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Spektakel und Raffinesse in einem

Flambierte Gerichte gehören im Restaurant Seegarten zur Tradition. Das Flammenspektakel mit Edelbränden ist nicht nur Showeinlage, es verleiht den Speisen einen eigenen, unvergleichlichen Geschmack.

Flambieren im Seegarten

Restaurantleiterin Laura Padberg legt das Feuerzeug an die Pfanne und entzündet den Cognac. Fasziniert schauen die Gäste zu, wie die Flammen emporzüngeln. Kurz lodert das Feuer in die Höhe, bevor es über den Kalbsfiletmedaillons langsam versiegt. Ein leicht rauchiger Geruch mit Cognac-Note breitet sich im Raum aus. «Ihre flambierten Kalbsfiletmedaillons», sagt Laura Padberg und serviert den Gästen die Köstlichkeiten.

Flambieren hat Tradition im À-la-carte Restaurant Seegarten im Park im Grünen in Münchenstein BL. «Wir sind eines der wenigen Restaurants im Raum Basel, die die aufwendige Zubereitungsart des Flambierens noch anbieten», sagt Laura Padberg.

Flambieren als klassisches Servicehandwerk
Die Idee, am Tisch mit einem kleinen Feuerzauber die Zubereitung der Speisen zu zelebrieren, ist mehr als eine Showeinlage. Beim Flambieren wirkt die Spirituose sowohl als Brennstoff wie auch als Aromenspender: Das Gericht wird mit einem Edelbrand gewürzt und erhält so einen unvergleichlichen Geschmack – einen Geschmack, den viele Gourmets zu schätzen wissen.

Mit dem Flambieren pflegt das Restaurant Seegarten ganz bewusst den klassischen Service, sprich das Handwerk der Servicefachleute. «Die Kunst des Flambierens besteht darin, mit der richtigen Alkoholmenge zu arbeiten. Flambieren benötigt viel Feingefühl für die Produkte und den zeitlichen Ablauf», erläutert Laura Padberg.

Zu Kalbsfilet passt Cognac
Momentan stehen im Restaurant Seegarten zwei flambierte Gerichte auf der Speisekarte. Für die bereits erwähnten Kalbsfiletmedaillons verwendet Küchenchef Olivier Matthey ausschliesslich Produkte mit dem Label «Swiss Farmer». Dank der tierfreundlichen Haltung und der Ernährung mit 300 Liter Vollmilch aus dem eigenen Betrieb ist das Kalbfleisch zart und saftig.

Vor dem Flambieren wird das Kalbfleisch in der Küche leicht angebraten. Die restliche Zubereitung findet direkt neben dem Tisch vor den Augen der Gäste statt. Nach dem Flambieren mit Cognac zaubert Laura Padberg eine Sauce aus Zwiebeln, Morcheln und einem Saucenfonds. Zum Kalbsfilet werden Nudeln und buntes Saisongemüse gereicht.

Das zweite flambierte Gericht besteht aus Riesencrevetten. Die Meeresfrüchte werden mit Wodka flambiert und mit Cocktailtomaten, Frühlingslauch, Frühlingszwiebeln und Safransauce angereichert. Dazu serviert das aufgestellte Seegarten-Team variable Beilagen.

Spektakuläre Entstehungsgeschichte
Der Ursprung des Flambierens geht wahrscheinlich auf die Mauren im 14. Jahrhundert zurück. Grosse Popularität soll die spektakuläre Zubereitungsart Ende des 19. Jahrhunderts auf folgende Weise erlangt haben: In einem Café in Monte Carlo liess 1895 ein ungeschickter Kochlehrling namens Henri Charpentier versehentlich den Saucenlikör in Flammen aufgehen. Kurzerhand tunkte er die Crêpes hinein und präsentierte das Ganze dem künftigen König von England, Eduard VII., als neue Kreation.

Solche und andere süsse Versuchungen soll es in Zukunft auch im Restaurant Seegarten im Park im Grünen geben, wie Restaurantleiterin Laura Padberg ankündigt. «Künftig werden wir noch mehr flambierte Gerichte anbieten – auch Desserts», erklärt sie, während sie am Nebentisch das nächste Flambé zubereitet.

 

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