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Migros - Ein M besser

Altholz als Energiequelle

Die Migros Luzern setzt für ihre Betriebszentrale in Dierikon auf ein CO2-neutrales Heizkraftwerk. Sie erzeugt damit sogar Strom und Kälte.

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Sepp Amrhein, Leiter Haustechnik/Umwelt, betreibt mit seinem Team das innovative Biomasseheizkraftwerk in Dierikon. Holzschnitzelförderung: Aus Altholzschnitzeln entstehen Wärme, Kälte und Strom.

In Dierikon, mitten in der Zentralschweiz, steht die Betriebszentrale der Genossenschaft Migros Luzern. Sie ist Arbeitsort von über 800 Migros-Mitarbeitenden, Sitz für Administration und Logistik sowie Frischeplattform für Früchte, Gemüse und die Fleischverarbeitung. Den gesamten Energiebedarf für das 100 000 Quadratmeter grosse Areal – inklusive Sportpark Rontal – deckt seit Ende 2018 ein neu gebautes Biomasseheizkraftwerk ab. Neben Wärme für die Migros-eigenen Gebäude und Hallen sowie angrenzende Wohnund Geschäftsliegenschaften liefert es auch Kälte für die Kühlung verschiedener Betriebsbereiche und Strom für den Eigenbedarf. Dies alles geschieht CO2-neutral, denn gefeuert wird mit Altholz, einer erneuerbaren Energiequelle. Das nachhaltige Pionierprojekt – in das die Migros Luzern rund zehn Millionen Franken investiert – zahlt so auch auf das Versprechen von «Generation M» ein, bis 2020 die Treibhausgasemissionen gegenüber 2010 um 20 Prozent zu senken.

 

Dampfturbine als Herzstück

«Ursprünglich haben wir auch an Gas oder Geothermie als Energiequelle gedacht», sagt Sepp Amrhein, der das Projekt leitete und von der ersten Vision 2014 bis zur Fertigstellung massgeblich mitprägte. Überzeugt hat schliesslich die Idee Wärme, Strom und Kälte zu koppeln. So ist die Anlage nicht nur effizient, sondern auch «perfekt auf unsere Bedürfnisse am Standort Dierikon zugeschnitten». Als Novum gilt dabei die Stromproduktion für den Eigenbedarf: «Dank einer mit Wärme angetriebenen Dampfturbine können wir einen bedeutenden Teil unseres Strombedarfs selber produzieren», so Amrhein. «Wir können als Detailhandelsbetrieb zugleich die Kälte nutzen, die wir mittels Absorption aus der Wärme gewinnen.» 

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