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Migros - Ein M besser

Bananenpuffer

Ein Puffer für Bananen

Von Grün zu Gelb: Seit über 30 Jahren reifen in der Migros Luzern Bananen. Mit dem neuen Zwischenlager in Dierikon wird die Zentralschweiz zur nationalen Bananen-Drehscheibe.

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André Reichmuth (l.) und Haki Stojkaj (r.) kontrollieren in Dierikon den Reifegrad der Bananen.

Dass für die Banane auf der Früchte- und Gemüsewaage in der Migros die
Nummer 1 gedrückt werden muss, hat seinen Grund: Sie ist die am meisten verkaufte und konsumierte Frucht. Verteilt auf vier Reifereien, verarbeiten die Migros-Genossenschaften jährlich über 30 Millionen Kilogramm Bananen.

Bei der Genossenschaft Migros Luzern in Dierikon sind es jedes Jahr über 18 Millionen Kilo. Bestimmt sind sie für die Zentralschweizer Migros-Filialen, für weitere Migros-Genossenschaften und für Drittkunden wie Denner oder Le Shop.

 

Sensible Frucht mit Reifepotenzial

«Die Bananen erreichen uns grün und noch nicht genussreif. Auf dem gesamten Weg – grösstenteils von Übersee – zu uns nach Dierikon werden sie konstant bei 13,5 Grad gekühlt, sonst würden sie den Transport nicht überstehen», sagt André Reichmuth, Leiter Logistik Frischprodukte bei der Migros Luzern. In Dierikon nehmen die Bananenreifer der Migros die grünen Früchte in Empfang und prüfen die Qualität. In insgesamt 27 Reifezellen lässt man die Bananen dann während fünf bis acht Tagen kontrolliert reifen, bevor sie in den Verkauf gelangen. «Die sensible Frucht braucht Zeit, um sich zu entwickeln», sagt Haki Stojkaj, der die Bananenreifung bei der Migros Luzern schon seit mehr als 28 Jahren verantwortet. Es sei zu einem grossen Teil eine Erfahrungs- und Gefühlssache. «Wir haben es mit einem Naturprodukt zu tun, die Früchte können sich unter einheitlichen Bedingungen sehr unterschiedlich verhalten», erklärt Stojkaj.

 

Neuland für die Migros

Dass die Bananen in den gewünschten Mengen und in konstanter Qualität verfügbar sind, hat für André Reichmuth und sein Team Priorität. Deshalb hat die Migros in Dierikon weiter investiert, – und zwar in einen nationalen Bananenpuffer. Das heisst: Die Bananen werden neu in der Zentralschweiz und nicht mehr wie bisher an den Nordseehäfen zwischengelagert, bevor sie in eine der vier Migros-Reifereien gelangen. Dadurch verbessert sich die
Warenverfügbarkeit markant. «Verschiedenen Risiken bei der Beschaffung, etwa Schiffshavarien oder Bahnstreiks, sind wir nun nicht mehr so stark ausgesetzt», sagt Reichmuth. Der Bananenpuffer der Migros in Dierikon hat über 250 Stellplätze. Die Umgebungsluft in den drei Pufferräumen lässt sich steuern. «Dank eines neuartigen Systems können wir der Luft im Puffer das natürliche Ethylen entziehen, das für die Reifung der Banane verantwortlich ist. Dadurch verhindern wir, dass die Reifung zu früh einsetzt», erklärt André Reichmuth.

In 30 Tagen zur Migros

Transport

  • 2–3 Tage: von der Plantage in Mittelamerika (Kolumbien, Ecuador, Peru, Mexiko, Panama) in Kühlcontainern bei 13,5 bis 14,5 Grad zum Hafen
  • 14 Tage: Hochseeüberfahrt zu den Nordseehäfen
  • 1–2 Tage: Transport per Bahn oder LKW nach Dierikon
  • 5–7 Tage: Zwischenlagerung im Bananenpuffer Dierikon
  • • 5–8 Tage: Reifung in Dierikon
  • 1 Tag: Im Verkauf in der Migros-Filiale


Tipps zur Lagerung

  • Bananen zu Hause an einem kühlen Ort, bei 13 bis 14 Grad, beispielsweise im Gemüsefach im Kühlschrank lagern.
  • Neben Äpfeln oder Tomaten gelagert, reifen Bananen schneller nach.

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