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Migros - Ein M besser

29.09.2020 - News Ohne Bewegung läuft nichts

Pausen macht Nicole Prell wenige. Sie geht mit Vollgas durchs Leben, sei es als ehemalige Profi-Skifahrerin oder als Leiterin Fitness bei der Migros Aare. Im November ist der erste Migros-Fitnessclub aufgegangen. Wer ist die Frau hinter den Fitnesscentern, die von sich selbst sagt, sie schinde sich gerne?

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Ziemlich sicher hat Nicole Prell mehr Zeit in Sportoutfits verbracht als in Alltagskleidern. Sie ist Leiterin Fitness bei der Migros Aare und in dieser Funktion auch für die neue Marke Migros-Fitnessclub verantwortlich. Bewegung steht bei ihr seit ihrer Kindheit im Vordergrund. Mit ihren Eltern und ihrer Schwester ging sie regelmässig Ski fahren. Bald war sie so gut, dass sie zur deutschen Ski-Nationalmannschaft gehörte. Ihren ersten prägenden Erfolg hatte Nicole Prell als 12-Jährige, als sie bayerische Meisterin wurde und ihr erstes internationales Rennen fuhr. Später wurde die gebürtige Regensburgerin während eines Auslandsaufenthalts in Australien sogar australische Meisterin. Für die Olympischen Spiele hat es trotzdem nicht gereicht. «Das war ernüchternd und tat weh», sagt die 50-Jährige mit dem herzlichen Lachen.

Nordic-Walking-Boom ausgelöst

Die Zeit im Skisport habe sie schon stark geprägt. «Du lernst, alles zu geben und durchzuhalten.» Aufgeben kommt für Nicole Prell noch heute nicht in Frage. Wichtig sei, dass man es immer wieder probiere, sagt sie. Das half ihr später auch im Berufsleben. Trotz eines Traumjobs in einer Reha-Klinik, in der die damalige deutsche Fussballnationalmannschaft oder Boris Becker ein- und ausgingen, zog es die Sportwissenschafterin weiter. 
Per Zufall kam sie zur noch unbekannten Sportart Nordic Walking. Der Nordic-Walking-Boom ist ihrem damaligen Partner und ihr geschuldet. «Am Anfang war es hart, wir wurden ausgelacht. Aber wir haben daran geglaubt, dass es funktioniert.» Und wie es funktioniert hat: Innerhalb von drei Jahren, in denen sie «gearbeitet hätten wie die Ochsen», hat sie weltweit 1’500 Nordic-Walking-Trainer ausgebildet, einen Verein gegründet, drei Bücher geschrieben und zwei DVDs gedreht. Ihre Sturheit kam ihr da zu Gute. «Wenn ich an etwas glaube, lasse ich mich kaum davon abbringen.»

Neue Marke Fitnessclub

Über einen Umweg als Vertriebs- und Marketingleiterin bei Schuberth Motorradhelme kam Nicole Prell vor zweieinhalb Jahren in die Schweiz – der Liebe wegen. Ihren Partner lernte sie privat auf dem Golfplatz kennen. Der Motor Nicole Prell läuft auch bei der Migros Aare weiter. Und wie: Im November wurde im Herzen von Bern das Flagship des Migros Fitnessclub eröffnet. Der Verkauf ist äusserst positiv angelaufen. „Die Verkaufsziele wurden stark übertroffen – aber wir sind noch von der Kapazitätsgrenze der Anlage entfernt – es hat also noch Platz“ zeigt sich Prell erfreut. Und sie fügt an: «Ich bin gerne erfolgreich, das ist es, was mich antreibt.» Sie, die auch einen MBA in Betriebswirtschaft hat, gibt ihrem Team viel Freiraum. «Manchmal könnte ich noch etwas besser zuhören», sagt sie. Für jemanden wie sie, der ständig Vollgas gibt und mehrere Dinge nebenher macht, nicht immer einfach. «Ich schinde mich gerne», gibt sie zu, und sie sei leidensfähig. «Aber ich muss schon mit meiner Energie haushalten», sagt Nicole Prell. 
Zu Hause in Rubigen beim Kochen oder an Konzerten tankt sie auf. Und natürlich beim Skifahren, das spiele immer noch eine grosse Rolle. «Aber ich kehre etwas mehr ein als früher.» Zur Freude ihres Partners. 
 

Migros-Fitnessclub

Der Migros Fitnessclub löst die bestehenden Flower-Power-Fitnesscenter ab. Eines nach dem anderen wird umgewandelt. Das Rebranding ist voraussichtlich im August abgeschlossen. Neben der Marke Migros Fitnessclub gehören auch drei Only Fitness, drei Migros Fitnessparks und das Bernaqua zur Migros Aare. 

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