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Alpschweine Wo sich die Sau wohlfühlt

Auf manchen Alpen gibt es nicht nur Kühe und Rinder, sondern auch Schweine. Ein sogenanntes Alpschwein geniesst den freien Auslauf auf Naturboden und hat viel Platz zum Suhlen und Staub aufwirbeln.

Alpschwein in der Migros Basel

Vom 3. bis 9. September in Ihrer Migros Basel erhätlich

Die Fleischprodukte vom Alpschwein sind vom 3. bis 9. September 2019, solange Vorrat in grösseren Migros-Filialen an der Selbstbedienungstheke erhältlich.

Logo Alpschwein

Alpschwein: Achten Sie sich auf das Gütesiegel.

Perfekte Resteverwerter
Dass «Söili» den Sommer über auf der Alp sind, ist nicht neu. Schon seit Langem nehmen die Älpler auch Schweine mit auf den Berg, damit diese bei der Käseproduktion mithelfen. Sie haben richtig gelesen: Ein Alpschwein verwertet nämlich die Restflüssigkeit (Molke) der Käseproduktion. Bei der Herstellung von Käse entsteht eine gelbliche Flüssigkeit, die nach der Gerinnung und Entnahme der Käsemasse als Molke zurückbleibt. Pro 100 Kilogramm Alpmilch entstehen 90 Liter Molke mit Laktose (Milchzucker), Protein, Vitaminen und Mineralstoffen aus der Vollmilch – perfekt als natürliches Kraftfutter für Schweine.

Vom Badezusatz zum Durstlöscher
Früher reisten Adelige eigens auf die Alp für ein Bad in der wertvollen Molke, da diese damals als Wundermittel für Schönheit und Gesundheit galt. Nach dem Baden wurde die Molke auf die Weiden oder in den nächsten Bach entsorgt und belastete durch die zersetzenden Nährstoffe die Umwelt. Heute ist das Ableiten der Molke verboten. Für deren Verwertung hatten findige Älpler dennoch eine clevere Idee: Sie brachten Schweine mit auf die Alp, denen die Molke als Durstlöscher ausserordentlich gut schmeckt. Pro Tag verwertet ein Schwein etwa 10 bis 15 Liter Molke, ergänzt durch eine Getreidemischung aus Gerste und Weizen.

Win-Win-Situation
Auf der Alp können Schweine Gräser und Kräuter fressen und auf der Suche nach Wurzeln, Würmern oder Pilzen ihren natürlichen Wühltrieb ausleben. Ganz nebenbei sorgen sie mit ihrer Grabungsarbeit dafür, dass die durch Viehtritt verdichteten Böden wieder aufgelockert werden und nicht verkrauten. Die naturnahe Freilandhaltung und das nahrhafte Futter machen die Alpschweine robuster gegen Krankheiten. Strenge Vorschriften verlangen, dass pro Kuh nur ein Schwein gehalten werden darf und jedes Alpschwein mindestens 40 Quadratmeter freien Auslauf auf Naturboden haben muss. Dafür erhalten die Bauern mehr Erlös pro Kilogramm Schlachtgewicht.

Saftig, aromatisch und zart
Bis zum Spätherbst verbringen die Alpschweine ihre Zeit auf der Alp. Danach werden Sie mit rund 100 Kilogramm mehr an Gewicht wieder ins Tal gebracht. Das Fleisch von Alpschweinen ist dank der artgerechten Bewegung, dem langsameren Wachstum, der frischen Luft und der nährstoffreichen Fütterung besonders saftig, aromatisch und zart und hat einen kernigen weissen Speck.

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