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Tee trinken

So wirst du die Blasenentzündung schnell wieder los

Sie brennt grässlich und trifft jede Frau früher oder später: die Blasenentzündung. Mit unseren Tipps vermeidest du sie das nächste Mal hoffentlich oder wirst sie schnell wieder los.

Text Jeanette Kuster
Bei einer Blasenentzündung hilft vor allem etwas: Viel trinken, am besten Tee. (Bild: iStockphoto)

Bei einer Blasenentzündung hilft vor allem etwas: Viel trinken, am besten Tee. (Bild: iStockphoto)

Warum bekommen Frauen häufiger eine Blasenentzündung als Männer?

Frauen haben eine deutlich kürzere Harnröhre als Männer, deshalb sind sie anfälliger für Blasenentzündungen. Auch die Nähe der Harnröhre zum Darmausgang spielt eine Rolle, denn meist sind Darmbakterien die Auslöser für die Erkrankung.

Riskiert man wirklich eine Blasenentzündung, wenn man im Winter kalte Füsse hat?

Hattest du schon mal eine Blasenentzündung?

«Eine medizinische Erklärung für das Phänomen gibt es nicht, aber tatsächlich erzählen mir Patientinnen oft, dass sie nach einer Unterkühlung eine Blasenentzündung bekommen haben», sagt Cesar Winnicki, Facharzt für Innere Medizin FMH in der Aeskulap Praxis in Zug. Neben kalten Füssen kann auch ein neuer Partner ein Auslöser sein: Meist hat man zu Beginn der Beziehung mehr Geschlechtsverkehr, ­und dabei gelangen bisweilen E.-coli-Bakterien vom Darmausgang zur Harnröhre. Auf Englisch gibt es dafür sogar eine eigene Bezeichnung: «Honeymoon Disease», zu Deutsch Flitterwochen-Krankheit. Die Lösung: Nach dem Sex so bald wie möglich pinkeln gehen, das spült die Bakterien gleich wieder hinaus.

Wie kann man eine Blasenentzündung selbst behandeln?

«Das Allerwichtigste ist, viel zu trinken», sagt Cesar Winnicki, «ausserdem sollte man sich warm einpacken.» Gute pflanzliche Medikamente zur Selbstbehandlung sind laut Winnicki Angocin und Cystinol, die auf Kapuzinerkresse beziehungsweise Beerentraubenblätter setzen. Und die Natur hält noch weitere Hilfsmittel bereit: «Auch Schachtelhalm- und Goldrutentee sowie Preiselbeersaft können helfen.» Bei ersten Symptomen hat sich D-Mannose bewährt: Das Monosaccharid hindert die Bakterien daran, sich an der Blasenschleimhaut festzusetzen.

Für Prävention und Schmerzlinderung

Spielt das Alter eine Rolle?

Tatsächlich steigt das Risiko für Blasenentzündungen in der Menopause. «Aufgrund des Östrogenmangels werden die Schleimhäute schlechter durchblutet, was das Risiko für Harnwegsinfekte erhöht», sagt Winnicki.

Wann muss man zum Arzt?

«Treten neben den Blasenbeschwerden auch Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen in der Lendengegend auf, sollte man dringend zum Arzt gehen, denn das deutet auf eine Nierenbeckenentzündung hin», so Winnicki. In einem solchen Fall ist eine Antibiotikatherapie unumgänglich. «Bei leichteren Blasenentzündungen hingegen versucht man heute wann immer möglich, darauf zu verzichten, da Antibiotika oft andere Beschwerden wie Pilzinfektionen nach sich ziehen.»

Hier findest du mehr zu Infektionskrankeiten

Mehr zur Blasenentzündung und zu vielen anderen Infektionskrankheiten erfährst du auf iMpuls.

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