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Migros - Ein M besser

Neu: Vom Velokeller zu Bike World

Joel Murri ist der erste Velomechaniker-Lernende der Migros Aare. Eine Idealbesetzung: Schon als Schulbub werkelte er in seinem Velokeller zu Hause in Trimstein.

Joel Murri sitzt auf einem Mountainbike

Joel Murri sammelt Velokilometer und Höhenmeter. Anfang Juni hat er schon rund 3'600 Kilometer zurückgelegt auf seiner weissen Maschine. Er strahlt, als er die Zahl nennt. Sein Velo ist sein engster Freund, er hegt und pflegt es. «Ich bin sehr stolz darauf. Das Geld für das ‘Look’ habe ich selber zusammengespart, und es dann auf Ricardo ersteigert», erzählt der 16-jährige. Sobald er aufgestanden ist, juckt es den Lernenden in den Beinen und er strampelt ein paar Velokilometer: Entweder noch vor der Arbeit um sieben Uhr zu Hause auf der Rolle oder dann fährt er von seinem Wohnort Trimstein die zehn Kilometer nach Muri BE zu Bike World.

Wenn Joel Murri in seinem Lehrbetrieb an einem Velo schraubt oder Kunden berät, dann tut er das wie ein gestandener Fachmann. Kein Wunder, hat er doch schon bei einer Projektarbeit in der 9. Klasse ein Velo in Einzelteile zerlegt, alles neu aufgebaut und den Rahmen selber lackiert. Ist er nicht weitergekommen, hat er sich auf Youtube weitergebildet. Sein Projekt lohnte sich doppelt: «Es gab eine gute Note, und ich habe nun ein Wintervelo». Nach diesem Projekt wusste Joel Murri endgültig, dass «die Velobranche zu mir passt».

Ein Perfektionist
In seiner Lehre als Velomechaniker mag er die Abwechslung: Mal etwas einstellen, zwischendurch ein Velo aufbauen oder die Kunden beraten. «Dank meiner Freude an Velos konnte ich schon zu Beginn meiner Lehre die Leute recht gut beraten. Da bin ich froh darum.» In einem überbetrieblichen Kurs für Velomechaniker-Lernende aus der ganzen Schweiz hätte er einmal in 20 Minuten ein Rad einspeichen müssen. Doch Joel Murri schafft es nicht in dieser Zeit. Das ärgerte ihn dermassen, dass er es zu Hause wieder und wieder übte. Diese Episode zeigt seinen Ehrgeiz: «Ist mir etwas wichtig, dann will ich es perfekt machen.»

In seiner Freizeit kümmert sich Joel Murri gerne um sein Aquarium. Oder er baut ferngesteuerte Autos und Flugzeuge im Massstab 1:10. «Das Technische fasziniert mich nicht nur beim Velo.» Statt am Samstagabend bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen und den halben Sonntag zu verschlafen, nutzt er das Wochenende lieber, um mit seinen Freunden zu Hause zu plaudern. So ist er tags darauf fit genug fürs Velotraining.

Joel Murri flickt ein Mountainbike

So schnell wie ein E-Biker
Denn sein Traum ist, als Profi Rennen zu fahren. Dafür trainiert der Berner ein Mal pro Woche beim RSC Aaretal Münsingen. Am Wochenende fährt er mit seinem Mountainbike durch die umliegenden Wälder oder unternimmt auf dem Rennvelo Touren mit seinem Vater ins Gebiet um den Gurnigel. «So weit, wie das Motörli Pfuus hat». Damit meint Joel Murri nicht seine Lunge, sondern das Elektrovelo seines Vaters.

Zurzeit fährt er Rennen bei den U19. Und am Fernseher studiert er seine Vorbilder, Bergfloh Nairo Quintana oder Weltmeister Peter Sagan. «Die beiden können Rennen aus dem Nichts gewinnen.» In Joel Murris Palmarès fehlt noch ein Sieg. Bei seinem allerersten Rennen als Siebenjähriger fuhr er in Krauchtal auf den 2. Rang. Im vergangenen Jahr schaffte es der Amateur in ein paar Rennen seiner Kategorie U17 in die Top 10.

Die Nummer 1 ist er bei Bike World: der allererste Velomechaniker-Lehrling der Migros Aare. Einer, der seine Velopassion in der Freizeit lebt – und im Laden.

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