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Migros - Ein M besser

Birnen aus Bioanbau

Obstbauer aus Leidenschaft

Bereits in dritter Generation baut Christian Vogt auf seinem Betrieb Biobirnen an. Erhältlich sind die sensiblen Früchte unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» seit 2016 in den Filialen der Migros Basel.


Die Kunst des Pflückens
Langsam geht die Sonne auf über dem Dorf Remigen im Kanton Aargau. Die meisten liegen noch friedlich in den Federn. Nicht so Christian Vogt und sein Team. Bereits am frühen Morgen haben sie nur ein Ziel: so viele Birnen wie möglich zu ernten. Bis zu elf Personen pflücken die Früchte einzeln von den Bäumen. Wer denkt, dass dabei nicht viel zu beachten wäre, liegt falsch: «Wichtig ist, dass wir die Birnen immer mit Stiel pflücken, da sie sonst faul werden», erklärt Christian Vogt, während er eine Birne behutsam mit einer eleganten Bewegung vom Baum löst.

Nicht nur als Schnaps ein Genuss
Von August bis Oktober ernten der Landwirt und seine fleissigen Helferinnen und Helfer die berühmte Williamsbirne. Bei dieser Sorte spielt der Zeitpunkt der Ernte eine wichtige Rolle, denn sie tendiert dazu, frühzeitig vom Baum zu fallen. Deswegen wird sie auch als «Tropfsorte » bezeichnet. Die Williamsbirne hat vor allem durch den gleichnamigen Schnaps Bekanntheit erlangt, dabei schmeckt sie dank ihres zarten Aromas auch frisch vom Baum hervorragend. Ist die Saison der Williamsbirne vorüber, folgen Sorten wie Conférence und Kaiser. Birnen können bis im Frühjahr geerntet und verkauft werden.

Risiken beim Umstieg auf Bioproduktion
Christian Vogt ist Obstbauer aus Leidenschaft. Schon sein Grossvater hat in Remigen Früchte angebaut. Der Hof war in den späten 90er-Jahren einer der ersten Obstbaubetriebe, der auf Bioanbau umgestiegen ist. An die Beweggründe für den Wechsel kann sich Christian Vogt noch gut erinnern: «Zum einen wurde die Nachfrage nach Bioprodukten immer grösser, und zum anderen wollten wir nachhaltig und umweltfreundlich produzieren.» Zu Beginn sorgte die Umstellung aber für Verunsicherung: «Da wir nicht wussten, ob die ganze Ernte kaputtgehen würde, haben wir zuerst nur einen Teil des Anbaus auf Bio umgestellt.» Heute produziert der Betrieb jährlich 1000 Tonnen Biobirnen und -äpfel, wovon 45 Tonnen Birnen unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» an die Migros Basel geliefert werden.

Schutz vor Hagel und Frost
Um diese riesige Menge Obst vor den Gefahren der Natur zu schützen, hat Vogt einiges unternommen. Über dem 15 Hektar grossen Obstgarten hängen hagelsichere Netze. Ausserdem bleiben die Blüten der Birnbäume im Frühling dank einer Bewässerungsanlage vor Frost geschützt: «Die Bäume werden mit Wasser bespritzt, das anschliessend gefriert, die Blüten in einer Eisschicht einschliesst und so schützt», erklärt Vogt. Sobald die Frostperiode überstanden ist und die Temperaturen wieder über null Grad steigen, taut das Eis ab und die Bewässerung wird eingestellt. Hervor kommt eine intakte Blüte und später hoffentlich eine saftige Biobirne mit viel Geschmack.

Birnen müssen beim Pflücken wie rohe Eier behandelt werden.

Christian Vogt, Biobauer

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