Navigation

Migros - Ein M besser

Spriessende Ideen

Im Bereich Früchte und Gemüse unterstützt die Migros Zürich innovative Produzenten, die alternative Produktionsideen in die Tat umsetzen. Die Ergebnisse sind nachhaltig, grün und intensiv im Geschmack. Kundinnen und Kunden finden die Produkte in ausgewählten Migros-Filialen.

Melanie-Chaves_alternative-Produktion.jpg

Die grösste Schweizer Stadt – Zürich – wächst und wächst. Verdichtet sich das urbane Gebiet, wächst in der Stadt der Wunsch nach Natürlichkeit umso mehr. Ebenfalls auf dem Teller sind frische und nach­haltige Produkte gefragt. Diese Nachfrage fordert die herkömmliche Lebensmittel­produktion heraus. Wie gelingt es, ressourcenschonende Ver­fahren auch auf kleinstem Raum in der Stadt zu entwickeln und dabei frische und schmackhafte Lebensmittel herzustellen? Um diese Frage zu beantworten, setzt sich die Migros Zürich da­für ein, alternative Produktions­verfahren zu unterstützen. «Im Frischesortiment sind wir offen für spannende und nachhaltige Produktideen», sagt Melanie Chaves, Leiterin Marketing Früchte und Gemüse der Migros Zürich.

Banktresor und Hightechfarm
Ein Produzententrio, das sofort überzeugte, sind die Gründer von «UMAMI». Das Zürcher Start-up produziert seit vergangenem Herbst aromatische Microgreens für die Migros Zürich. Die Produktion der nährstoffreichen Jungpflanzen ist besonders spannend. Tief unter der Zürcher Bahnhofsstrasse in einem ehemaligen Banktresor gedeihen die Grünlinge dank eines ausgeklügelten Ökosystems aus Pflanzen, Fischen und anderen Lebewesen. Der natürliche Kreislauf hat Melanie Chaves und ihr Team begeistert: «Mit den knackigen Microgreens von ‹UMAMI› können wir das Angebot an regional und nachhaltig produzierten Produkten im Frischesortiment erweitern.»

Die Idee für ein anderes inno­vatives Produkt, das Transportwege auf ein Minimum reduzie­ren kann, stammt vom Berliner Unternehmen «Infarm». In sechs ausgewählten Filialen der Migros Zürich wachsen Petersi­lie, Bordeaux-­Basilikum oder Koriander mitten in der Gemüseabteilung. Modernste Hightechfarmen reproduzieren die Wachstumsprozesse der Na­tur und bieten den Kräutern eine geschützte Umgebung. Kundinnen und Kunden können das Wachstum der Pflanzen in den «Infarm­-Boxen» beobach­ten. Zwei Mal wöchentlich wer­den die Kräuter samt Wurzeln geerntet. «Dank der ressourcen­schonenden Anbaumethode sparen wir im Vergleich zur her­kömmlichen Produktion 95 Pro­zent Wasser», betont Melanie Chaves einen weiteren Vorteil der Produktion.

Wassereinsparungen spielen auch beim Anbau des Salats aus Hydrokultur eine entscheidende Rolle. Produzent Patrick Forster war schon längere Zeit Produzent der Migros, als er auf die Idee kam, seinen Salat künftig in Hydrokulturen anzupflanzen. Dabei wachsen die Pflanzen nicht in der Erde, sondern im Wasser. Der grosse Vorteil: Die Regulierung der Nährstoffzufuhr für jede einzelne Pflanze ist viel exakter. Durch die Nutzung der Abwärme der nahestehenden Kehrichtverbrennungsanlage ist auch im Winter eine CO2-­neutrale Produktion möglich.

Innovative Ergänzung
Möchte ein Betrieb seine Pro­duktion ressourcenschonender gestalten, gehen die Produzen­ten ein grosses Risiko ein und sehen sich mit hohen Kosten konfrontiert. «Es ist wichtig, die Unternehmer und Produzenten, die auf nachhaltige Produktions­methoden setzen, zu unterstüt­zen. Wir setzen jedoch voraus, dass die Produkte einen Mehr­wert für unsere Kunden bieten und in einem geschlossenen Kreislauf entstehen.» 

Hydrokulturen, Anbau im Banktresor oder im Supermarkt, die Beispiele zeigen, dass mit in­novativen Ideen auch mitten in der Stadt der Anbau von frischen Lebensmitteln funktionieren kann. Laut Melanie Chaves er­setzen die Produkte nicht das Sortiment, sondern ergänzen es: «Auch in Zukunft setzt die Migros Zürich auf Produkte aus der klassischen Landwirtschaft. Doch besonders im Winter ermöglichen die alternativen Produktionsweisen den Kunden, Kräuter, Jungpflanzen und Salate aus der Schweiz zu kaufen.»