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Ein Wechselbad der Gefühle

Das Förnbacher Theater startet mit der Komödie „Der Diener zweier Herren“ und dem berührenden Drama „Der Vater“ in die neue Spielzeit.

Der Vater

Das Familienoberhaupt André (Helmut Förnbacher) verliert immer wie mehr den Bezug zur Realität. Seine Tochter Anne (Kristina Malyseva) kann dabei nur zusehen.

Die schöne Beatrice Rasponi ist ihrem geliebten Florindo nach Venedig nachgereist, denn er soll ihren Bruder Federigo in einem wilden Degen-Duell erstochen haben. Dort angekommen, soll Beatrice, die sich als ihr eigener Bruder ausgibt, die schöne Clarice heiraten, die ihrem Bruder schon vor Jahren versprochen worden ist.  Doch der Nebenbuhler Silvio will Clarice nicht kampflos aufgeben. Erschwerend hinzu kommt, dass Truffaldino, der kurz zuvor von Beatrice als Diener verpflichtet worden ist, sich entschliesst gleichzeitig ausgerechnet auch noch Florindo dienen zu wollen. Im verzweifelten Bemühen, die beiden «Herren» nichts voneinander wissen zu lassen, wagt er den Versuch beiden gleichzeitig zu dienen. Ob das gut geht? Die turbulente Kömödie „Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni eröffnet am 13. September die neue Spielzeit des Förnbacher Theaters.

Der Kampf mit der Demenz
Eine Woche später, am 20. September, feiert das preisgekrönte Schauspiel „Der Vater“ von Florian Zeiler Premiere. Dort merkt Familienoberhaupt André, dass sich etwas verändert: In seiner Pariser Wohnung verschwinden Sachen, er fühlt sich bedroht und verliert langsam die zeitliche und räumliche Orientierung. Gegenüber seiner Tochter Anne versucht er vorzuspielen, dass alles in Ordnung wäre, wobei es ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. So organisiert sie ihm Pflegehilfen, mit denen er sich jedoch ständig zerstreitet. Dazu kommt, dass sie eigentlich mit ihrem neuen Lebenspartner nach London ziehen will. Was tun? Die bewegende Geschichte eines alten Mannes, der an Alzheimer erkrankt und langsam sein Gedächtnis und sich selbst verliert, wird konsequent aus der Perspektive des Vaters, als eine tragische Farce, in die er sich immer mehr verheddert, erzählt.

 

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