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SwissLauftreff

«Detox für die Leistungsgesellschaft»

SportXX unterstützt SwissLauftreff. Was hinter dem Erfolg der grössten Zentralschweizer Laufveranstaltung steckt, erklärt Präsident Helmut Bühler.

Interview: Christoph Riebli, Bilder: Joel Najer

Kostenlos, offen für alle und geleitet von kompetenten Läuferinnen und Läufern: Das sind die Erfolgsfaktoren des SwissLauftreffs. Was 1985 in Luzern auf der Allmend klein begann – als Vorbereitung auf den Luzerner Stadtlauf –, entwickelte sich in drei Jahrzehnten zur grössten Lauf- und Nordic-Walking-Veranstaltung der Zentralschweiz. Heute trainieren regelmässig rund 1500 Laufbegeisterte mit 250 Leiterinnen und Leitern an 31 Standorten. Und genau darin besteht das Ziel des vereinsunabhänigen Lauftreffs: die Bevölkerung zu sportlicher Aktivität anregen und so einen Beitrag zur «Volksgesundheit» leisten. 

Helmut Bühler, woher kommt der Erfolg von SwissLauftreff? Ist gemeinsames Laufen wirklich ein so starkes Bedürfnis? 

Für mich hängt der Erfolg des SwissLauftreffs mit dem Urbedürfnis nach Natur und Gemeinschaft zusammen. In modernen Arbeitswelten und im Familienalltag dominieren Termindruck, Stress und Fremdsteuerung. Wer sehnt sich da nicht nach einem «Ich-bin-dann-mal-wegMoment»? Die einen suchen Entspannung im Fitnesscenter, die anderen finden sie unterwegs in der Natur, der Gruppe. Die Idee des SwissLauftreffs ist im Grunde einfach: ein Run mit Leitung durch eine schöne Landschaft und ein Schwatz mit dem Laufkollegen. Leistungsdruck, Verpflichtung durch Jahresabo und Präsenzpflicht kennen wir nicht. Vielleicht sind wir sogar eine Art Detox-Modell für die Leistungsgesellschaft. 

Bremsen sich Fortgeschrittene und Anfänger nicht gegenseitig aus, wenn man mit beiden unterwegs ist? 

Das ist schon eine Herausforderung. Doch einerseits bieten wir an allen Standorten Leistungsniveaus mit verschiedenen Gruppen an. Andererseits wählen unsere erfahrenen Leiterinnen und Leiter auch mit Bedacht die Trainingsrouten. Ein schnelleres Grüpplein kann so auch mal losziehen und sich dann wieder zur Hauptgruppe zurückschlaufen. Am Schluss kommen alle auf ihre Kosten. 

Wieso soll man nicht einfach allein joggen gehen? 

Unsere Teilnehmenden rennen und walken meist auch ausserhalb der geleiteten Trainings. Ein zweites oder drittes Training von bis zu einer Stunde pro Woche macht Sinn. Der SwissLauftreff fungiert dabei als Ankertermin, der vielen heilig ist. Wenn zum Beispiel meine Gruppe loszieht, muss ich mit, auch wenn es regnet oder im Winterhalbjahr noch dunkel ist. Das ist ein positiver Gruppendruckeffekt (lacht). Und nicht zu vergessen: An unseren Standorten bereiten sich Gruppen auch auf regionale Wettkämpfe vor. Es ist viel motivierender, gemeinsam ein Ziel anzustreben. 

Wobei helfen eigentlich die «Trainer vom Fach»? Und wie sind diese ausgebildet?  

Leiterinnen und Leiter sind unsere zentralen Botschafter. Sie haben kein Sportstudium absolviert, sind aber bewegungsfreudige Praktiker. Sie führen Trainings mit der Wahl attraktiver Routen, Aufwärmen und Stretching durch und geben individuelle Tipps.  

An welchen Läufen trifft man Sie in der Saison 2020 an? 

Persönlich lebe ich meine Laufleidenschaft am liebsten in den Bergen. Sie bieten Abwechslung, Panorama und vor allem Höhenmeter. Den Wettkampf brauchts dann nicht zwingend. Und doch geniesse ich die Atmosphäre bei organisierten Läufen. Auf den Luzerner Stadtlauf freue ich mich besonders. Er unterstützt mit dem Solidaritätslauf meinen Arbeitgeber, die Stiftung Rodtegg in Luzern.    

Wie wichtig sind Laufschuhe? 

Laufen ist in jeder Hinsicht ein günstiger Sport. Beim Laufschuh sollte man jedoch nicht sparen, sondern sorgfältig auswählen. Der Gang ins Fachgeschäft mit Beratung lohnt sich. Wir empfehlen, zwei Paar Laufschuhe zu benutzen, die alternierend getragen werden. Übrigens wirkt im Frühling ein neues Shirt oder eine neue Jacke stimulierend. Es gibt coole Running Outfits mit positivem Effekt auf die Motivation (lacht).   

Was raten Sie einer Einsteigerin oder einem Einsteiger? 

Allein mit Lauftraining zu beginnen ist nicht so einfach. Ich empfehle den Besuch unseres Einsteigerkurses. Dort wird man begleitet und sorgfältig eingeführt in die neue Form der Bewegung. In einer Gruppe mit anderen Einsteigern und ohne übermotivierten Leistungsdruck funktioniert das meistens gut.  

Wann gehts beim SwissLauftreff mit Trainings richtig los? 

Die Sommersaison beginnt in der Woche vom 30. März, nach der Zeitumstellung. Unsere Website zeigt, wo und wann die 31 Standorte dran sind. 

Zur Person: Helmut Bühler (53), aus Ruswil LU, Direktor der Stiftung Rodtegg in Luzern und Präsident SwissLauftreff 

 

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