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September 2020 Im virtuellen Klassenzimmer

Während des Lockdowns stellte die Klubschule Migros Aare teilweise auf Online-Unterricht um – wie die Japanisch-Lehrerin Chisako Schöchli. So konnten ihre Teilnehmenden in Videokonferenzen auch mal ihre Gegenstände aus der Wohnung zeigen und auf Japanisch erklären. Und die ganze Klasse inklusive Lehrerin ist nun «digital auf der Höhe».

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Chisako Schöchli winkt ab, nein, nein, ein «digital native» sei sie nicht. Aber die Japanisch-Lehrerin der Klubschule Migros Aare kniete sich digital rein, um ihre Teilnehmenden während der Schulschliessung weiterhin unterrichten zu können. «Ich fand es spannend, Neues zu lernen und den Unterricht online abzuhalten.» Wegen der Coronavirus-Pandemie verlegte die 50-Jährige ihre Lektionen von der Welle7 beim Berner Hauptbahnhof in ein virtuelles Klassenzimmer. 
Zwar war der Online-Unterricht ab April eine Massnahme in der Not, weil der Lockdown länger dauerte als erwartet. Doch mit der Zeit zeigten sich auch Vorteile. «Man verliert keine Zeit mit Pendeln und kann sofort zu Hause anfangen.» Der Unterricht wurde teilweise sogar persönlicher: «Sonst zeigen wir Fotos, um die Familie vorzustellen und Begriffe wie Mann oder Sohn zu lernen. Diesmal habe ich einfach unseren Sohn Leo vor die Kamera gebeten», erzählt Chisako Schöchli lachend. Oder die Teilnehmenden konnten Dinge aus ihrem Zimmer zeigen und auf Japanisch erklären.  
Denn die Sprachlehrerin möchte mit ihren Teilnehmenden nicht nur Grammatik büffeln, sondern auch die Kultur Japans vermitteln. Im Online-Unterricht probierte Chisako Schöchli zudem die Quiz-App «Kahoot» aus oder zeigte YouTube-Filme. Die Hausaufgaben erhielt die Lehrerin per WhatsApp- oder Mail-Nachricht und schickte ein Foto der korrigierten Seite wieder an die Teilnehmenden zurück. «Nur der soziale Aspekt, der hat allen mit der Zeit gefehlt», das Lachen oder die Nachfragen zwischendurch bei freien Konversationen oder die Gespräche auf dem Gang nach dem Kurs.

Keine Angst vor Neuem
Der digitale Unterricht war für die Klubschul-Lehrkräfte freiwillig. Um die Lehrpersonen darauf vorzubereiten, bot die Klubschule technische und methodisch-didaktische Seminare zu dieser neuen Unterrichtsform an. Zudem bildete sich Chisako Schöchli selber weiter, indem sie online Schulungen auf Japanisch besuchte oder sich mit anderen Lehrpersonen austauschte. So dauerte es nicht lange, bis sie ihre Schülerinnen und Schüler per Videokonferenz unterrichten konnte. «Besonders genial fand ich die Break-Out-Funktion», erzählt sie. Dabei teilt man die Leute in verschiedene Zimmer ein, und die Lehrperson wandert virtuell von einem Schulzimmer ins nächste. «Gruppenarbeiten sind eine gute Abwechslung – ob digital oder im Präsenzunterricht.» 
Nachdem die Teilnehmenden «die Anfangshemmungen verloren hatten, schätzten sie es, dass sie weiterhin Japanisch-Lektionen besuchen konnten», sagt Chisako Schöchli. Nur ein Lernender wollte nicht am digitalen Unterricht teilnehmen. Er stieg im Juni wieder ein, als er ins richtige Klassenzimmer sitzen konnte.
Seit 12 Jahren unterrichtet Chisako Schöchli an der Klubschule Migros Aare Japanisch. Sie könnte sich vorstellen, dass nun vermehrt digitale Angebote genutzt werden, «vor allem von Leuten mit wenig Zeit». Sie ist indes froh, sitzen ihre Schülerinnen und Schüler wieder – mit genügend Abstand – im gleichen Raum. «Das Menschliche hat im virtuellen Klassenzimmer schon gefehlt, und eine Stunde lang in den Bildschirm zu schauen, war anstrengend», findet sie. «Dafür sind wir digital nun alle auf der Höhe, die Teilnehmenden und ich.»

Online-Angebote der Klubschule Migros Aare

Während des Lockdowns bis zu den Sommerferien und darüber hinaus fanden über 400 Kurse und Lehrgänge online statt. Knapp 200 Lehrpersonen erteilten über 3'000 Lektionen. «Viele Lehrpersonen und Teilnehmende, welche sich vor wenigen Monaten keinen oder kaum Online-Unterricht vorstellen konnten, unterrichten und lernen heute mit einer grossen Selbstverständlichkeit. Mit Offenheit und Engagement haben sie den Schritt zum Online-Unterricht erfolgreich umgesetzt», erzählt Adrian Sommer von der Klubschule Migros Aare. Das soll mit der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts nicht einfach vorbei sein. «Wir werden das weiter unterstützen, begleiten und fördern», sagt der Leiter Produktemanagement. Er glaubt, dass das Bedürfnis nach Online-Unterricht weiterwachsen und neben dem bewährten Präsenzunterricht selbstverständlicher wird. Aktuell gibt es für Interessierte Kurse exklusiv im Online-Format oder als Mischform zwischen Präsenz- und Online-Unterricht. Zudem sind erste Test mit «hybriden Klassenzimmern» angelaufen: Dabei können Teilnehmende aus der Ferne online am Unterricht teilnehmen, während der Rest der Klasse im Schulungsraum sitzt.

Kontinuierlicher Ausbau
Neben Japanisch gibt es z.B. Online-Sprachkurse in Arabisch, Chinesisch, Finnisch, Hebräisch, Schwedisch, Türkisch oder auch in Deutsch, Englisch und Französisch. Auch Kurse und Lehrgänge z.B. für Adobe InDesign, Marketing kompakt oder Gitarre (Einzelunterricht) kann man online besuchen. Zu den aktuellen Angeboten.

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