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Migros - Ein M besser

Herbstliches Dessert aus dem Seeland

Die Rudolf Moser AG verwendet für ihr Marronipüree traditionellerweise nur frisches Rohmaterial und verzichtet auf zusätzliches Fett – und das schmeckt man. Neu ist das Marronipüree auch in der Migros Basel erhältlich.

Marroni

Bei der Rudolf Moser AG werden frische Marroni weiterverarbeitet.

Handarbeit Marroni

Beim Aussortieren der geschälten Marroni ist viel Handarbeit gefragt.

Passevite Marroni

Der Passevite zerkleinert die geschälten Marroni.

Packung Marronipüree

Das frische Marronipüree gibt es in 250-Gramm-Packungen in allen grösseren Filialen. 

Ein süss-herber Duft liegt über Siselen in der Luft, dem 600-Seelen-Dorf im Berner Seeland. Ein Handvoll Kisten gefüllt mit Marroni stehen in der Abpackhalle der Rudolf Moser AG. Dort werden Marroni zu Püree verarbeitet. An einem Fliessband stehen zehn Frauen, die die maschinell geschälten Marroni prüfen. Nur einwandfreie, frische Marroni werden weiterverarbeitet.

«Wir legen grössten Wert auf erstklassige Rohware», sagt Reto Schwab, der seit 2013 zusammen mit seinem Bruder Marco den über 60 Jahre alten Traditionsbetrieb führt. Sobald im Herbst die ersten Marroni von den Bäumen fallen, beginnt bei ihnen die Produktion. «Wegen des warmen Sommers konnten wir in dieser Saison schon Anfang Oktober anfangen», so Schwab. Als einziges Schweizer Unternehmen verarbeitet die Traditionsfirma ausschliesslich frische Marroni aus Italien und Frankreich.

Tradition und Handarbeit

Nach dem Aussortieren werden die Marroni gekocht und anschliessend an der frischen Luft getrocknet. Danach zerkleinert sie ein Passevite in ganz kleine Stückchen. Während das konventionelle Marronipüree mit Fett, Kirschwasser und Vanille ergänzt wird, konzentriert man sich bei der Rudolf Moser AG auf die Hauptzutat – die frischen Marroni. Lediglich Zuckersirup und Kartoffelmehl werden hinzugefügt.

«Die frischen Marroni, die schonende Zubereitung und der Verzicht auf zusätzliche Geschmacksverstärker und Fette verleihen dem Püree seinen unverwechselbar intensiven Marronigeschmack», erklärt Reto Schwab. Die fertig vermengte, bräunliche Masse gelangt zum Schluss in eine riesige, alte Modelmaschine, die langsam, aber stetig das Marronipüree in Mödeli stanzt und am Ende fertig verpackte 250-Gramm-Portionen ausspuckt. «Traditon ist uns sehr wichtig. Wir verwenden immer noch die gleichen Maschinen, denn auf die ist Verlass. Doch auch Handarbeit wird bei uns grossgeschrieben», betont Reto Schwab, während im Hintergrund die Mitarbeiterinnen fleissig weiter aussortieren.

Früher wurden Marroni in vielen südlichen Regionen als Brot der Armen bezeichnet. Mittlerweile landet die Nussfrucht auch bei den weniger Armen auf dem Tisch. Meistens in Form von Vermicelles. Das Püree bietet die Grundlage für viele weitere Speisen wie Marroni-Focaccia, -Crème-brûlée, -Cookies, -Cupcakes und vieles mehr.

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