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Migros - Ein M besser

Flüssiges Gold in Bio-Qualität

Neu kommen zwei Bio-Honige aus dem Züribiet. Heidi Meyer aus Wil / ZH hat ihren Betrieb auf biologischen Anbau umgestellt, was auch Anpassungen im Bienenkasten nach sich zieht.

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Heidi Meyer mit ihren Bienen.

Es summt und brummt in den Bienenkästen von Heidi Meyer. 200 Bienenvölker arbeiten für die passionierte Imkerin und liefern ihr Honig in höchster Qualität. Seit 2014 ist Meyer hauptberuflich Imkerin und 2019 liess sie ihren Betrieb nach dem BIO-Suisse-Label zertifizieren. So kommt es, dass nun zum ersten Mal zwei Sorten Honig unter dem Label «Aus der Region. Für die Region» in Bio-Qualität angeboten werden können.

 

Wenn aus Honig Bio-Honig wird
Nun, was braucht es, um Honig von konventionell auf biologisch umzustellen? Der Unterschied liegt in der Haltung der Bienen und der Arbeitsweise der Imker. Bio-Bienenkästen dürfen nur aus biologischen Rohstoffen wie Holz, Lehm und Stroh gebaut sein. Im Umkreis von drei Kilometern muss die Bienenwiese aus Pflanzen des ökologischen Anbaus oder Wildpflanzen bestehen und im Winter darf zur Fütterung nur Honig, Pollen oder Bio-Zuckersirup verwendet werden. Heidi Meyer kann sich ohne Probleme an diese Vorgaben halten. So arbeitet sie zum Beispiel mit dem eigenen Wachskreislauf. Die alten Waben lässt sie einschmelzen und erhält dann neue Wachswände, welche die Bienen als Bauvorlage nutzen können. Krankheiten werden so vermieden, da immer mit dem gleichen Material gearbeitet wird. Zudem füttert sie die Bienen im Winter nur mit Bio-Zuckersirup. Dieser ist zwar dreimal teurer als herkömmlicher Zucker, aber die Bienen sind es Wert. Jedes Jahr gibt es zudem eine Kontrolle, welche den biologischen Betrieb überprüft.

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Der Bio-Waldhonig und der Bio-Blüten-Honig cremig sind in Gläschen à 250 Gramm in der Migros Zürich erhältlich.

Auf Trockenheit und Fleiss kommt es an

Die zwei Honigsorten in Bioqualität sind der Blütenhonig cremig und der Waldhonig. Der Bioblütenhonig wird im Frühling als ­Erstes gewonnen, und zwar aus Löwenzahn, blühenden Obstbäumen, Raps und Akazien. Später wird der Honig maschinell gerührt und dadurch cremig gemacht. Vielen Honigfans schmeckt diese Konsistenz besser als die feste, obwohl die Kristallisierung im Glas ein Zeichen für die hohe Qualität des Produkts ist. Der Biowaldhonig wird ab Mitte Juli aus Tannenschösslingen gezogen. Fällt während des Jahres wenig Regen und ist es schön warm, ergibt dies einen vorzüglichen Honig.

 

Heidi Meyer ist zugleich stolz und fasziniert von ihren Bienen. «Die Bienen leben 5-6 Wochen und durchleben eine richtige Karriere. Anfänglich erledigen sie einfache Aufgaben wie den Wabenbau und arbeiten sich zur Fluglochbewacherin oder später zur Sammlerin hoch», erzählt Meyer, «die Bienen sehen sich nicht als Individuum, sondern funktionieren nur im Volk und jede trägt der anderen Sorge». Das Verhalten der Bienen könne oftmals auch auf unser menschliches Leben übertragen werden, «wir können viel von den Bienen lernen»!