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Migros - Ein M besser

Zur Hochzeit eine Fürstentorte

Viele Paare bestellen ihre Hochzeitstorte bei der Migros Basel. Doch es kommt selten vor, dass es sich bei der Braut um die Enkelin des Erfinders der gewünschten Torte handelt.

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Auf der Hochzeitstorte gehört natürlich das Brautpaar.

Ein klassischer Biskuitboden, gefüllt mit Meringue, Rahm und Kirsch, bedeckt mit einer grossen Meringue-Rondelle: Das ist das Innere und Äussere der Fürstentorte. «Ein Klassiker im Tortenbereich», wie Marco Arnold, Leiter der Zentralkonditorei weiss. Sie ist eine von über 35 Tortenkreationen, die jeden Tag in der Zentralkonditorei der Migros Basel hergestellt werden.
Doch für einmal arbeiten die Konditoren an einer ganz speziellen Fürstentorte: Es ist die fünfstöckige Hochzeitstorte für Anja Mazzoleni, die Enkelin von Hans Fürst – seines Zeichens Erfinder und Namensgeber der Torte.
Der gelernte Bäcker und Konditor arbeitete in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren bei der Jowa AG in Gränichen AG. In dieser Zeit habe er im Rahmen seiner normalen Tätigkeit als Bäcker und Konditor auch immer wieder ein bisschen getüftelt, «und dabei ist dann die Fürstentorte rausgekommen», erzählt Anja Mazzoleni.
Auch nach Hans Fürsts Tod im Jahr 2003 wurde die Torte immer wieder bei Familien-Anlässen aufgetischt. «Es ist ja auch nicht alltäglich, den Erfinder einer Torte in der Familie zu haben. Als die Planung der Hochzeit anstand, kam schnell die Idee mit der Fürstentorte auf. Also habe ich die Migros angefragt, ob es die Torte auch fünfstöckig gebe», sagt Anja Mazzoleni. Die Antwort fiel positiv aus.

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Auf eine Schicht Biskuitboden folgt eine Schicht Meringue.

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Die Torte erhält einen Mandelsplitterrand.

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Stockwerk für Stockwerk wird die Torte aufgetürmt.

Stockwerk für Stockwerk

In der Zentralkonditorei der Migros Basel beginnt die Arbeit an der fünfstöckigen Hochzeitstorte schon zwei Tage vor der Hochzeit. Als Erstes werden mit einem Spritzsack mehrere Meringue-Rondellen geformt. Danach kommen sie in einen kalten Ofen, dessen Temperatur 60 bis 80 Grad beträgt – wäre er heisser, würde die Masse braun. «Wenn wir am Abend den Ofen ausschalten, reicht die Resttemperatur meistens, um damit die Meringue hart werden zu lassen», erklärt Marco Arnold. Tags darauf werden die Biskuitböden und die Meringue-Rondellen zusammengefügt. Auf jede Lage Kuchenteig streicht ein Konditor den Fürstensirup, der aus Kirschlikör, Maraschinolikör und Zuckersirup besteht. Danach kommt rundum eine dünne Schicht geschlagener Rahm hinzu, damit der Mandelsplittermantel besser hält. Zu guter Letzt folgt der Meringue-Deckel, bestreut mit einer Prise Schokopulver. So entsteht sie Stockwerk für Stockwerk, die Fürstentorte. Als Abschluss darf natürlich das Brautpaar auf der Spitze nicht fehlen. 

Zwei Stunden später verlässt ein Lieferwagen die Migros Basel und fährt mit der Fürstentorte zum Klushof in Aesch, wo das frisch vermählte Paar mit rund 100 Gästen seine Hochzeit feiert. Wie tags darauf zu erfahren ist, kam die Torte gut an. «Sie war superschön, und nach knapp zehn Minuten war alles weg», sagt Anja Lüthi, ehemals Mazzoleni.

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