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Kleine Beere mit grosser Wirkung

Seit gut fünf Jahren setzt Familie Räss voll auf Beeren, insbesondere auf die nährstoffreichen Biobeeren für Aroniasaft. Diese gedeihen dank der idealen geografischen Lage auf den Feldern in Benken.

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Stolze Aroniaproduzenten: In der Nähe des Rheins produziert die Familie Räss Bio-Beeren.

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Nährstoffwunder Aronia

Aroniabeeren gelten als besonders gesund. Neben einer hohen Konzentration von Vitaminen wie E, K, B und C sowie zahlreichen Mineralstoffen trumpft sie mit Antioxidantien auf. Verglichen mit anderen Früchten weist sie zudem eine sehr hohe Konzentration von sogenannten Anthocyanen auf, die stark antioxidativ wirken. Diese können im Körperoxidativem Stress entgegenwirken, indem sie schädliche freie Radikale binden und neutralisieren.

«Jetzt haben Sie die Blütezeit gerade verpasst, dann ist hier alles schneeweiss.» Simon Räss steht zwischen zwei Meter hohen Aroniasträuchern und zeigt auf eine Dolde Aroniabeeren. Eine der zwei Hofkatzen streicht um seine Beine. «Und hier haben wir den Mäusejäger vom Dienst.»

Die kleinen grünen Beeren, die jetzt sichtbar sind, wachsen monatelang. Frühestens im August sind sie dunkelviolett und reif zum Ernten. Das lässt reichlich Zeit für die Entwicklung der Nährstoffe, die in der Aroniabeere stecken.

Viele Lieferanten hinzugewonnen
«Als gesundes Lebensmittel wird Aronia immer beliebter und erweist sich auch nicht als kurzfristiger Hype wie beispielsweise Goji», sagt Räss. Er hat sich, zusammen mit Bruder Christoph und den Eltern, innert kürzester Zeit zum Beerenspezialisten entwickelt. Denn die Familie Räss baut erst seit 2015 Beeren an. Zuvor war ihr Hof in Benken ZH ein traditioneller Bauernbetrieb mit Schweinen und Kartoffeln. Die Beeren sind aus einem Experiment entstanden: Michelle Schumann, die Lebenspartnerin von Christoph Räss, hatte dank ihrer Erfahrung als Drogistin die entscheidende Idee. Den Anfang machten Aronia und Cassis, denn diese Beeren sind robust und brauchen vergleichsweise wenig Pflege.

«Wir fanden das alles sehr spannend, merkten aber schnell, dass man Beeren nicht einfach so nebenbei anbauen kann», erzählt Simon Räss. Und die Familie realisierte auch, dass bei ihnen für die Produktion von Biobeeren ideale Bedingungen herrschen. Der sandige Boden an der leicht südlichen Hanglage wärmt sich im Frühjahr schneller auf – perfekt für Beeren. Zudem sorgt die Nähe zum Rhein und Schwarzwald dafür, dass der Niederschlag oft einen Bogen um die Region macht: «Gerade in den letzten Wochen hatten wir mehrmals Glück, vom Hagel verschont geblieben zu sein.»

 

Sehr bald schon kamen weitere Beeren dazu – und die Entscheidung, voll und ganz auf die anspruchsvollen Früchtchen zu setzen. Schritt für Schritt haben sich die Gebrüder Räss an neue Sorten herangewagt: Neben traditionellen Sorten wie Heidel-, Johannis-, Erd- und Himbeeren wachsen heute unter anderen sogar Kiwi, Sanddorn und Maibeeren auf den Feldern. «Wir wussten, wir müssen uns vier- bis fünfmal schneller Wissen aneignen als andere, um erfolgreich zu sein», sagt Räss.

Schädlinge kreativ bekämpfen
Mit der Beerenproduktion kam auch die Umstellung auf Biolandwirtschaft. «Wenn wir schon gesunde Lebensmittel anbauen, dann auch nach biologischen Richtlinien», sagt Räss. Das heisst: keine chemischsynthetischen Pflanzenschutzmittel, keine künstlichen Dünger und Kreativität bei der Bekämpfung von Schädlingen und Pilzen. Dank einer guten Pflege der Felder sucht sich zum Beispiel der grösste Schädling der Aronia, die Kirschessigfliege, lieber wilde Brombeeren am Waldrand als die Aronia auf dem Feld.

Wenn die Aroniabeeren im Spätsommer reif sind, geht es schnell: Mit einem Vollernter werden die drei Felder geerntet und die Beeren mehrmals am Tag zur Landi Hüttwilen geliefert, die nur 20 Minuten Fahrzeit entfernt liegt. Dort werden die frischen Beeren innerhalb von zwölf Stunden eingefroren, und danach entstielt und gepresst. «Das ist wichtig, damit die Aroniabeeren frisch bleiben und keine Nährstoffe verlieren», sagt Jürg Weber von der Landi Hüttwilen.

Die Sorte Nero Superberry, die Familie Räss anbaut, ist aromatisch und eignet sich nicht nur für den Saft, sondern auch zum Frischverzehr. «Bei der Ernte landet zwischendurch auch eine Aroniabeere in meinem Mund. Das ist bei dieser anstrengenden Arbeit schön erfrischend», sagt Simon Räss.

Aroniasaft

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