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Migros - Ein M besser

Biobananen

Die süsse Frucht aus Spanien

Die Lieblinge der Migros-Kundschaft müssen keine lange Reise mehr machen: Biobananen von den Kanarischen Inseln gibt es neu in den Supermärkten der Migros Luzern.

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Stangenwald auf der Plantage: Bis zu 50 Kilogramm schwer können einzelne Fruchtstände werden und ohne Hilfsstützen die Stauden aus dem Gleichgewicht bringen.

Sie haben einen blauen Sticker mit der Aufschrift «Platanos de Canarias» und kommen aus Teneriffa oder La Palma: die süssen Biobananen von den Kanarischen Inseln. Seit Kurzem gibt es sie in den grösseren Filialen der Migros Luzern zu kaufen. Die europäischen Bananen gedeihen prächtig im milden subtropischen Inselklima und gelangen per Schiff und Lastwagen oder Bahn in die Schweiz. Elmar Barmettler, der bei der Migros Luzern für den Bananeneinkauf zuständig ist, hat vor Ort eine Plantage besucht und erzählt von seinen Eindrücken. 


Elmar Barmettler, wie hat es die europäische Alternative zur Tropenbanane in die Migros geschafft? 
Auf den Kanarischen Inseln hat der Bananenanbau Tradition. Produziert wird aber vorwiegend für den spanischen Markt. Da die Migros Luzern grossen Wert auf Nachhaltigkeit und kurze Transportwege legt, ist die Einführung der spanischen Biobanane bei uns ein toller Erfolg. Die aktuelle Testphase soll zeigen, ob die Kanaren-Banane bei der Migros-Kundschaft ankommt. Als erste Biobanane wird sie sogar im Offenverkauf angeboten.

 

Unterscheiden sich die europäischen Früchte von denen aus Süd- und Zentralamerika? 
Aufgrund des milderen Klimas reifen die spanischen Bananen bis zu 6 Monate und damit fast doppelt so lange an der Staude. Im Geschmack sind sie deshalb etwas süsslicher als die tropischen Bananen. Von aussen unterscheiden sie sich durch braune Stellen auf der Schale, die aber keinerlei Einfluss auf den Geschmack haben. Die Frucht im Innern ist von ausgezeichneter Qualität. 

 

Sie haben für die Migros Luzern gerade erst eine Bananenplantage auf Teneriffa besucht. Ihr grösstes Aha-Erlebnis? 
Für mich war der Metallstangenwald auf der Plantage ein spezieller Anblick. Ohne diese Stützen würden die Bananenstauden bei Wind und Wetter umkippen. Die daran hängenden Fruchtstände können nämlich bis zu 50 Kilogramm schwer werden. Beeindruckt hat mich zudem das «Inseldenken» der Leute. Es ist vergleichbar mit dem «Aus der Region. Für die Region.»-Label der Migros Luzern: Die motivierten Bana-nenbauern wollen zu ihrer Insel  Sorge tragen. So wird beispielsweise  der Humus nicht einfach  importiert, sondern vor Ort selbst hergestellt. Auch die Arbeiter sind Einheimische, die ihre kleinflächigen Plantagen selber bewirtschaften – mit einer starken Genossenschaft im Rücken.  

 

Spielt Fairtrade bei den spanischen Bananen eine Rolle?  
Nein. Es ist wirklich ein anderer sozialer Standard als in Zentral- und Südamerika, von wo die Bananen sonst kommen. Das zeigt sich auch preislich. Mich erinnern die Bananenbauern mit ihrem Berufsstolz stark an Walliser Aprikosenproduzenten.   
 

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