einmal mehr gelungen, die ausgebrochenen Daltons wieder zu erwischen. (Bild: Keystone)

Ausbruchsklassiker aus Film, Fernsehen und Comic

Geradezu notorische Ausbrecher sind die Daltons, die vier kriminellen Brüder aus den «Lucky Luke»-Comics. Oft beginnen die Geschichten mit einem Ausbruch der Ganoven aus dem Gefängnis und der Aufgabe für Lucky Luke, sie wieder hinter Gitter zu bringen. Was ihm zwar zuverlässig gelingt – aber nie für lange.

The Shawshank Redemption (1994): Ein unschuldig lebenslang verurteilter Banker (Tim Robbins) gräbt sich nach jahrelanger Gefangenschaft einen Tunnel in die Freiheit. Mehrfach preisgekröntes Filmdrama nach einem Roman von Stephen King.

Der Trailer zur Neuverfilmung von «Papillon» aus dem Jahr 2017.

Papillon (1973/ 2017): Ein im Zusammenhang mit einem Mord verurteilter Franzose (Steve McQueen/Charlie Hunnam) wird in einer Strafkolonie in Französisch Guyana deportiert. Nach diversen gescheiterten Fluchtversuchen, riskiert er schliesslich sein Leben, um es doch noch in die Freiheit zu schaffen. Basierend auf dem Roman von Henri Charrière (1906-1973), der darin seine eigene Geschichte verarbeitet hat. 

Prison Break (2005-2017): Michael Scofield (Wentworth Miller), der beim Bau einer Strafvollzugsanstalt mitgewirkt hat, überfällt eine Bank, um in eben diese Anstalt zu kommen, in der sein Bruder (Dominic Purcell) wegen Mordes festsitzt. Scofield ist von dessen Unschuld überzeugt und hat sich vor dem Banküberfall die Pläne des Gefängnis auf den Oberkörper tätowieren lassen – auf diese Weise hofft er, seinem Bruder beim Ausbruch helfen zu können. Die Hit-Serie besteht aus 90 Episoden, verteilt über fünf Staffeln, und einem Spielfilm.

Sean Connery und Nicolas Cage in «The Rock». (Bild: Keystone)

Sean Connery und Nicolas Cage in «The Rock». (Bild: Keystone)

The Rock (1996): Ein etwas ungewöhnlicher Vertreter des Genres. Ein schon etwas betagter Gefängnisinsasse (Sean Connery), dem einst die Flucht von Alcatraz gelang, soll einem Team von Spezialisten (geleitet von Nicolas Cage) helfen, dort unbemerkt einzubrechen. Denn auf der Gefängnisinsel hat sich ein General (Ed Harris) mit ein paar Getreuen verbarrikadiert und droht mit einem Nervengasangriff auf San Francisco.

Eine Ausbruchsszene aus «Toy Story 3»

Toy Story 3 (2010): Die Spielzeuge des inzwischen 17 Jahre alt gewordenen Andy werden ausrangiert und landen als Spende in einer Kindertagesstätte. Die Kita entpuppt sich nicht nur als höllisch, sondern steht unter der Kontrolle eines diktatorischen Teddybären – es ist ein regelrechtes Gefängnis! Aus dem die Spielzeuge nun unbedingt entkommen wollen. Kreative Fortsetzung des Pixar-Animationsklassikers. 

«Orange is the new Black» zeigt den Alltag in einem amerikanischen Frauengefängnis. (Bild: Keystone)

«Orange is the new Black» zeigt den Alltag in einem amerikanischen Frauengefängnis. (Bild: Keystone)

Ausbrüche passieren hier zwar nicht, aber «Orange is the new Black» (2013-2019) und «Oz» (1997-2003) gehören zu den besten Gefängnisserien aller Zeiten. Sie zeigen den Alltag, die Rivalitäten und Dramen in einem Frauen- und einem Männergefängnis in den USA.

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