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Bio-Lebensmittel von Familie Huber aus Ballwil

Partnerschaft trägt Früchte

Familie Huber liefert ihre Bio-Lebensmittel neu direkt an die Migros Luzern. Gefragt sind besonders die knallroten «Aus der Region. Für die Region.»-Erdbeeren aus Ballwil.

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Luzia und Adrian Huber mit Söhnchen Andreas (3) auf ihrem Erdbeerfeld in Ballwil.

Brand heisst der Hof in Ballwil LU, Feuer und Flamme ist die Familie Huber für den biologischen Landbau. «Etwas anderes als Bio kam für uns nicht infrage, als wir vor Jahren loslegten», erklärt Adrian Huber (32). Die Idee, biologisch zu produzieren (siehe oben rechts), sei mit der Familie mitgewachsen, ergänzt der dreifache Papa stolz. Erstaunlich dabei: «Adrian ist fernab der Landwirtschaft gross geworden. Ich auf einem Bauernhof, doch mein Vater ging einer anderen Arbeit nach», erzählt Luzia Huber (32), die den 11,5 Hektar grossen Familienbetrieb mitführt. Ihre Kinder wiederum kennen nichts anderes. Zum Beispiel der Jüngste: Noch etwas benommen blinzelt Andreas mitten im Erdbeerfeld für das Migros-Magazin in die Kamera. Kurz zuvor hielt der Dreijährige wie gewohnt sein Nachmittagsschläfchen, seine Eltern arbeiteten auf dem Feld. Zwei, drei Erdbeeren später, frisch vom Feld gepflückt, ist auch er wieder putzmunter. Es gibt wohl kaum ein süsseres Erwachen. Solche Momente aus der eigenen Kindheit fehlen Adrian Huber. «Der Hof ist das Einzige, was ich von meinem Vater habe.» Als dieser sehr früh verstarb, zog die Familie weg und verpachtete Land und «Brand». Bei seiner Rückkehr mit 18 Jahren hatte Adrian Huber andere Ideen als das Bauern. Er wollte seine Ausbildung zum Käsermeister beenden. Das tat er auch, gekommen ist es dennoch ganz anders.

Emotional verwurzelt

Heute ist er als Biobauer Direktlieferant der Migros Luzern (siehe Box rechts unten), wie einst sein Vater. «Ich bin schon stolz darauf, und es bedeutet mir viel, in seine Fussstapfen zu treten.» Genau mit dieser «emotionalen Komponente» erklärt sich Huber seine Motivation und Hingabe für die Landwirtschaft. Und er ergänzt: «Als Quereinsteiger hatte ich auch immer das Gefühl, stets mehr wissen zu müssen, und habe mich richtig ins Thema hineingesteigert.» Mit Erfolg: Sogar die landwirtschaftlichen Schulen der Region besuchen den dynamischen Betrieb und holen bei Adrian und Luzia Huber ihr Wissen ab. Und wer in der Migros Luzern Biozwiebeln «Aus der Region. Für die Region.» kauft, bei dem landen mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit diejenigen aus Ballwil im Körbchen. Die Zwiebel ist übrigens eine von Adrian Hubers Lieblingskulturen: «Die roten Erdbeeren wecken bei den Leuten zwar viel mehr Emotionen und sind deshalb extrem gefragt.» Huber selbst gerät aber erst beim Gang durch das benachbarte Zwiebelfeld so richtig ins Schwärmen, kniet nieder und zupft beiläufig mal ein Unkraut aus. Egal ob bei seinen Bohnen, den Kartoffeln oder dem Kohl, das er alles ebenfalls für die Migros Luzern anbaut: «In der biologischen Landwirtschaft gibt es keinen doppelten Boden», erzählt Huber und fügt sogleich an: «Das habe ich schon schmerzlich erfahren, als mir ganze Ernten ausgefallen sind.» Die Gründe dafür können je nach Kultur die Pflanzenkrankheit Mehltau, Schädlinge wie die schwarze Kohl- oder die weisse Fliege oder auch einfach «nur» Wetterkapriolen sein.

Diversifizieren hilft

Gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge helfen vor allem Vorsicht und Diversifikation. Angebaut werden deshalb nur resistente Sorten und zugleich mehrere unterschiedliche. Nur so lässt sich das Ausfallrisiko ohne chemisch-synthetische Hilfsmittel minimieren. Ein Rezept, das offenbar aufgeht: Obwohl Familie Huber mit 11,5 Hektaren die kleinste Betriebsfläche der Gemeinde bewirtschaftet, tut sie dies so produktiv, dass sie ganzjährig eine Mannschaft von drei bis sieben Angestellten beschäftigen kann.

In der Biolandwirtschaft gelten folgende Grundsätze:

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  • umweltschonender Anbau von Rohstoffen
  • schonungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt
  • Produktion im Einklang mit den natürlichen Kreisläufen
  • Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit
  • vorbeugender Pflanzenschutz anstelle chemischer Schutzmittel
  • artgerechte Haltung und Fütterung der Tiere, wenn möglich mit hofeigenem Futter
  • Verbot von Gentechnik und Flugtransporten
  • möglichst geschlossene Produktionskreisläufe
  • Förderung natürlicher Lebens- und Nährstoffkreisläufe
  • Förderung natürlicher Abwehrkräfte von Pflanzen und Tieren
     

Lokale Zusammenarbeit

Bei der Migros Luzern, die vor über 20 Jahren das Label «Aus der Region. Für die Region.» (AdR) etablierte, haben Direktlieferanten Tradition. Dadurch werden kurze Transportwege begünstigt – im Fall von Familie Huber aus Ballwil (siehe Reportage auf dieser Doppelseite) sind es nur wenige Fahrminuten bis zur Migros-Betriebszentrale in Dierikon.

Daneben wird auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit gestärkt. So unterstützt die Migros Luzern die Produzenten beispielsweise bei der Anbauplanung und tüftelt mit ihnen an neuen Produkten. Sie sorgt dafür, dass die Wertschöpfung in der Region gestärkt wird, und garantiert mit AdR den Zentralschweizer Bauern und Kleinbetrieben eine sichere Existenz.

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«Aus der Region. Für die Region.» Luzern

Erfahren Sie jetzt mehr über das Label «Aus der Region. Für die Region.»

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