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Cargo sous terrain

Bekommt die Schweiz eine U-Bahn für Güter?

Bis zum Jahr 2045 soll ein grosser Teil des Schweizer Güterverkehrs durch unterirdische Tunnel rollen. Das gigantische Projekt Cargo sous terrain kommt jetzt vors Parlament.

Text Michael West
Autonom unterwegs: Rollende Container sollen die Fracht durch ein unterirdisches Tunnelsystem befördern.

Autonom unterwegs: Rollende Container sollen die Fracht durch ein unterirdisches Tunnelsystem befördern.

Das riesige Vorhaben mutet an wie Science-Fiction: Die Schweiz bekommt eine unterirdische Güterbahn; das Tunnelsystem erstreckt sich vom Boden- bis zum Genfersee, mit Ablegern in Basel, Luzern und Thun.

In 24 Jahren soll das Riesenprojekt realisiert sein: Autonom fahrende Elektrovehikel bewegen sich dann durch sechs Meter breite Röhren. Sie befördern Waren mit maximal 40 Stundenkilometern, denn es geht nicht um hohes Tempo, sondern vor allem um einen möglichst kontinuierlichen Verkehrsfluss. An sogenannten Hubs gelangt die Fracht an die Erdoberfläche und wird dort von anderen E-Fahrzeugen weiter verteilt – zum Beispiel zu Supermärkten oder auch zu Privatleuten, die online Produkte bestellt haben.

Das Vorhaben Cargo sous terrain soll einen grossen Teil der Gütertransporte unter den Boden verlagern, Staus und Lärm auf den Strassen vermindern und die Umwelt entlasten.

Video: So soll Cargo sous terrain funktionieren

Cargo sous terrain (CST) bietet ein unterirdisches Gesamtlogistiksystem mit drei Komponenten — Tunnel, City-Logistik und Steuerung mit intelligentem IT-System.

Der Bundesrat hat das Projekt nun ans Parlament weitergereicht. Bis Ende des Jahres soll ein Gesetz dazu erlassen werden; die Aktiengesellschaft hinter Cargo sous terrain kann anschliessend auf Bundesebene eine Bewilligung beantragen. Für 2026 sind dann die Tunnelbohrungen für die erste Teilstrecke geplant, die Zürich mit dem Raum Härkingen/Niederbipp verbindet.

Migros als Hauptaktionärin

33 Milliarden Franken wird das Jahrhundertprojekt gekostet haben, wenn es 2045 dereinst fertiggestellt ist. Die Wirtschaft finanziert Cargo sous terrain. In der ersten Phase sind 15 Hauptaktionäre die wichtigsten Investoren, zu denen auch die Migros gehört.

Doch warum beteiligt sich die Detailhändlerin an diesem Logistikvorhaben? «Wir unterstützen Cargo sous terrain, weil dieses neuartige Transportsystem der Umwelt nützen, die Verkehrswege entlasten und die Lebensqualität in den Städten verbessern kann», erklärt Fabrice Zumbrunnen, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bunds. «Ausserdem hilft es uns, in Zukunft noch schneller Produkte in die Filialen und damit zu den Kundinnen und Kunden zu bringen.»

Seit Jahren setzt die Migros auf umweltfreundliche Transportmittel, lenkt Warenströme von der Strasse aufs Schienennetz. Sie ist darum auch die wichtigste private Kundin von SBB Cargo. Mit Cargo sous terrain entsteht nun ein weiteres ökologisches Transportsystem, mit dem die Detailhändlerin ihre Güter befördern wird.

Engagement Migros

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Die Migros fördert seit Jahren innovative und wagemutige Projekte. Sie tut es über Engagement Migros, den freiwilligen Förderungsfonds der Unternehmen der Migros-Gruppe. Er existiert in dieser Form seit 2012. Die Idee dazu geht aber viel weiter zurück: Auf Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler. 

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