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GEWINNEN SIE TICKETS FÜRS WISSENSFESTIVAL «AHA»

Bild: Franca Pedrazzetti

Raus aus der Filterblase

Spannende Fragen, hochkarätige Referenten und eine lockere Atmosphäre: Damit trifft das vom Kulturprozent unterstützte Wissensfestival «aha» den Nerv der Zeit. Die Macher erklären die Gründe.

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Für ihre unkonventionelle Idee erhielten Christoph Fellmann und Ana Matijasevic den Zentralschweizer Förderpreis des Migros-Kulturprozents. Mit «aha – ein Festival für Wissen» bringen sie wissenschaftliche Fragestellungen im Kulturhaus Südpol Luzern vor ein breites Publikum, mehrheitlich Nicht-Fachleute. Die Antworten geben ausgewiesene, nationale und internationalen Fachleute im Rahmen von Referaten, aber stets niederschwellig und auf publikumsnahe Weise. Nach einer erfolgreichen Premiere Anfang 2019 findet am 24. und 25. Januar bereits die zweite Ausgabe von «aha» statt, die erneut vom Migros-Kulturprozent unterstützt wird. Im Interview sprechen Fellmann und Matijasevic über die Notwendigkeit und die Resonanz des Formats – und darüber, welche «aha»-Erlebnisse man sich als Besucherin oder Besucher versprechen darf. 

Auswahl der Referate: 

  • Wie wurde die romantische Liebe erfunden? Eva Illouz, Soziologin
  • Wie können wir Algorithmen kontrollieren? Katrin Fritsch, Autorin
  • Wie entsteht ein Tabu? Gabriel Abend, Soziologe
  • Zerfallen die Alpen? Isabelle Kull, Geomorphologin
  • Was geschieht, wenn es 24 Stunden lang kein Internet gibt? Moritz Metz, Radiojournalist
  • Wie investiert man 100 Franken am besten ins Gemeinwohl? Adina Rom, Entwicklungsökonomin

Wann und Wo:

24. Januar (Vorträge 18 bis 23 Uhr, Bar bis 2 Uhr) 
25. Januar (Vorträge 16 bis 23 Uhr, Bar bis 2 Uhr)

Südpol Luzern, Arselanstrasse 28, 6010 Kriens

Tickets: 

Im Vorverkauf auf sudpol.ch oder auf starticket.ch
Eintritt am Freitag Fr. 32.–/22.–; am Samstag Fr. 38.–/24.–, und der Festivalpass kostet Fr.64.–/40.–

Mehr Infos: aha-festival.ch

2 x 2 Festivalpässe gewinnen

Der Wettbewerb ist beendet.

Interview mit Christoph Fellmann und Ana Matijasevic

Christoph Fellmann

«Die Referate richten sich nicht an Insider, sondern an ein neugieriges Publikum.» Christoph Fellmann ist freischaffender Autor, Theatermacher und Kulturproduzent in Luzern. Er ist Mitbegründer von mehreren Veranstaltungsreihen.

Ana Matijasevic

«Man wird auch mit Inhalten konfrontiert, über die man sich normalerweise nicht informiert.» Ana Matijasevic arbeitete nach ihrem Masterstudium in Filmwissenschaft als freischaffende Filmkritikerin und Multimedia-Produzentin. Seit 2016 ist sie Kulturredaktorin beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF

«aha» soll kein Kongress sein, sondern ein «Happening». Was bedeutet das genau? 
Christoph Fellmann: Ein Kongress ist normalerweise ein Fachtreffen: Insider tauschen unter sich ihr Fachwissen aus. Das «aha»-Festival richtet sich gerade nicht an Insider, sondern an ein breites, neugieriges Publikum. Es soll Wissenschaft niederschwellig und unkompliziert vermitteln.
Ana Matijasevic: Darum wählten wir als Format eben ein Festival, wie man es aus der Popkultur kennt. Und deshalb richten wir «aha» nicht an einer Uni oder in einem Kongresszentrum aus, sondern in einem Kulturzentrum, wo man in den Ausgang geht. Darum: ein Happening. 

Weshalb braucht es in der heutigen Informationsflut denn ein Wissensfestival?
Fellmann: All die Informationen sind unsortiert und nicht immer von hoher Qualität. Oft können wir sie nicht richtig aufnehmen und erst recht nicht einordnen. «aha» schafft einen konzentrierten und entspannten Rahmen, in dem hervorragende Forschung und Wissenschaft die Leute erreicht.
Matijasevic: Wichtig ist auch, dass man hier seine Filterblase verlässt. Man wird auch mit Themen und Inhalten konfrontiert, über die man sich normalerweise nicht oder nur beiläufig informiert.

Wie verlief die «aha»-Premiere im letzten Jahr? 
Fellmann: Wir waren hoch zufrieden. Wir hatten ein grosses, aufmerksames –und sehr konditionsstarkes! – Publikum. Auch die Referentinnen und Referenten lobten die neue Plattform, die Atmosphäre und den Austausch. Viele schätzten es, zur Abwechslung nicht vor Fachkolleginnen und Fachkollegen aufzutreten.   

Sie richten das Festival nach verschiedenen Fragen aus, die anhand von Referaten beantwortet werden. Wie werden diese Fragen ausgesucht? 
Matijasevic: Die Fragen stammen von uns, von der OnlineCommunity und von unserem Kuratorium, das letztlich für die finale Auswahl zuständig ist. Drei Fragen im neuen Programm haben zudem Besucherinnen und Besucher der ersten Festivalausgabe eingegeben.

Auf welcher «Flughöhe» bewegen sich die Referate? 
Fellmann: Die Referate richten sich an Nicht-Expertinnen und -Experten. Sie sind gut verständlich. Aber es ist ein profilierter Inhalt, kein Entertainment. Man muss also schon zuhören wollen und sich auf Themen einlassen. 

Bietet das Festival auch Raum für Diskussionen? 
Matijasevic: Ja, die Shedhalle des Südpols ist das Festivalzentrum: mit Bar, Küche, Büchertisch und anderem. Hier ist Raum zum Diskutieren – vor, zwischen und nach den Referaten; nach dem letzten Vortrag bis 2 Uhr morgens. Fellmann: Auch die Expertinnen und Experten sind da, man kann sie in den Pausen unkompliziert ansprechen: so etwa Eva Illouz zu Sex und Kapitalismus oder Philipp Hübl zu Politik und Ekel. 

Was sollen die Leute vom Festival mitnehmen? 
Fellmann: Schön ist, wenn die Leute erleben, dass Wissenschaft kein elitäres Brimborium, sondern spannend ist; dass sie direkt mit dem eigenen Leben zu tun hat und sich mit Fragen befasst, die uns alle beschäftigen. Wir freuen uns, wenn die Leute bereichert, nachdenkend und vielleicht sogar ein bisschen klüger nach Hause gehen.

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