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Knie als Musical

Zum 100-jährigen Bestehen des Schweizer Nationalzirkus bringt Rolf Knie die Geschichte seiner Familie auf die Bühne. Die Vorbereitungen für die Premiere am 12. März laufen auf Hochtouren.

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Seit acht Generationen gehören die Knies zu einer der bekanntesten Zirkusdynastien der Welt. Das «Circus Musical» führt hinter die Kulissen. Aus dem reichhaltigen Schatz des Familienarchivs zusammengetragen, erzählt das Musical Geschichten, die nur das Leben schreiben kann: Von Kämpfen um Respekt und Ansehen, grossen Erfolgen, Krisen und Rückschlägen, aber auch von romantischen Liebesgeschichten. 

Die eigene Familiengeschichte als Musical – wie kommt man auf diese Idee?
Vor etwa drei Jahren suchten wir nach Ideen für unser grosses Jubiläum. Der Zufall wollte es, dass Marco Rima auf mich zukam und mir vorschlug: Weshalb nicht ein Musical über deine Familie? Ich war sogleich Feuer und Flamme. Sodann machte ich mich ans Drehbuch. Für die Texte konnte ich den Komiker Peter Pfändler gewinnen, der ein langjähriger Freund ist. Die Musik arrangierten Patric Scott und Martin de Vries.

Weshalb ein Musical?
Wenn wir schon 100 Jahre feiern, soll es etwas Nachhaltiges sein. Wie das Stück von Karl Zuckmayer «Katarina Knie», das 1928 im Berliner Lessingtheater seine Urraufführung erlebte und noch heute an vielen Schauspielhäusern aufgeführt wird. Ich wollte keine trockene Dokumentation unserer Geschichte, sondern Unterhaltung pur. Was könnte das besser als ein Musical?

Was erwartet den Zuschauer?
Wahre Geschichten. Das Publikum soll staunen, überrascht und berührt werden und mit viel Spektakel und Effekt die heiteren wie tragischen Momente der Familie Knie mit erleben. Und die Besucher können bereits im Foyer im eigens eingerichteten Zirkusmuseum mit Filmen, Kostümen und Dokumentationen in die Welt der Knie-Familie eintauchen.

Gibt es eine Szene, die Sie  besonders berührt?
Davon gibt es zahlreiche, beim Schreiben hatte ich oft Tränen in den Augen. Eine Tiefgründigkeit des Musicals etwa streift das Thema, warum der Circus Knie seit jeher einen Kleinwüchsigen unter den Artisten hat. Dafür wurden wir oft kritisiert. Darf man sich auf Kosten dieser Menschen lustig machen? Ich war auch lange Clown. Über mich wurde ebenso gelacht. Der Kleinwüchsige macht ein gutes Statement, weshalb er sich im Zirkus immer wohlgefühlt hat, hingegen im Privatleben nicht zu Schlage kam.

Wo liegen die Ursprünge der Knies?
Eine Besonderheit des Musicals ist, dass wir nicht erst mit der Gründung 1919 beginnen, sondern zu den ersten Anfängen ins Jahr 1803 zurückgehen. Das sind Geschichten, die kaum jemand kennt. Der «Ur-Knie» hiess Friedrich und war Sohn des Leibarztes am Hof der österreichischen Kaiserin Maria Theresia. Gegen den Willen seines Vaters bricht er sein Medizinstudium ab, um sich  einer Wandertruppe anzuschliessen. Vermutlich war auch Liebe im Spiel. Später führt Friedrich Knie seine eigene Truppe «Arena Knie» zu ansehnlichem Erfolg und versöhnt sich mit seinem Vater.

Sie feiern dieses Jahr Ihren Siebzigsten. Haben Sie sich das beste Geschenk selbst gemacht?
Ich mache in erster Linie nicht mir ein Geschenk. Beim «Circus Musical» trage ich das gesamte Risiko. Dieses Geschenk geht in erster Linie an meine Familie. So ein Musical macht man nur einmal im Leben, es ist ein Riesenprojekt.

Tickets mit 25% Rabatt sind im Cumulus-Ticketshop erhätlich. 
Infos & Tickets: kniemusical.com 
In Dübendorf vom 12. März bis 3. Mai