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Migros - Ein M besser

Schweizer Tafel Gemeinsam gegen Food Waste

Die Hilfsorganisation Schweizer Tafel verteilt jeden Tag überschüssige Lebensmittel an Bedürftige. Das Migros-Magazin hat die fleissigen Helfer auf einer Tour begleitet.

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Sauber gestapelt stehen die Kisten in der Migros-Filiale zur Abholung bereit und werden von den Helfern vor dem Verladen noch kurz kontrolliert.

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Nach der Routenbesprechung machen sich die Helfer um 7.30 Uhr an die Arbeit.

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Die Lebensmittel werden auf die Transporter der Schweizer Tafel verteilt.

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Täglich werden die Lebensmittel an verschiedene Verteilstationen geliefert.

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Im Männerwohnhaus der Heilsarmee entstehen aus den gelieferten Zutaten ganze Menüs.

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In der Kirche St. Anton werden die Nahrungsmittel jeden Dienstag an bedürftige Familien verteilt.

Mehr Wissen

Die Schweizer Tafel hat 2016 in der Region Basel 825 Tonnen Lebensmittel abgeholt und verteilt.

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier: Schweizer Tafel

Seit 2001 verteilt die Hilfsorganisation Schweizer Tafel überschüssige Lebensmittel von Grossverteilern und Produzenten an soziale Institutionen, damit diese sinnvoll weiterverwendet statt weggeworfen werden. Doch ohne den Einsatz von Helfern würde das Projekt nicht funktionieren. So stehen am Abholtag Zivildienstleistende, Personen aus dem Beschäftigungsprogramm der Sozialhilfe sowie Freiwillige an der Laderampe.

Rund 100 Stationen pro Tag
Bei der Anlieferzone der Migros-Filiale stehen die Kisten schön gestapelt bereit. Rasch werden sie überprüft und im Transporter verstaut. «Salat, Gemüse, Früchte und Brot erhalten wir am meisten, Fleisch eher selten», erklärt der Zivildienstleistende Joel Eglin. Rund 100 Abhol- und Anlieferstationen fährt ein Team durchschnittlich pro Tag an.

Ein halbe Million Betroffener
Etwa 570 000 Menschen in der Schweiz sind von Armut betroffen. Auch Peter E.* zählt dazu. Seit einem Schicksalsschlag lebt er im Männerwohnhaus der Heilsarmee, wo er mit über 40 anderen Sozialhilfeempfängern und IV-Rentnern auf die Wiedereingliederung hinarbeitet. «Der geregelte Tagesablauf gibt mir Halt und das Essen ist nicht mal so schlecht», sagt er augenzwinkernd in Richtung Küche. Dort zaubert Marcus Pfeil jeden Tag drei Mahlzeiten mit den Produkten der Schweizer Tafel. «Wir wissen nicht, was kommt, aber Gemüse gibt es täglich.» Auch viele Früchte landen in Pfeils Küche – überschüssige werden zu Konfi verarbeitet: «Wir haben mehr Brot als Konfitüre, deshalb machen wir die Konfi einfach selber», sagt Sonja Grässlin, die Regionalleiterin der Schweizer Tafel.

Nahrungsmittel für Familien
Der Zivildienstleistende Marco Saitta weiss, was die Institutionen benötigen: «Das Männerwohnhaus braucht Gemüse, Fleisch und Pasta zum Kochen. Der Kirche St. Anton bringen wir mehrheitlich Früchte, Brot, Joghurt und Süssigkeiten». Dort warten rund 20 Menschen auf die Waren der Schweizer Tafel, die von Nergiz Huber und zwei Kollegen verteilt werden. «Wir fangen bei den grössten Familien an», erklärt Huber. «Einen symbolischen Beitrag von drei Franken zahlen alle. Dafür bekommen sie zu Weihnachten einen Migros-Sack mit Produkten, die sie sonst nie erhalten».

 

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