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Migros - Ein M besser

AUSSERORDENTLICHE URABSTIMMUNG 2019

Über welche Frage stimmen die Genossenschafterinnen und Genossenschaftern ab?

«Möchten Sie, dass die Gesamtheit der Mitglieder der Verwaltung der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg mit sofortiger Wirkung ihres Amtes enthoben werden?»

Was sind die jüngsten Entwicklungen?

Der in die Wege geleitete Abstimmungsprozess entspricht demjenigen, der in den Statuten und im Wahlreglement der Genossenschaft vorgesehen ist: Es besteht kein Grund, die Rechtmässigkeit der Befragung zu bezweifeln.

Als unabhängiges und neutrales Revisionsorgan übermittelt uns PwC untenstehend seine Antworten in Bezug auf die Rechtmässigkeit der Befragung.

  1. Entsprechend dem Art. 9 Abs. 3 des Wahlreglements der MNF dient die Stimmkarte selbst als Legitimationsdokument (dies im Gegensatz zu einem Stimmzettel im Sinne des Art. 9. Abs.1 des Wahlreglements).
  2. Jedem Mitarbeitenden ist eine Stimmkarte per Post zugestellt worden. Diese Stimmkarte ist persönlich und nicht übertragbar.
  3. Wie von Art 8. Abs. 1 des Wahlreglements der MNF verlangt, ist die Stimmkarte anonym.
  4. Ein Antwortcouvert ist nicht nötig, da die Stimmkarte selbst voradressiert und vorfrankiert ist.
  5. Diese Prozedur (insbesondere Abstimmung und Legitimationdl per Stimmkarte) entspricht in jeder Hinsicht der gängigen Praxis im Fall von Urabstimmengen in der MNF, wie sie von der Verwaltung in der Vergangenheit organisiert wurden.
  6. Als zusätzliche Vorsichtsmassnahme ist die Stimmkarte mit einem Schutz ausgestattet, der verhindert, dass sie kopiert werden kann.
  7. Die Stimmkarten werden direkt an den Präsidenten des Wahlbüros, Hr. Stahl, Notar in Neuenburg, zurückgeschickt. Die Karten werden durch das Wahlbüro im Beisein von PwC und Hr. Stahl geprüft.

Die Urabstimmung zwecks Abwahl des Präsidenten und der übrigen Mitglieder der Verwaltung der Migros Neuchâtel-Fribourg (MNF) – worum geht es?

  • Im Rahmen zweier Bauprojekte in Belfaux und La Roche hat die MNF in den Jahren 2014 und 2015 zwei Zahlungen über je CHF 800'000 (plus MwSt) an eine Hr. Piller gehörende Gesellschaft (Anura SA) bzw. von ihm damals vertretene und später (in 2016) erworbene Gesellschaft (Constructor SA) getätigt.
  • Nach Eingang eines externen Hinweises auf mögliche Unregelmässigkeiten bei den genannten Transaktionen hat der MGB Ende 2017 Hr. RA Mark Livschitz mit der Durchführung einer internen Untersuchung beauftragt. Die umfassende Untersuchung hat ergeben, dass es für diese Zahlungen keine der MNF zugekommenen Gegenleistungen identifizierbar waren, welche Zahlungen in dieser Höhe rechtfertigen könnten.
  • Die Direktion der MNF hat das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG beauftragt, die Resultate der MGB-internen Untersuchung zu überprüfen; die KPMG ist dabei zu demselben Schluss gelangt wie Hr. RA Livschitz.
  • Hr. RA Livschitz und die KPMG haben auch festgestellt, dass Hr. Piller als Präsident der MNF sich im Zusammenhang mit den beiden Bauprojekten Belfaux und La Roche in einem offensichtlichen Interessenkonflikt befand.
  • Auf der Basis dieser Untersuchungsergebnisse hat im Juli 2019 der MGB und kurz darauf die MNF Strafanzeige gegen Hr. Piller (und gegen Unbekannt) wegen Verdachts auf u.a. ungetreue Geschäftsbesorgung erstattet sowie gegen Hr. Piller auch eine Zivilklage wegen Verstosses gegen Organpflichten, Vertragsverletzung und unerlaubte Handlung eingereicht.

  • Hr. Piller hat sich seit Beginn der gegen ihn eingeleiteten Untersuchung wenig kooperativ gezeigt und die Kompetenz des MGB zur Abklärung der Vorwürfe bestritten, angebliche Formfehler in der Untersuchung geltend gemacht und die fachliche Kompetenz des Untersuchungsleiters bemängelt.
  • Soweit bekannt bzw. von Hr. Piller selbst mitgeteilt, hat er mehrfach Strafanzeigen gegen (mutmasslich) Mitglieder verschiedener Organe des MGB und/oder der MNF sowie gegen zwei Mitglieder des Genossenschaftsrates der MNF erstattet.
  • Sodann hat Hr. Piller verschiedentlich versucht, die zuständigen Migros-Gremien mittels eines gerichtlichen Verbotes daran zu hindern, sich mit der Angelegenheit so zu befassen, wie das Migros-intern vorgesehen und angebracht ist.
  • Zu diesem Zweck hat Hr. Piller in diesem Jahr bereits dreimal Anträge auf Erlass superprovisorischer Massnahmen gestellt, sowie eine (inzwischen wieder zurückgezogene) Zivilklage und eine (inzwischen ebenfalls wieder zurückgezogene) Schiedsklage gegen den MGB wegen angeblicher Persönlichkeitsverletzung eingereicht.
    • Aufgrund einer von Hr. Piller im März 2019 erwirkten vorsorglichen Massnahme war es der Verwaltung des MGB während mehrerer Wochen verboten, die Angelegenheit Migros-intern zu besprechen!
    • Mittels einer weiteren vorsorglichen Massnahme versuchte Hr. Piller zudem (wenn auch erfolglos) im August 2019, dem Genossenschaftsrat der MNF zu untersagen, die Einberufung einer Urabstimmung zwecks Abwahl der MNF-Verwaltung zu beschliessen.
    • Am 29. Oktober 2019 ist Hr. Piller erneut an ein Gericht in Fribourg gelangt und hat eine superprovisorische Verfügung erwirkt, die es dem MGB verbietet, in den Migros-Magazinen vom 4. und 11. November 2019 die Wahlempfehlungen der MNF und des MGB – in der Form und mit dem Inhalt, wie sie bereits im Migros-Magazin vom 28. Oktober publiziert wurden – zu veröffentlichen. Stattdessen musste der MGB auf Geheiss des Gerichts des Saanebezirks im Migros-Magazin vom 4. November 2019 eine von Hr. Piller beantragte Gegendarstellung veröffentlichen.

  • Die Verwaltung und Damien Piller haben einen eigenen Untersuchungsbericht bei dem Genfer Anwalt Alan Hughes in Auftrag gegeben. In seiner Gegendarstellung zitiert Hr. Piller nur eine von insgesamt fünf Schlussfolgerungen dieses Berichtes, und diese nicht einmal vollständig. Was Hr. Piller gegenüber den Genossenschafterinnen und Genossenschafter der MNF und der Öffentlichkeit verschweigt, sind die übrigen Erkenntnisse des Hughes-Berichtes. Auch RA Alan Hughes sowie die von ihm beigezogenen Wirtschaftsprüfungs-, Steuer- und Bauexperten sind nach durchgeführter Untersuchung, einschliesslich der Prüfung aller von Hr. Piller selbst vorgelegten Unterlagen, nämlich zum Schluss gekommen,
    • dass Hr. Piller sich bei den besagten Bauprojekten in einem Interessenkonflikt befand, der geeignet war, das Vertrauen in die MNF-Verwaltung insgesamt zu beeinträchtigen;
    • dass es bei dem in den beiden Projekten angewandten unüblichen Verfahren sowie beim Abschluss der die Zahlungen angeblich begründenden Verträge zu „Anomalien“ kam;
    • dass für die beiden Zahlungen in Höhe von insgesamt CHF 1.7 Mio., welche an die Herrn Piller gehörende Anura SA und die von ihm schon damals jedenfalls geführte Constructor SA geflossenen sind, keine Gegenleistungen zugunsten der MNF in dieser Höhe identifiziert werden können und diese Zahlungen mutmasslich die Margen dieser Gesellschaften verbessert haben;
    • dass Hr. Piller zur Rechtfertigung für die Zahlungen auch gegenüber den von der MNF-Verwaltung beauftragten Prüfern Erklärungen abgab, die sich im Rahmen der Untersuchung als nicht haltbar oder widersprüchlich erwiesen;
    • dass Hr. Piller sich geweigert hat, den Experten Buchhaltungsunterlagen seiner Gesellschaften, welche die Zahlungen erhielten, vorzulegen;
    • dass die Untersuchung fortgesetzt werden müsste, um die Verwendung der Zahlungen durch die von Hr. Piller kontrollierten Gesellschaften zu identifizieren.
  • Es erstaunt deshalb auch nicht, dass Damien Piller und die übrigen MNF Verwaltungsmitglieder diesen Bericht der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht haben. Folglich stellen wir Ihnen die Schlussfolgerungen des Berichts hier zur Verfügung.
  • Der MGB und die MNF sind daher der Ansicht, dass die Ergebnisse der von RA Alan Hughes durchgeführten Untersuchung hinsichtlich der Bauprojekte Belfaux und La Roche weitgehend die Erkenntnisse der Untersuchungen von Hr. RA Livschitz und der KPMG bestätigen und der Verdacht gegen Damien Piller entgegen der Ansicht der MNF-Verwaltung keineswegs entkräftet ist. Der MGB und die MNF sind zuversichtlich, dass im Rahmen des Zivilverfahrens und/oder der strafrechtlichen Untersuchung abgeklärt werden kann, ob und inwiefern es bei den Projekten in Belfaux und La Roche zu strafbaren Handlungen kam. Für Herrn Damien Piller gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

  • Allerdings sind alle Organe und Gremien innerhalb der MNF (und auch des MGB) aufgrund des Verhaltens von Hr. Piller ihnen gegenüber nicht mehr bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten. Wer die eigene Genossenschaft wiederholt mit Zivilklagen eindeckt und Personen, die sich aufgrund ihrer Eigenschaft als Mitglied eines Organs oder eines Rates oder einer Kommission mit der Angelegenheit „Damien Piller“ befassen müssen, mit strafrechtrechtlichen Schritten droht und/oder solche Schritte auch vollzieht, macht sich innerhalb dieser Genossenschaft untragbar.
  • Weil angesichts der gegen Hr. Piller bestehenden gravierenden Verdachtsmomente und der vielfältigen Interessenkonflikte zudem keine Gewähr mehr dafür besteht, dass dieser als Präsident der Verwaltung die Interessen der Genossenschaft korrekt vertreten kann, haben die Mitglieder des Genossenschaftsrates der MNF Hr. Piller und den übrigen Mitgliedern der MNF-Verwaltung das Vertrauen entzogen. Der Genossenschaftsrat der MNF, die Direktion der MNF, die Personalkommission der MNF, der MGB, alle Präsidenten der 9 übrigen Migros-Genossenschaften sowie der Stiftungsrat der Duttweiler Stiftung haben Hr. Piller zum Rücktritt aufgefordert.
  • Der von Hr. Piller gegenüber der Öffentlichkeit erweckte Eindruck, die Verwaltung der MNF handle im Auftrag und im Interesse der MNF, und sie führe einen Kampf gegen den MGB, mit dem Ziel der Erhaltung der „Werte“ der Migros bzw. von Gottlieb Duttweiler, entspricht daher nicht der Wahrheit. Innerhalb der gesamten Migros-Gemeinschaft sind er und die übrigen Mitglieder der Verwaltung – Hr. Philippe Menoud, Frau Marcelle Junod, Hr. Jean-Paul Eltschinger – völlig isoliert. Der MGB und die MNF sind somit der Auffassung, dass Herr Piller in dieser Sache seine persönlichen Eigeninteressen vertritt.
  • Ob die Handlungen von Damien Piller letztendlich von dn Behörden strafrechtlich zu ahnden sein werden oder nicht, ändert nichts an der Tatsache, dass Hr. Piller in den Augen der Migros nicht länger als Präsident einer ihrer Genossenschaften tragbar ist.

  • Da Hr. Piller und die anderen Mitglieder der Verwaltung einen Rücktritt ablehnen, sind die Genossenschafter und Genossenschafterinnen aufgerufen, darüber zu entscheiden, ob ihre Genossenschaft weiterhin von dieser Verwaltung geführt werden soll. Die MNF selbst beantragt deren Abwahl. Das betrifft neben Hr. Piller auch den Vizepräsidenten der MNF, Hr. Philippe Menoud, sowie die Mitglieder Frau Marcelle Junod und Hr. Jean-Paul Eltschinger.
  • Alle Verwaltungsmitglieder haben sich stets hinter Hr. Piller gestellt und forderten anfänglich vom MGB, die Untersuchung einzustellen, ohne Informationen über deren Arbeitsstand einzufordern und ohne eine eigene Untersuchung in Auftrag zu geben. Es ist auch nach Vorliegen von mittlerweile drei Untersuchungsberichten nicht erkenntlich, dass die Verwaltungsmitglieder angesichts der im Wesentlichen übereinstimmenden Untersuchungserkenntnisse die Rolle des Präsidenten kritisch hinterfragen würden. Aus Sicht der MNF und des MGB ist den Verwaltungsmitgliedern vorzuwerfen, dass sie ihre Führungsverantwortung nicht übernommen und Hrn. Piller nicht signalisiert haben, dass er in seinem Amt nicht mehr tragbar ist. Stattdessen haben sie Hr. Piller die Angelegenheit so eskalieren lassen, dass innerhalb der Genossenschaft niemand mehr mit dieser Verwaltung zusammenarbeiten will.

Wie empfiehlt die Migros zu stimmen?

Die gesamte Migros-Gemeinschaft, namentlich

  • der Genossenschaftsrat der MNF (das übergeordnete Organ der regionalen Verwaltung)
  • die Geschäftsleitung der MNF (operative Geschäftsführung)
  • die Personalkommission der MNF (vertritt die Angestellten der MNF)
  • die Präsidenten der neun anderen regionalen Migros-Genossenschaften Schweiz
  • die G. und A. Duttweiler-Stiftung (sorgt dafür, dass die Gründerwerte der Migros in der gesamten Migros-Gemeinschaft respektiert und aufrechterhalten werden) und
  • der Migros-Genossenschafts-Bund


haben das Vertrauen in die Verwaltung von MNF, namentlich in Damien Piller, Philippe Menoud, Marcelle Junod und Jean-Paul Eltschinger verloren. Alle verlangen den Rücktritt der gesamten Verwaltung der MNF. Deshalb empfehlen Ihnen der Genossenschaftsrat der Migros Neuenburg-Freiburg und die Verwaltung des Migros-Genossenschafts-Bunds

JA zu stimmen

Wer unterstützt die JA-Parole innerhalb Ihrer Genossenschaft?

Esther Grangier

Mitglied der Genossenschaftsrat der MNF

Daniel Bena

Präsident des Genossenschaftsrats der MNF

Alain Montani

Präsident der Personalkommission der MNF


Jean-Marc Bovay

Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg

Was ist die Botschaft der G. & A. Duttweiler Stiftung?

Peter Birrer

Präsident der Gottlieb und Adele Duttweiler Stiftung

Botschaft des Direktors der Migros Neuenburg-Freiburg an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter



Jean-Marc Bovay

Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg

Wie gebe ich meine Stimme ab?

Die Stimmkarten für den Wahltag vom 16. November 2019 sind bereits an die gemäss dem Mitgliederregister stimmberechtigten Personen verschickt worden. Die an Sie per Post versandte Stimmkarte ist bereits vorfrankiert und kann ohne Weiteres in einen Postbriefkasten eingeworfen oder am Postschalter aufgegeben werden. Es ist nicht notwendig, für den Versand einen Briefumschlag zu verwenden, weshalb ein solcher den Stimmberechtigten auch nicht zusammen mit der Stimmkarte zugesandt worden ist.

Wahlbüro: Étude SPLC, Avocats et Notaires zu Handen von Herr Me Fritz Stahl, rue du Trésor 9, 2000 Neuchâtel, Tel. 032 729 02 02.

Achtung: Falls eine Karte ihren Empfänger nicht erreicht oder falsch zugestellt wird, ist dies dem Mitgliederregister unserer Genossenschaft zuhanden des Wahlbüros zu melden. Dies sollte frühestens sechs Arbeitstage, spätestens jedoch drei Arbeitstage vor dem Datum der ausserordentlichen Urabstimmung erfolgen.

Wie kann man Genossenschafterin oder Genossenschafter werden?

Sie sind noch nicht Genossenschafter der Migros, möchten es aber werden? Sie finden sämtliche Informationen, um am Leben Ihrer Genossenschaft Migros teilzunehmen mit einem Klick auf den folgenden Link: migros.ch/besitzer