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Migros - Ein M besser

Mitten unter uns

Die Zusammenarbeit der Migros Zürich mit dem Züriwerk ist fast so alt wie die Stiftung selbst – ein halbes Jahrhundert. Zahlreiche weitere Berührungspunkte der Migros Gemeinschaft mit Züriwerk ergeben sich durch abwechslungsreiche Arbeit und gemeinsame Werte.

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Und schon ist man mittendrin. Lässt sich von der guten Laune der fleissigen Säcklipackerinnen und -packer anstecken. Da ist – hinter einem Berg von spanischen Nüsschen – auch Michael. Schon das zehnte Jahr mit Leib und Seele dabei, wenn es darum geht, Tausende von Chlaussäcken für die Migros Zürich zu befüllen. Jeder Helfer hat so seine bevorzugten Tätigkeiten und Lieblingsplätzchen. Fabio hingegen ist zum ersten Mal dabei: Die tolle Stimmung und die vorweihnachtliche Atmosphäre haben es ihm angetan. Beeindruckt ist er auch von den Bergen an Schöggeli und Lebkuchen. 

Sichtbarkeit ist wichtig
Auch in diesem Jahr fertigen rund 40 Helferinnen und Helfer in knapp 20 Produktionstagen  für die Migros Zürich über 77 000 Säcklein. Pro verkauftes Säcklein fliessen 95 Rappen dem Züriwerk zu. Diese Zusammenarbeit ist die älteste zwischen den beiden Partnern und eine wichtige. In der Geschichte der Stiftung Züriwerk habe sich das Modell der externen Einsätze gut bewährt, sagt Direktor Reto Fausch. «Wir sind stolz, vielseitige Arbeit anbieten zu können. 

Die Migros ist mit ihren Aufträgen auch gerade darum ein wichtiger Partner für uns. Unsere Mitarbeitenden können so auch zeigen, wie leistungsfähig sie sind.» Aus serdem gehöre die «Chlausi», wie sie im internen Chargon liebevoll genannt wird, von der Dimension her zu eine der bedeutendsten und weitum bekanntesten Aufträgen. «Wenn die Mitarbeitenden von Züriwerk auch extern wertvolle Arbeit leisten, ist das für sie sehr wichtig. Und es setzt ein Zeichen für die Gesellschaft, in der die Rolle der Integration nie gross genug sein kann», erklärt Fausch weiter.

Brücken bauen
In der Stiftung Züriwerk finden Menschen mit einer vorwiegend kognitiven Beeinträchtigung seit 1967 ein Zuhause und Arbeit. Seit ihrer Gründung ist mit den Angeboten auch die Stiftung stetig gewachsen. Auf dem sogenannten Mediencampus an der Baslerstrasse direkt neben dem Stadion Letzigrund befindet sich die grösste Produktionsstätte der Stiftung. Hier werden auch die Migros-Kommissionierwagen repariert. Spezialisierte Mitarbeitende erkennen mit wenigen Blicken, woran es fehlt. Manchmal muss etwas geschweisst, nur ein Rad oder Lager ausgetauscht oder zurechtgebogen werden. Laufend kommen die überholungsbedürftigen Wagen aus dem Migros-Verteilzentrum Suhr im Züriwerk an. Bei rund 1500 Stück geht den Spezialisten die Arbeit nicht so schnell aus. Ein weiterer Auftrag ist das Revisionieren von Kasseneinsätzen. Das betrifft 600 Stück Kassenkassetten der Migros Zürich im Lauf eines Jahres. Der Migros-Genossenschafts-Bund lässt an der Basler strasse Hunderte von Promotionspäcklein mit Pflegeprodukten, Kaffee oder Schokolade verpacken oder Werbegeschenke herstellen und versenden. Ein wichtiges Standbein der Stiftung macht der Lieferservice aus. Auch die zur Migros gehörenden «Alnatura Bio Super Märkte» arbeiten mit der Stiftung zusammen, zum Beispiel mit dem Velo-Lieferservice.

Grenzen verwischen 
Weitere ähnliche Standorte mit je unterschied lichen Schwerpunkten gibt es in Bubikon – mit Züriwerk-Kantine, Hofladen und Bäckerei – oder an der Idastrasse in Zürich, wo vor allem das Mailing oder die Konfektionierung abgewickelt werden. Marcel Blanchet betreut seit vielen Jahren die Züriwerk-Produktionsstätten: «Es macht richtig Freude, hier zu arbeiten», sagt der Bereichsleiter Produktion. Und im Gegensatz zu den Anfängen werde man heute als ernst zu nehmender Partner wahrgenommen, für den die  gleichen Wettbewerbsbedingungen gelten wie für die Mitbewerber von Züri-werk. Trotz eines geschützten Rahmens sei der Schritt nach draussen eminent wichtig, betont Blanchet. Ein hochgestecktes Ziel der Stiftung ist deshalb die Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Immer wieder schaffen es Mitarbeitende von Züriwerk auch in die Migros – als Verkäufer im Detailhandel oder als Lagerist.