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Eine tolle Knolle

Kartoffeln – vielseitiges Nachtschattengewächs

«Aus der Region.»-Produzent Pius Oberle aus Full-Reuenthal schätzt die Vielseitigkeit der Kartoffeln. Die Migros Basel beliefert er jedes Jahr mit den frischen Knollen.

Von aussen ist die Kartoffel unscheinbar, fast schon unattraktiv. Doch sie ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt. Jährlich werden weltweit etwa 300 Millionen Tonnen geerntet. Daneben wird sie aber auch als Futtermittel und Industriestoff verwendet.

Von der Topfpflanze zum Nahrungsmittel
Wie so vieles, was heute von unserem Speisezettel kaum wegzudenken ist, kommt die Kartoffel ursprünglich von weit her. Spanische Eroberer und englische Seeleute brachten die Pflanze, die seit 6000 Jahren in Südamerika angebaut wird, nach Europa. Da man im 16. Jahrhundert nichts mit ihnen anzufangen wusste, wurde sie als Zier- und Topfpflanze gezogen. In die Schweiz soll die Kartoffel etwa 1590 im Gepäck von Schweizer Gardisten eingewandert sein.

45 Kilogramm pro Kopf
Weil das Nachtschattengewächs roh ungeniessbar ist, waren die Menschen lange skeptisch. Der Durchbruch kam erst mit Beginn der Industrialisierung als die Bevölkerung explosionsartig wuchs und die günstigen Knollen die Menschenmassen ernähren konnten. Für uns ist die Kartoffel auch heute noch eins der wichtigsten Nahrungsmittel: stolze 45 Kilogramm essen Herr und Frau Schweizer jährlich pro Kopf.

Kartoffeln passen immer
Kein Wunder, denn die Erdäpfel, wie sie auch heissen, sind vielseitig verwendbar. Sie bestehen zu gut drei Vierteln aus Wasser und haben fünfmal weniger Kalorien als Reis oder Teigwaren. «Kartoffeln gehen eigentlich immer», sagt auch Pius Oberle. «Man kann daraus Rösti, Pommes frites, Gratin, Gschwellti oder Kartoffelstock machen – es wird nie langweilig.» In Full-Reuenthal (AG) betreibt der Landwirt zusammen mit seiner Frau den Hof, den schon sein Vater und Grossvater geleitet haben. Neben Zuckerrüben, Getreide, Mais, Erbsen, Bohnen und Obst wachsen dort auch die Kartoffeln, die er der Migros Basel liefert.

Wie viele Augen?
Die Kartoffelernte, bei der regelmässig Freunde aus der Nachbarschaft mithelfen, beginnt bald. Vorher macht Pius Oberle noch letzte Probegrabungen, um Qualität und Quantität der Kartoffeln bei Erntebeginn abschätzen zu können. Ist die Knolle schön rund oder hat sie Verwachsungen? Ist sie dick- oder dünnschalig? Sieht man Wachstumsrisse? Wie viele Augen hat sie und wie tief sind diese? Hat sie grüne Stellen? Ist sie gross genug? Mit einem genauen Blick und einer Schablone prüft der Landwirt die Kartoffeln.

Gute Ernte in Aussicht
«Wie schon in den vergangenen Jahren war es ein sehr trockener Sommer, weshalb wir zusätzlich viel wässern mussten. Doch ich glaube, die Ernte wird in diesem Jahr gut», sagt er. Alle Maschinen, die Oberle dafür benötigt, teilt er sich mit zwei befreundeten Bauern aus der Region. «Wir helfen uns gegenseitig. » Rund 200 Tonnen Kartoffeln holt er jedes Jahr aus dem Boden und liefert sie in die Migros Basel. 
 

Rösti, Pommes, Gratin oder Gschwellti – mit Kartoffeln wird es nie langweilig.

Pius Oberle, Landwirt