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Migros - Ein M besser

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Frischer Rhabarber

Fruchtige Stangen mit Wachstumsschub

Der Oberwiler Landwirt Daniel Stebler liefert der Migros Basel neben Zwiebeln, Kohl und Kürbis ab Ostern neu frischen Rhabarber.

Er ist ein klar erkennbares Zeichen dafür, dass der Frühling da ist. Durch das dichte, dunkelgrüne Blätterdach leuchten die roten Stängel des Rhabarber und machen sofort Lust auf fruchtige Speisen. So auch auf einem kleinen Feld oberhalb von Oberwil BL, das der Familie Stebler gehört. Noch sind nicht alle Stangen ganz ausgewachsen, doch das kann schnell gehen. In den nächsten Tagen kann Daniel Stebler mit der Ernte beginnen. Als einer von 15 Landwirten, die der Genossenschaft bäuerlicher Gemüseproduzenten Baselland angehören, betreibt Daniel Stebler Ackerbau und versorgt die Migros Basel mit Zwiebeln, Kohl, Kürbissen – und neu Rhabarber.

«2018 haben wir Wurzelstücke gesetzt, vergangenes Jahr wuchsen die Pflanzen gut, doch ernten kann man sie erst in diesem Jahr», erklärt Stebler. Nach dem Einsetzen der Stecklinge, die aus alten Wurzelstöcken geschnitten werden, dauert es in der Regel zwei bis drei Jahre, bis die ersten Stangen geerntet werden können. Erntereif ist Rhabarber, wenn die Stängel eine Länge von rund 50 Zentimetern aufweisen. Ein weiterer Indikator ist das Blatt: Ist es ausgebreitet, ist die Stange erntereif. Geerntet wird, indem man die Stange einfach aus dem Boden dreht. Die Blätter werden anschliessend mit einem Messer vom Stiel getrennt. Ein bisschen Grün lässt man am Stängel, damit dieser weniger austrocknet.

Erntezeit dauert bis Johannistag 

Während die frisch geschnittenen Stangen noch am gleichen Tag in die Migros geliefert werden, landen die abgeschnittenen Blätter als Dünger unter der Pflanze. Das bewahrt den Boden vor dem Austrocknen. Denn in der Erntezeit benötigt Rhabarber feuchten Boden. Ernten darf Daniel Stebler übrigens nur bis 24. Juni, denn die alte Bauernweisheit «Kirschen rot, Spargel tot» gilt auch für Rhabarber. Spätestens am Johannistag, dem 24. Juni, wenn die Kirschen in der Regel rot werden, sollte man mit dem Ernten aufhören. Dann legt der Rhabarber nochmals einen Wachstumsschub ein. Der ist nötig, um genügend Reserven und Kraft für das folgende Jahr zu sammeln.

Früher Medizin, heute Dessert

Ursprünglich in Asien beheimatet, kam der Rhabarber erst im 18. Jahrhundert nach Europa, wo er zuerst in England zu medizinischen Zwecken angebaut wurde. Erst das Sinken des Zuckerpreises hatte dazu geführt, dass süsse Rhabarbergerichte ihren Weg in die Haushalte fanden. Inzwischen ist der Rhabarber aufgrund seines erfrischenden, pikant-säuerlichen Geschmacks sowie des geringen Kaloriengehalts nicht mehr aus den Schweizer Küchen wegzudenken. Auch wenn er botanisch gesehen zu den Gemüsen gehört: Man kann es nur schwer glauben, wenn man an die süssen Desserts denkt, die man mit Rhabarber zaubern kann. Die bekanntesten Zubereitungen sind Konfitüren, Kompott und Kuchen. Darüber hinaus wird Rhabarber auch zu Saft oder Most verarbeitet.

Am liebsten esse ich Rhabarber in Form einer Rhabarberwähe.

Daniel Stebler, Landwirt
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Bauer Daniel Stebler aus Oberwil BL freut sicht auf seine erste Rhabarberernte.

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