Navigation

Migros - Ein M besser

Unter Tannenbäumen

Ab dem 15. Dezember gibt es in den Supermärkten der Migros Zürich Weihnachtsbäume aus der Region. Zu Besuch bei den Produzenten Willi Mathys und Hanspeter Huber in Urdorf.

tannenbaumproduzenten_1.jpg

«Wegen seiner besonderen Form würde er anderswo wohl nicht mal in den Verkauf gelangen», vorsichtig fährt Willi Mathys mit der Hand über die doppelte Spitze des Tannenbaums. «Ich bin aber überzeugt, dass sich jemadn finden wird, der Freude daran hat, nicht eine, sondern zwei Spitzen zu schmücken.» Vermeintliche Makel, so der Produzent, verleihen einem Tannenbaum Charakter. 

Über reichlich Charakter verfügt auch Mathys, unter der roten Mütze macht sich ein verschmitztes Grinsen breit. Bestimmten Schrittes führt er durch das vor lauter Tannen sattgrüne Feld, an seiner Seite Hanspeter Huber, Mitinhaber der Firma Agroservice. Seit fast zehn Jahren züchten die zwei unweit von Urdorf Nordmann-, Rot- und Blautannen. Was Mathys’ Vater einst im kleinen Rahmen betrieb, hat der Sohn auf die Region erweitert.

Heute stammen alle Tannenbäume im Verkauf der Supermärkte der Migros Zürich von Agroservice. An den Zweigen prangt das unverkennbare Label „Aus der Region. Für die Region“. Dass die Genossenschaft Migros Zürich auf Importbäume aus Dänemark verzichtet und in den Supermärkten auf regionale Bäume setzt, war für Agroservice eine glückliche Fügung. Tausende Bäume gelangen so über die 35 Verkaufsstandorte der Migros Zürich in die gute Stube. «Die Zusammenarbeit mit der Migros ist das Beste, was uns passieren konnte.» Um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen, setzt Mathys plötzlich eine ernste Miene auf. Doch sie währt nur kurz –  sogleich blitzt wieder ein Grinsen unter der Mütze hervor.

Marienkäfer und Greifvögel
Mitten im Feld hält Mathys kurz inne und weist Christoph Büttler, Marketingleiter Blumen und Pflanzen der Migros Zürich, auf die natürliche Bewirtschaftung des Bodens hin. Diese stärke die Erde, so der Züchter. Und in der Tat: Munter spriesst es zwischen den Tannen. Chemische Hilfsmittel wären nur bei hartnäckigem Läusebefall erlaubt. Doch mit der Unterstützung der Marienkäfer, denen Läuse gut schmecken, erübrigt sich der Griff zur Chemie. 

Die Begrünung der Zwischenreihen und das Setzen einzelner Laubbäume sorgen zudem für reges Leben in und unter den Tannenbäumen. Vögel richten in den Zweigen ihr Nest ein und ziehen ihre Küken auf, während Feldmäuse im vergangenen Sommer die Gastfreundschaft etwas überstrapaziert haben. «Mäuse knabbern gerne die Wurzeln und die Rinde der Bäume an. Töten können sie einen Baum nicht, aber massgeblich schwächen.» Willi Mathys zeigt mit dem Finger nach oben. «Doch auch hier bietet uns die Natur ihre Unterstützung an.» Weit oben, dreht ein Greifvogel stolz seine Runden. Setzt er zum Sturzflug an, geht es einer Maus gleich an den Kragen.

Vor der Feier wird es hektisch
Agroservice bewirtschaftet 24 Hektaren. Um den Boden zu schonen, pachtet die Firma regelmässig neue Parzellen. Etwa zehn Jahre stehen die Bäume auf derselben Fläche. Die Pflege vom Setzling bis zum stattlichen Weihnachtsbaum ist nicht zu unterschätzen. Tag für Tag kümmert sich mindestens ein Mitarbeiter auf dem Feld um die Pflanzen. Im Alter von drei bis fünf Jahren erfolgt das Zurechtschneiden der Äste, damit der Baum in eine harmonische und satte Form wächst.   

Auch die Chefs packen an. «Für mich ist das Zurechtschneiden ein fast schon kreativer Prozess», sagt Mathys. «Trotzdem: Ein schöner Baum muss nicht perfekt sein.» Büttler pflichtet ihm bei: «Es ist Geschmackssache. Auch die Funktionalität spielt eine Rolle. In städtischen Filialen sind eher kleinere Bäume gefragt.» 

In einem Alter von sechs bis sieben Jahren erreichen die Nordmanntannen die für den Verkauf benötigte Höhe von 120 Zentimetern. Ist es soweit, wird es kurz vor der Weihnachtszeit hektisch. Ein zwölfköpfiges Team bereitet in wenigen Tagen tausende Bäume für den Verkauf vor. Organisatorisch eine Herausforderung, die sich aber lohnt: In den Supermärkten der Migros Zürich kommen die Tannenbäume dank der kurzen Transportwege unschlagbar frisch an. Und ein frischer Baum bereitet länger Freude. Damit der leuchtende Mittel­punkt jeder Bescherung auch nach den Feiertagen lange grün bleibt, empfiehlt Mathys: «Über die Rinde nimmt der Baum Wasser auf, darum die Tanne nicht anspitzen, sonst lässt sie schneller Nadeln.» Zum Abschied gibt es einen kräftigen Händedruck und – natürlich – ein breites Grinsen.

 

 

Verkaufsstellen

Die Tannenbäume "Aus der Region. Für die Region." gibt es in den Migros-Filialen Adliswil, Affoltern a.A., Bassersdorf, Bülach-Sonnenhof, Dielsdorf, Dübendorf, Erlenbach, Fällanden, Glarus, Gossau, Höngg, Horgen-Schinzenhof, Jona, Kloten, Kreuzplatz, Langnau, Limmatplatz, Meilen, Niederhasli, Oerlikon, Regensdorf, Richterswil, Rigiplatz, Rüschlikon-Parkside, Schlieren-Kesslerplatz, Schmiede-Wiedikon, Seebach, Stäfa, Thalwil, Uster-West, Uznach, VOI Grünau, Wollerau, Zürich-Affoltern und Zumikon erhältlich.