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Auberginen aus Wikon

Heute gepflückt, morgen in der Migros

Mit viel Herzblut kultivieren «Aus der Region. Für die Region.»- Produzenten Markus und Silvia Schildknecht frische Auberginen. Für eine prächtige Ernte sorgen ausser warmen Temperaturen auch fleissige Hummelvölker.

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Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist eng verwandt mit Tomaten, Peperoni und Kartoffeln. Man sollte sie weder roh essen noch schälen, und sie entfaltet ihr nussiges Aroma am besten mit kräftigen Gewürzen und aromatischem Olivenöl. Die Rede ist von der Aubergine, die über die Jahrhunderte einen weiten Weg zurückgelegt hat und seit vergangenem Sommer auch bei Markus und Silvia Schildknecht im luzernischen Wikon kultiviert wird.

Wie kommt es, dass Sie sich für den Auberginenanbau entschieden haben?

Markus: Wir hatten Auberginen schon für den Eigengebrauch für unseren Hofladen angebaut. Weil sie sehr gut gewachsen sind, wollten wir dies in grösserem Umfang weiterführen. Wir hatten noch Bodenfläche zur Verfügung, wollten etwas Neues ausprobieren und haben die Migros als Partnerin gefunden. Auberginen brauchen viel Wärme.

Wie gut gelingt der Anbau in unseren Breitengraden?  

Silvia: Wichtig ist, die Jungpflanzen erst nach den grossen Frösten im Mai zu setzen. Hier im Gewächshaus ist es jetzt zwar warm, in der Nacht aber kühl, da es nicht beheizt ist. Durch den Regen in den vergangenen Wochen wurde das Wachstum der Pflanze etwas gebremst. Theoretisch sollten wir Ende Juni in der Vollernte sein.

Im vergangenen Jahr hatten Sie fünf Sorten Auberginen, dieses Jahr nur eine.

Markus: Das war unser Testjahr. Wir haben fünf Sorten kultiviert, um zu sehen, wie sie sich anbauen und verkaufen lassen. Von jeder Sorte war eine dabei: Runde, weisse und sogar flache. Schliesslich haben wir uns für die konventionelle Sorte entschieden, die auch bei den Kunden am besten ankam.

Zwischen den Pflanzen sind Kartonschachteln zu sehen – weshalb?

Silvia: Ja, darin leben unsere fleissigsten Helfer ( lacht). Die Hummeln sammeln von den Auberginenblüten den Nektar und die Pollen, im Gegenzug bestäuben die Hummeln die Pflanzen und beschleunigen so deren Befruchtung. Und dies von früh bis spät. Pro Zelt haben wir zwei solche Kartonschachteln, sprich zwei Völker. Sie verhelfen uns zu grossen und schmackhaften Auberginen.

Wie essen Sie Auberginen am liebsten?

Silvia: Ich mag sie am liebsten mit etwas Hackfleisch gefüllt, so kommt der nussige Geschmack richtig zur Geltung!

Markus: Ganz klar grilliert! Ich schneide sie in Scheiben, betröpfle sie mit Olivenöl und Salz – wunderbar!

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Die Hummelvölker helfen bei der Befruchtung der Pflanzen. 

Rund um die Aubergine

  • Indische Köstlichkeit: Ihren Ursprung hat die Aubergine im tropischen Indien, wo sie seit mehr als 4000 Jahren kultiviert und gegessen wird. Arabische Händler sollen sie im 13. Jahrhundert nach Europa gebracht haben.  
  • Weiss und hühnereigross: Die ursprüngliche Frucht war hell, klein und wurde «Eierfrucht» genannt (engl. «Eggplant»). Ihr bitterer Geschmack liess frühere Kulturen glauben, sie sei ein «krankmachender Apfel» und sie galt somit als «mela insana» (ital. «Melanzana»). Die Bezeichnung «Aubergine» stammt aus dem Französischen und wird seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwendet.
  • Mit Salz wird sie besser: Um Auberginen geniessen zu können, sollte man sie mit Salz einreiben – dabei verlieren sie nicht nur Wasser, sondern auch Bitterstoffe. Das Beträufeln mit Zitronensaft hilft, die helle Farbe des Fruchtfleischs zu erhalten.
  • Richtig lagern: Das Gemüse am besten frisch verwerten und falls nötig kellerkühl lagern. Sie bleibt im Gemüsefach etwa fünf bis sechs Tage lang frisch. Auberginen lassen sich roh oder auch zubereitet gut einfrieren.
  • Umwerfend gut: Die Aubergine umgeben geheimnisvolle Legenden. So soll ein türkischer Imam beim Kosten geschmorter, gefüllter Auberginen vor Entzücken in Ohnmacht gefallen sein. Dies verhalf der beliebten Vorspeise angeblich zum Namen Imam Bayildi, was so viel heisst wie «Der Imam fiel in Ohnmacht».

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