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Migros - Ein M besser

Meilenstein der Migros

Die zur Migros-Industrie gehörige Midor AG in Meilen ist nicht nur eine riesige Backstube und die grösste Glacéfabrik der Schweiz, sondern auch der erste Migros-Produktionsstandort und eine wichtige Arbeitgeberin in der Region.

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Keine 20 Minuten von der Stadt Zürich entfernt, umhüllt ein unverkennbarer Duft das Bahnhofsgelände in Meilen. Es ist einer der wenigen Hinweise darauf, dass sich im unscheinbaren Gebäude hinter den Gleisen eine süsse Welt auftut. Eine Welt für Schleckmäuler und Geniesser. Die Liste der Klassiker und beliebten Spezialitäten von Midor ist lang: allen voran die verschiedenen Glacésorten, dann aber auch Gebäck wie Fasnachtschüechli, Züri Tirggel, Zimtsterne, Bärentatzen oder Blévita. Wo sich einst Flaschen mit Süssmost füllten, geht es heute mal heiss und mal kalt zu und her.

Immer der Nase nach
Einen guten Riecher beweist Migrosgründer Gottlieb Duttweiler, als er 1928 die bankrotte Mosterei Alkoholfreie Weine AG in Meilen übernimmt. Sie wird zum ersten Produktionsstandort der Migros. Was mit günstigstem Süssmost und Traubensaft als Beitrag zur «Lösung des Alkoholproblems» beginnt, entwickelt sich innert weniger Jahre zur Experimentierküche anderer Fabrikationszweige. Es folgen weitere Kassenschlager wie die «Tschips» – in Fett gebackene Kartoffelscheiben –  Konfitüren oder Kompotte. Ebenso kommen eine Zeit lang Suppenwürfel oder geräucherter Speck aus Meilen. Erst mit der beginnenden Produktion von Backwaren setzt sich am Bahnhof Meilen ein Produktezweig längerfristig durch. Hinzu kommt 1949 die Eiswarenproduktion. Diese wurzelt in der Idee, Überschüsse der Schweizer Milchwirtschaft zu Rahm-Glacé zu verarbeiten. 

Wichtiger Arbeitgeber
Beeindruckend ist die Vielzahl an Migros-Eigenmarken – über 500 sind es. Daneben produziert die Midor gegen 300 Exportartikel für 20 verschiedene Länder. Beachtlich deshalb auch die benötigten Mengen an Rohstoffen und Zutaten. Pro Jahr verarbeiten sie 8000 Tonnen Mehl, 5000 Tonnen Zucker und 3400 Tonnen Schokolade. Und die Zutaten für die Eiswarenprodukte sind hier noch gar nicht miteingerechnet. 

Trotz des hohen maschinellen Betriebsstandards ist die Midor auf gut 600 Mitarbeitende angewiesen und damals wie heute ein wichtiger regionaler Arbeit geber. Wegen der strengen Hygienevorschriften lässt es sich bei Midor nicht hinter die Kulissen blicken. Einen süssen Eindruck vermitteln umso mehr die zahlreichen Midor-Köstlichkeiten im Fabrikladen. Ob als Augen schmaus im Laden oder zum Mitnehmen zu Schnäppchenpreisen.

Weitere Infos: Midor Meilen

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