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Migros - Ein M besser

Die Löwen von morgen

Slapshot und Bodycheck am Familientisch: Vier Geschwister wollen auf dem Glatteis hoch hinaus. Und die Migros Zürich spielt den Doppelpass.

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Ein talentiertes Quartett: Connor, Lennox, Hayley und Marvin (v.l.n.r.)

Helen Hirt ist weder Taxichauffeurin noch Fernfahrerin – und legt trotzdem pro Woche bis zu 900 Kilometer in ihrem VW-Bus zurück. Mit sportlichem Antrieb: Ihre vier Kinder Marvin (14), Connor (13), Hayley (11) und Lennox (10) spielen in der Nachwuchsabteilung der GCK-ZSC-Lions und bewältigen 16 Trainingseinheiten pro Woche – plus Spiele oder Turniere am Wochenende: «Ich musste mir eine Agenda im grösseren Format zulegen», sagt Helen lachend – und blickt auf die Uhr. Bald muss sie den Nachwuchs aus dem aargauischen Bözen nach Zürich  fahren – in drei verschiedene Eishallen. «Ohne Navigationssystem wäre ich aufgeschmissen.»

Die Hirts sind nicht alleine unterwegs. Mit insgesamt 1300 Junioren und einem Budget von 3,7 Millionen Franken pro Jahr stellen die GCZ-ZSC-Lions die grösste Nachwuchsabteilung im Schweizer Eishockey. Zu den ältesten Förderern zählt die Migros Zürich. Die Zusammenarbeit mit den Junglöwen dauert schon zwei Jahrzehnte. «Die Migros stand mit ihrem Engagement und ihren Visionen am Ursprung unserer Nachwuchsförderung», sagt Ernst  Meier, der Präsident des Zürcher Schlittschuh-Clubs. Christoph Frei, Leiter Corporate Communications und Kulturprozent Migros Zürich, erklärt das Engagement: «Eishockey ist  attraktiv in jeder Beziehung – und die örtliche Ansiedelung des Lions-Sponsorings wichtig. Die Migros Zürich setzt in ihrer Sportförderung explizit auf den Nachwuchs und steht für langfristige Partnerschaften.»

Auf dem Glatteis sind Standfestigkeit und Durchhaltewillen gefragt. Als Torhüter der  Mini Top trainiert Marvin Hirt fünfmal pro Woche. Zweimal muss er schon morgens um 7.30 Uhr in Oerlikon die Schlittschuhe schnüren. Mit seinen Leistungen hat er es in die Nordostschweizer U15-Regionalauswahl geschafft: «Mein Vorbild ist ZSC-Goalie Lukas Flüeler», sagt er. Hayley orientiert sich lieber vorwärts: «Das Schönste am Eishockey ist es, Tore zu schiessen.» Dass sie eins von zwei Mädchen unter männlichen Junioren ist, spielt für die  Fünftklässlerin keine Rolle: «Mit guter Technik und Schnelligkeit kann man sich auch gegen physisch stärkere Spieler durchsetzen.» Als rechter Flügel kann Hayley zusammen mit Center Connor und dem linken Flügel Lennox einen reinen Familiensturm bilden: «Die Hirt-Linie!», jubelt ihre Mutter.

Die Schlüsselrolle im sportlichen Familienalltag spielen vorderhand aber noch die Eltern. Vater Richard, der im Schichtdienst tätig ist,  liefert einen finanziellen Zuschuss ans Hobby seiner Kinder, das das Familienbudget fast sprengt. Neben den Autokilometern sind dies die Beiträge für die Trainingslager im Sommer und Herbst, die Klubmitgliedschaften und die Kosten für die Ausrüstungen. Dass das ins Geld geht, zeigt allein der Preis eines Torhüterstocks: 250 Franken. «Ich habe noch nie ausgerechnet, wie viel wir fürs Eishockey ausgeben», sagt  Helen Hirt. Sie will aber auch gar nicht zu viel darüber nachdenken: «Es ist toll, dass unsere Kinder diesen Sport ausüben können.»

Aufgrund des beträchtlichen finanziellen Aufwands in diesem Sport müssen aber immer wieder junge Spieler ihr Hobby aufgeben. Ein Unterstützungsfond soll dieses Problem entschärfen – und allen Kindern die Freude am Sport ermöglichen. Das entspricht der Philosophie der Migros Zürich. Nur auf einer soliden Basis und in einem intakten Umfeld kann etwas Nachhaltiges aufgebaut werden. 

Der Geldsammler und die Migros
ZSC-Präsident Ernst Meier gehört zu den  innovativsten Persönlichkeiten im Schweizer Eishockey. Er streicht die Bedeutung der  Migros für das Zürcher Eishockey hervor: «Die Migros Zürich ist eine unserer treusten Partnerinnen. Sie lieferte damals mit ihrer Sponsoringphilosophie auch die Inspiration zur Gründung des Unterstützungsfonds.» Die Fäden in der kreativen Mittelbeschaffung laufen im Restaurant Blume in Schwamendingen zusammen. Hier finden regelmässig Aktionen zugunsten des Nachwuchses statt.