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Migros - Ein M besser

Das Gewächshaus der Zukunft

Produzenten aus der Region beliefern die Migros Zürich mit CO2-neutral angebautem Gemüse. Ein Besuch bei zwei landwirtschaftlichen Unternehmen in Hinwil zeigt innovative Ideen.

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Thomas Beerstecher prüft den Reifegrad einer Peperoni.

Der klimaneutrale Anbau von Gemüse ist für die Migros Zürich ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen. Das Ziel ist, dass der Anbau des Gemüses ohne Ausstoss von Treibhausgasen und CO2 in die Atmosphäre gelingt. Dieses Vorhaben fordert innovative Ideen von den Produzenten in den Betrieben, aber auch eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen den Lieferanten und der Migros.

Modernes Gewächshaus
Ein Besuch in Hinwil im Gewächshaus der Familie Beerstecher zeigt, dass die moderne Technologie angekommen ist. Thomas Beerstecher erzählt, dass der Platz für das neue Gewächshaus mit Bedacht ausgewählt wurde: «Der Standort musste neben einer grossen Abwärmequelle sein, damit diese Energie genutzt werden kann. Zusätzlich musste das neue Gewächshaus aber auch nach der neuesten Technik gebaut sein, damit der CO2-neutrale Anbau möglich ist.» Somit ist Hinwil als Standort perfekt, da der Bau gleich neben der Kehrichtverwertung Zürich Oberland Kezo möglich war und deren Abwärme nun zur Beheizung des Gewächshauses genutzt werden kann. Zudem ist der neue Standort auch in der Nähe des Stammbetriebs, und dies verhindert lange Transportwege. Die Zusammenarbeit mit der Migros Zürich schätzt Thomas Beerstecher: «Wir nehmen die Migros als einen fairen und kompetenten Partner wahr, dem sehr viel daran liegt, gute regionale Produkte zu verkaufen. »Das gesunde Wachstum der Pflanzen entsteht im Gewächshaus vor allem durch optimales Klima. Mit einem grünen Daumen und elektronischer Unterstützung werden die passenden Bedingungen für die Kulturen geschaffen. Durch dieses für die Pflanzen ideale Klima werden Pflanzenschutzmittel zur Nebensache. Zudem helfen Nützlinge wie Marienkäfer oder Schlupfwespen bei der Bekämpfung von Schädlingen. Zur Bewässerung des Gewächshauses wird gesammeltes Regenwasser genutzt.

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Das Gewächshaus der Familie Beerstecher steht gleich neben der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZO.

Alles für die Natur
Auch der Familienbetrieb der Gebrüder Meier in Hinwil profitiert von der Abwärme der Kehrichtverwertung. Durch diese Nutzung können sie auf den Einsatz von fossilen Brennstoffen gänzlich verzichten und komplett CO2-neutral produzieren. «Ein Gewächshaus dieser Grösse hätte einen Bedarf von zwei Millionen Liter Öl im Jahr. Das entspricht einem Verbrauch von ungefähr 800 Einfamilienhäusern. Wir sind stolz, dass wir darauf verzichten können», sagt Markus Meier. Die nachhaltige und umweltgerechte Produktion ist für die Gebrüder Meier sehr wichtig, die Vorteile daraus dienen auch dem eigenen Unternehmen. Die Kosten für die genutzte Abwärme sind relativ konstant, sodass das Unternehmen die Kosten für eine Gurke oder Tomate für die kommenden Jahre ziemlich genau kalkulieren kann. «Und ausserdem wollen wir unseren Kindern eine ebenso schöne Natur hinterlassen, wie wir sie erleben», sagt Markus Meier mit Überzeugung. Die Migros Zürich arbeitet gerne mit diesen Produzenten zusammen. Da die Gewächshäuser mit der Abwärme der Kezo geheizt werden, können die Supermarktfilialen bereits sehr früh im Jahr, nämlich Anfang März, mit reifen Peperoni und Auberginen rechnen. Zudem befinden sich die Betriebe in der Nähe der Verteilzentrale, was kurze Transportwege bedeutet. Auch wird darauf geachtet, dass die gelieferten Mengen mit den bestellten Mengen in den Filialen übereinstimmen. So wird eine Überlieferung verhindert, und die Kundinnen und Kunden bekommen immer frische Ware. Die «Aus der Region»-Peperoni im Zweierpack dürfen seit Neustem sogar mit dem Label M-Check der Migros ausgezeichnet werden. Dieses weist den klimaschonenden Anbau des Gemüses aus, und die Kundschaft erkennt auf einen Blick, wie sich ihr Einkauf positiv auf das Tierwohl, die Menschen und die Umwelt auswirkt.

Infos zum M-Check Label finden Sie hier.

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Auch Tomaten werden in den Gewächshäusern angepflanzt.