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Natur Waldtage in Rünenberg

Vom 19. bis 22. September heisst es für Gross und Klein: ab in die Natur! An diesen Tagen finden nämlich die Waldtage in Rünenberg statt. Auf einem 3 Kilometer langen Rundgang können die Besucherinnen und Besucher an 32 verschiedenen Posten viel Wissenswertes rund um den Wald erfahren und auch selber aktiv werden.

Verlosung Waldtage

Die Waldtage in Rünenberg (BL) haben zum Ziel, das Bewusstsein für die Bedeutung des Waldes in der Öffentlichkeit zu fördern.

Ressource Holz
Der Fokus liegt bei diesem Rundgang auf dem Material Holz. Erleben Sie wie massive Stützbalken für den Hausbau produziert werden und wie ein Drechsler ein Stück Holz in eine edle Pfeffermühle verwandelt. Oder legen Sie gleich selbst Hand an und zimmern Sie sich ein eigenes Vogelhaus.

Spannender Parcours
An weiteren Stationen dieses einmaligen Parcours kann man Ameisen beobachten oder bis zu 30 Meter in die Baumkrone einer Eiche hochklettern. Bei der grossen Vielfalt an Posten ist für die ganze Familie etwas dabei.

Glücksrad und Erinnerungsfoto
An den diesjährigen Waldtagen ist die Migros Hauptsponsorin und am 21. und 22. September mit einem Stand zum Thema «Aus der Region. Für die Region.» vor Ort. Am Glücksrad können Sie verschiedene Give-Aways gewinnen und bei der Fotostation mit der ganzen Familie ein Erinnerungsfoto schiessen lassen.

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«Das letzte grossflächige Ökosystem»
Ein Gespräch mit Christian Kleiber, Präsident des Försterverbands beider Basel, über den Nutzen des Waldes, den Klimawandel und das Programm der Waldtage:

Was ist das Besondere an unserem Wald?
Unser Wald ist das grösste intakte Ökosystem das als Erholungsraum durch die Menschen stark genutzt wird, was nur mit einer aktiven Bewirtschaftung möglich ist. Der Wald dient als Wasserspeicher, schützt vor Wind und Erosion, kühlt nachts die Luft und wirkt als Staubfilter. Für viele ist der Wald eine Selbstverständlichkeit, doch wir müssen Sorge tragen, damit er erhalten bleibt. Städte in deren Nähe es keine Wälder gibt, erhitzen sich schnell und neigen zu Smog.

Spielt der Klimawandel eine Rolle?
Seit einigen Jahren gibt es im Sommer lange Trockenperioden. Für heimische Buchen ist das sehr schwierig. Wegen der vergangenen Hitzesommer gehen Bäume ein. Der Hardwald musste zum Beispiel gesperrt werden, weil über 20 Prozent der Bäume abgestorben sind. Als Konsequenz pflanzen wir robustere, aber auch pflegeintensivere Arten wie Eiche oder Ahorn. Die Natur muss sich heute schneller an Veränderungen anpassen. Will man den Wald in dieser Situation nicht sich selbst überlassen, muss der Mensch nachhelfen.

Das gibt auch Arbeit für die Förster?
Wenn Bäume vorzeitig absterben und verdorrte Äste die Waldgänger gefährden, muss das Forstpersonal absperren oder geschädigte Bäume fällen. Zudem suchen wir Baumarten, die ein trockeneres und wärmeres Klima besser vertragen. Naturschutz funktioniert nicht ohne Eingriffe.

Stossen die Eingriffe auf Unverständnis?
Viele Menschen verstehen nicht immer, weshalb wir Bäume fällen. Deshalb leisten wir Aufklärungsarbeit. Seit 1991 gibt es die Waldtage, um die Öffentlichkeit für die Waldarbeit zu sensibilisieren.

Was steht bei den Waldtagen in Rünenberg auf dem Programm?
Wir zeigen den Wald als Erholungs- und Sportort und wie dort gearbeitet wird – etwa beim Fällen eines Baumes oder bei der Weiterverarbeitung. Wir stellen Tiere wie Fledermäuse vor, zeigen das vielfältige Leben im Waldboden und bieten Waldführungen für die ganze Familie an.

Was schätzen Sie persönllich am Wald?
Die verschiedenen Stimmungen, die wechselnde Farbenpracht – besonders im Frühling, wenn alles grün wird. Während andere im Büro arbeiten, habe ich das Privileg, jeden Tag im Wald diese einmalige Atmosphäre geniessen zu dürfen.

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